Uhh was ich auch toll fand, vor allem für den Herbst:
Rebecca von Daphne Du Maurier
Die gelbe Tapete von Charlotte Perkins Gilmann, ein super kurzes, sehr feministisches Buch über den Mythos der verrückten Frau im Speicher, die dann das wird, was man von ihr denkt. sehr eindrücklich und schnell gelesen.
Beim Lesen sollte es meiner Meinung nach überhaupt kein “müssen” geben. Die Bandbreite an verfügbaren Klassikern ist ja auch sehr groß - wenn man dort versuchen würde alles abzuarbeiten, was einem zur Verfügung steht, hätte man wohl so einiges zu tun. Und persönlicher Geschmack verändert sich auch mit dem Alter. Ich fand zB mit Anfang 20 Herman Hesse großartig. Ich habe mir vor anderthalb Jahren das Glasperlenspiel und Siddharta nochmal aus dem Schrank gefischt - die Begeisterung von damals kann ich heute nicht mehr so richtig nachvollziehen. Beide Bücher passten extrem gut zu mir als ich jünger war, jetzt eher weniger. Bleiben dürfen sie trotzdem - weil ich mich so gerne an das Gefühl erinnere, dass da jemand weit vor mir war, der mich scheinbar verstanden hat.
Und wer weiß, welche Klassiker mich in den nächsten Jahren begeistern können. Vielleicht werden Garcia Marquez und ich ja über die Jahre doch noch Freunde
Die Liste meiner Lieblingsklassiker ist lang Aber neben hier wohl am häufigsten genannten würde ich diese ins Rennen bringen:
“Oliver Twist” von Charles Dickens
”Die drei Musketiere” von Alexandre Dumas
”Der scharlachrote Buchstabe” von Nathaniel Hawthorne
”Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” und “In 80 Tagen um die Welt” von Jules Verne
”Anna Karenina” von Leo Tolstoi
”Der Untergang des Hauses Usher” von Edgar Ellen Poe
”Fabian” von Erich Kästner
Was du über deine Gefühle zu Hesses Romanen schreibst, habe ich genau so erlebt. Als ich Siddharta nach vielen Jahren nochmal las, war ich etwas traurig, weil der Funke von damals gar nicht mehr übersprang, im Gegenteil, ich fand es kitschig. Aber du hast Recht: das Buch war in meiner Jugend für mich da, und das ist ein Grund zur Freude.
Mit Gabriel Garcia Marquez‘ Stil komme ich auch nicht zurecht, aber wer weiß, vielleicht finde ich ihn in zehn Jahren toll.
Einen Klassiker, denn ich immer wieder lese ist Robinson Crusoe von Daniel Defoe. Irgendwie übt das Buch eine wahnsinnige Faszination auf mich aus und ich habe jedes Mal wieder Freude daran, mir vorzustellen wie es mir in seiner Situation wohl gehen würde.
Als zweiter Vorschlag fällt mir direkt George Orwell 1984 ein. Das müsste ich definitiv mal wieder lesen, aber auch so haben sich verschiedenste Szenen intensiv bei mir eingebrannt.. insbesondere mit dem Blick zu welcher Zeit es veröffentlicht wurde.
Pooh, da ist die Auswahl schwierig, über die Jahrzehnte hat sich da einiges angesammelt.
In der Jugend fand ich Otfried Preußler (Die kleine Hexe), Astrid Lindgren (Pippi Langstrumpf), Max Kruse (Urmel Reihe) super, als Teenager dann u.a. Hermann Hesse (Siddhartha), Kurt Tucholsky (Schloß Gripsholm), Joseph von Eichendorff (Aus dem Leben eines Taugenichtes) und Viginia Woolf (Orlando) toll, später Heinrich Mann (Der Untertan), Goethe (Faust 1), Ernest Hemingway (Wem die Stunde schlägt), Herman Melville (Moby Dick) usw..
Jedes Alter hat seine Klassiker und sehr viele tolle Nichtklassiker
Aber eines hab ich gelernt, man „MUSS“ keine Klassiker lesen, das ist eine Quälerei. Wenn die Chemie stimmt, bekommt man ein tolles Leseerlebnis und wenn nicht, dann mag es in ein paar Jahren passen -oder nie (Ja, lieber Herr Kafka, die Schullektüren waren alle grauselig und das wird auch nichts mehr mit uns…).
Und manche Neuerscheinung hat bestimmt das Zeugs zu einem Klassiker, wir sind nur zu früh dran
Ja, ich wollte es wissen! Meinem Mann war das gar nicht geheuer. Da wir viel gewandert sind, kam ich nur abends zum Lesen, und die 750 Seiten haben für die drei Wochen gereicht.
Ich würde auf jeden Fall “Vom Winde verweht” noch einmal lesen. Vor Jahren habe ich das Buch die Blechtrommel abgebrochen. Habe viele ungelesene Bücher, und leider keine Zeit für alte Klassiker.
Graf Öderland von Max Frisch fand ich auch sehr interessant. Ich würde es zwar nicht als einen unbedingt zu lesenden Klassiker betiteln, aber ich kann es durchaus empfehlen