Rechtschreibfehler und andere Fehler in Rezibüchern

Kennt und benutzt jemand das Wort Kranbeere?
Mir ist es jetzt in einem Buch über den Weg gelaufen. Ich habe das Wort nie vorher gesehen. Ihr?

Laut Wikipedia soll es tatsächlich ein deutscher Name für Cranberries sein. Ich habe aus Neugier in meinem Wörterbuch nachgeschaut und da steht „Kranichbeere“ - laut Wikipedia gibt es das auch, alles Synonyme :face_with_monocle:

Ich lese immer noch einmal über meine Rezensionen und korrigiere die Fehler, die ich finde, bestimmt gibt es in meinen Rezensionen noch den ein oder anderen Fehler, sowohl Vertipper als auch z.B. Komma-Fehler. Aber ich lese noch mal drüber, bei Beiträgen im Forum oder Leseeindrücken tu ich das nicht immer, aber die streue ich ja auch nicht über verschiedene Plattformen.

Letztens habe ich eine Rezension gelesen, die ich sehr lustig fand, weil Rechtschreib-und Grammatikfehler im Buch kritisiert wurden und als Studentin der deutschen Literatur fände sie das besonders schlimm. Dabei waren in der kurzen Rezension mindestens fünf falsch geschriebene Wörter, die jede automatische Rechtschreibprüfung gefunden hätte. „Charackter“ und ironischerweise „gRammatik“.

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Da ich viel koche und backe und entsprechend da auch massig Bücher habe, kenne ich das Wort (nutze es aber selbst nicht wirklich). Moosbeere wäre die gängigere und vermutlich verständlichere Übersetzung.

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Das hatte ich auch rausgefunden. Meine Frage ist eher, ob jemand das Wort benutzt.

Moosbeere hatte ich tatsächlich auch schon in Rezepten gesehen. Aber meist bleibt einfach Cranberry stehen, weswegen mich die Übersetzung irritiert hatte.

Wow, das ist ja krass… und für mich der Untergang :see_no_evil: ich habe ja eh oft Schwierigkeiten mit Namen, wenn die dann auch noch wechseln :crazy_face:

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Offenbar hatte die Autorin auch Schwierigkeiten mit Namen :wink: Oder ihr gefielen so viele, dass sie sich nicht entscheiden konnte. Sowas hab ich zuvor noch nie erlebt, keine Ahnung, was da schief lief. Wenn ich das Buch gekauft hätte, hätte ich mich richtig geärgert und mich vermutlich an den Verlag gewandt.

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Ups. Das habe ich gerade begonnen … ich bin gespannt.
Leider gibt es auch im Buch Mutterliebe, das ich gerade beendet habe, am Ende einen groben inhaltlichen Schnitzer.

Aha. Ich bin soeben über den Vorgänger des Eissalons gestolpert - Schreinerei oder Papeterie? Der Leser hat die Wahl?

Wer nun ausgerechnet diesen Kommentar gemeldet hat…
…und vor allem: warum? :thinking:
Man muss es nicht verstehen! :wink:

Schade, dass du gerade keine Nachrichten empfangen kannst.

Versteckt hinterm Bildschirm lese ich mich besonders gerne durch deine Beiträge. Ich mag es sehr, wenn sich jemand mit geschliffenen Wissens- und Wortschwertern der Diskussion stellt. Dieser Thread ist unterhaltsamer als mein zu lesendes Buch…
Soviel ich weiß, wohnen wir übrigens im gleichen Ort. Was nichts zur Sache tut…

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Habe mir das Buch gerade hier ertauscht. Werde dann mal die Anmerkungen zur Hand nehmen, sonst denke ich nur wieder, ich sei selbst zu blöd und hätte da was verwechselt. Aber wie bereits angemerkt, ist das in der Vielzahl ja echt heftig, da versteht man ja im Zweifel die ganze Geschichte nicht mehr, schade…

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Nein, ich glaube, das ist kein Fehler. Die Papeterie war da, wo jetzt der Eissalon ist, und die Schreinerei war im Hinterhof. Bin gespannt, wie du das Buch empfindest.

Da hast du Recht. :slight_smile: Aber auch später ist nochmals von einer früheren Schreinerei an einem anderen Ort die Rede, was mich verwirrt hat und mind 2 Personen sind an Lungenentzündung verstorben. Ich denke dann immer, hab ich da etwas verwechselt (wie hier bei der Schreinerei im Hinterhof) oder liegt es am Buch? Es kommen sehr viele Fehler vor, die irreführend sind, v.a. bei den Namen - ich merke mir Namen ohnehin schwer und wenn dann die Schwester erst Inge, dann Annegret heiß und später von Erna als Einzelkind im Waisenhaus die Rede ist, dann ist die Verwirrung perfekt. Weiter oben hast du selbst geschrieben, dass Margot plötzlich Marion heißt, da wäre ich ganz naiv davon ausgegangen, dass es einfach eine weitere Freundin ist, denn viele Personen werden einmal erwähnt und kommen dann nicht mehr vor, bspw. die Aufzählung der Kriegsfreunde von Sepp fallen da für mich darunter - die haben - bis auf den, der am Jahrestag (der auch 5 statt 6 Jahre zurückliegt) umgekommen ist - kaum Bedeutung für die Handlung. Die Geschichte selber ist nett, hätte aber auch mehr Potential gehabt.

