Negative Rezensionen

Ähnliches hatte ich schon bei Amazon.

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Echt? Dabei ist es gar nicht so gut, wenn man mal eine besonders liebevolle Leserunde hat, die nur 5 Sterne vergibt. Sieht dann nämlich so aus, als hätte man Freund:innen engagiert :rofl:

da hast du recht. ich glaube, die meisten halten es auch aus (oder tun so als ob :upside_down_face:) von einer ehrlichen Kritik lernt man ja auch sehr viel.

Hast die richtige Rezi gefunden, die ich meine? :wink:

Echt! Lustig sind auch die Autoren, die einen davon überzeugen wollen, dass die Rezension auf jeden Fall auch positive Elenente enthalten muss.
Es giibt aber auch tolle Autoren, die sich selbst nicht so ernst nehmen oder mit ihrem Understatement beeindrucken…

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Die von der K.G. nehme ich an, die zu nah an der Realität geblieben ist:)

Ja. Leider war die „Realität“ absolut unglaubhaft und Frau G. kann froh sein, dafür noch 3 Punkte bekommen zu haben.

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… dann müssen sie das Buch aber auch so schreiben, dass man positive Elemente findet. :slight_smile:

Nee, mal im Ernst: an einer Negativrezension ist nicht in 1. Linie der Rezensent schuld, sondern das Material, das er rezensiert. