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Der steinige Weg zum Lesepublikum – wer hat hilfreiche Ideen?

So etwa ist die Situation: Die Trilogie MYSTERY-EYE ist geboren. Der Roman MONOLOCO ist bereits veröffentlicht. Eine weitere Trilogie liegt bereit zur Überarbeitung. Also Herzblut fürs Schreiben? Ja, total. Lust zum Weitermachen? Eh! Aber der Weg ist ultrasteinig.

Sichtbarkeit zwischen den grossen Playern? – nope. Ich bin als Allrounderin im Selfpublishing unterwegs, baue alles selbst: Cover, Buchsatz, Marketing. Doch ich hab bisher kaum 20 Bücher aus der Trilogie verkauft. Krass wenig, ich weiss. Da muss ich mir was einfallen lassen. Und deshalb frage ich euch, die ihr euch mit Lesen besser auskennt.

Meine Fragen an euch:

  • Woran erinnert Mystery Eye? Welche Bücher? Welche Buch-Reihen? Nennt mir gerne alle, die euch in den Sinn kommen. So finde ich eher heraus, wie ich ein interessiertes Lesepublikum finden könnte.

  • Genre und Tropes! Liege ich richtig mit meiner Einstufung? Genre: «Young Adult, Contemporary Fantasy. Anteile von Portal Fantasy und Paranormale Fantasy.» Kann ich etwas optimieren, um gezielter interessierte Lesende zu finden?

  • Unsicher bin ich oft mit «Jugendbuch». Ich weiss, die Protagonisten sind jung und sie hätten gut oder besser auch 16 oder 17 sein können. Aber sie sind nunmal jünger. Macht es also Sinn, das Buch als Jugendbuch zu deklarieren?

  • Vielleicht habe ich alles ausgeschöpft und es ist einfach nicht möglich, weiter zu kommen. Ich kann akzeptieren, wenn es nicht weitergeht mit dem Schreiben. Aber ein wenig glaube ich halt doch an Magie und schicke die Frage zu euch hinaus: Wo gäbe es noch Chancen? Wo könnte die Trilogie oder meine anderen Bücher ein Lesepublikum finden?

Danke für jede Antwort!
Und das gemeinsame Abenteuer dieses Buchclubs! Susann Blum

Mich erinnern Deine Bücher an manches von Ursula Poznanski (v.a. Cryptos) - wobei sie häufig brutaler schreibt. Mir gefällt an Mystery Eye besonders, dass die Trilogie nicht auf aktuelle Techniktrends aufsetzt. Dadurch sind Deine Bücher weniger vergänglich, allerdings auch weniger reisserisch. Reisserisch dürfte sich derzeit besser verkaufen.

Auch wenn das Paranormale eine wichtige Rolle in Mystery Eye spielt, würde ich nicht zu sehr darauf abheben bei der Werbung. Für mich - als Mutter von Jugendlichen - passt es als Buchreihe für dieses Alter. Die Frage ist allerdings, ob sich diese Generation für das Thema derzeit interessiert. Aus meiner Erfahrung ist der Trend gerade in Richtung Fantasy (Drachen und magische Kräfte) oder Romance.

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Liebe Susann,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich großen Respekt davor habe, wie viel Herzblut, Arbeit und Mut in deinen Büchern steckt. Eine komplette Trilogie zu schreiben, zu veröffentlichen und dabei auch noch Cover, Buchsatz und Marketing selbst zu übernehmen, ist eine enorme Leistung. :heart:

Was mich bei Mystery Eye besonders angesprochen hat, sind die vielen überraschenden Wendungen, die ausgearbeiteten Figuren und die Tatsache, dass ich beim Lesen oft nicht wusste, wohin die Reise als Nächstes führt. Genau das hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht. :sparkles:

An andere Bücher erinnert mich Mystery Eye nur bedingt, weil die Mischung aus Fähigkeiten, Geheimnissen, Zeit- und Raumreisen sowie den Portalen für mich recht eigenständig wirkt. Am ehesten musste ich manchmal an Jugend-Fantasy-Reihen denken, die auf Freundschaft, besondere Begabungen und verborgene Zusammenhänge setzen. Gerade die Dynamik innerhalb der Gruppe und das langsame Aufdecken größerer Geheimnisse haben für mich einen besonderen Reiz ausgemacht.

Bei der Genre-Einstufung würde ich persönlich Contemporary Fantasy mit Portal-Fantasy-Elementen absolut passend finden. Paranormale Fantasy passt ebenfalls, da die besonderen Fähigkeiten und übersinnlichen Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Vielleicht könnte man die Themen Freundschaft, Geheimnisse, Zeitreisen und besondere Begabungen noch stärker hervorheben, weil genau das mich als Leserin neugierig gemacht hätte.

Beim Begriff Jugendbuch bin ich selbst etwas unsicher. Die Figuren sind zwar jung, aber viele Themen wirken auf mich deutlich komplexer und tiefgründiger als bei klassischen Jugendbüchern. Deshalb würde ich wahrscheinlich eher Young Adult Fantasy oder All-Age Fantasy verwenden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dadurch auch erwachsene Fantasy-Leser eher angesprochen fühlen.

Was die Sichtbarkeit betrifft, glaube ich tatsächlich, dass Mystery Eye vor allem Leserinnen und Leser ansprechen könnte, die ungewöhnliche Fantasy-Geschichten mögen und Wert auf Charakterentwicklung sowie überraschende Wendungen legen. Gerade Buchclubs, Fantasy-Communities, Bookstagram oder BookTok könnten dafür interessante Orte sein.

Und ganz ehrlich: Ich würde einen vierten Band lesen. :books::heart: Nicht weil die Geschichte unvollständig wirkt, sondern weil mir die Welt und die Figuren ans Herz gewachsen sind und ich gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbringen würde.

Vielen Dank für den Buchclub und die Möglichkeit, diese Reise gemeinsam zu erleben.

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