Aber ich weiß auch von einer Cousine, die hobbymäßig schreibt und immer wieder Bücher veröffentlicht, wie durch Korrekturen und den Verzicht auf nochmaliges Lesen des kompletten Buches Fehler und Unstimmigkeiten entstehen. So wurde sie aufgefordert, eine Textpassage zu ändern, allerdings hat sie das Buch mit geänderter Version nicht mehr zur Ansicht geschickt bekommen, sondern es ging sofort in Druck. Denn beim nochmaligen Lesen des gesamten Buches wäre ihr aufgefallen, dass es vor der abgeänderten Passage einen Hinweis auf diese Absätze gibt und der somit aber falsch ist und ebenfalls hätte angepasst werden müssen. Ich weiß nicht, wie oft man ein Buch lesen müsste, damit es möglichst fehlerfrei auf den Markt kommt.

Ich werde trotzdem wieder zu Büchern von HarperCollins greifen. :slightly_smiling_face:

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Ich kann mir gut vorstellen, dass das für die Autoren und Autorinnen sehr ärgerlich ist, wenn sich gerade im Stress um die Drucklegung in allerletzter Sekunde noch Fehler einschleichen und man nicht mal die Chance auf eine finale eigene Prüfung hat. Vmtl wird es auch immer schwerer eigene Fehler zu finden, da man nach langer Arbeit an einem Buch auch irgendwann betriebsblind wird. Dafür sind dann u.a. auch Lektoren da. 1 oder 2 kleinere inhaltliche Fehler sind daher auch nicht ungewöhnlich und in nahezu jedem Buch auffindbar. Die Masse der Fehler bei den Eisträumen ist aber damit nicht erklärbar, das Buch liest sich wie eine Rohfassung mit unausgegorenen Charakteren und fehlendem Gesamtkonzept. Da hat das Lektorat einen Bock geschossen. Ich werde auch weiterhin HarperCollins lesen, denn es ist ein großer Verlag mit vielen Lektoren, und zB die Major Gryszinski-Reihe von Uta Seeburg finde ich ganz toll und auch sprachlich sehr gelungen. Um Franziska Winkler (die Eis-Autorin) und ihre Pseudonyme werde ich zukünftig aber einen großen Bogen machen.

Was mich doch sehr wundert ist, dass dieser Roman auf Thalia etc. überwiegend mit 4-5 Sternen sehr positiv bewertet wird und die Masse an Fehlern sich hier nicht niederschlägt. Das gibt mir ehrlich gesagt sehr zu denken, denn warum sollte ein Verlag Konsequenzen ziehen, wenn das Buch trotzdem bei den Lesern ankommt?

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Liebe „simonef“,
Hast du dich direkt an den Verlag gewandt und „um Aufklärung“ gebeten? Das würde ich tun - und mit Spannung darauf warten, was ich für eine Antwort erhalte! :grinning: Liebe Grüße von Michaela.

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Ich habe aufgrund dieses Threads mal ganz neugierig bei Amazon die Bewertungen nachgelesen und bei den schlechteren Bewertungen war dieses Namenstausch-Phänomen durchaus vordringlicher Bestandteil. Auch die Widersprüche der Handlung sind aufgefallen.
Insgesamt ist aber interessant zu beobachten, wie viele davon offenbar nichts mitbekommen haben während der Lektüre. In dem Maße hätte es doch nahezu jeder zumindest anmerken müssen. Da frage ich mich, wie aufmerksam mancher ein Buch liest, dass sowas überlesen wird? :thinking:

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Hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen. Aber kann es sein, dass die Verlage teilweise nicht mehr Korrektur lesen? Zumindest bei Sachbüchern scheint dies so zu sein. Mein Chef ist Co-Autor bei ein paar Fachbüchern und er bekommt immer Korrekturfahnen vom Verlag zum Korrekturlesen und meist gehen die dann über meinen Schreibtisch und ich darf das für Rechtschreibung und Grammatik übernehmen und bisher waren die davor vom Verlag definitiv nicht Korrektur gelesen, da manches wirklich offensichtlich ist.

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Ich habe auch den Eindruck, dass nicht mehr alle Beteiligten den gesamten Text bearbeiten und daher keine Beurteilung möglich ist, ob die vorhergehende Ebene ihre Arbeit gemacht hat. Dann stapeln sich irgendwann die Fehler dieser Ebenen.

  • Sachfehler, die bereits aus dem fremdsprachigen Original stammen
  • Rechtschreibfehler, die das Korrekturprogram nicht anzeigt (evtl. weil es nicht ausreichend Input erhalten hat oder weil eine Autorkorrektur kein Sprachgefühl hat)
  • zu umgangssprachlicher Stil, Mundartausdrücke
  • falsche Bildunterschriften

Ich entdecke häufig dieses 2/3-Problem, dass nach 2/3 des Texts Übersetzung, Stil und die Rechtschreibung rapide abfallen. Entweder liegt das an mangelhafter Spannungskurve (vorher habe ich evtl. nur auf die Handlung geachtet) oder alle Korrekturebenen haben den letzten Teil nur noch überflogen.

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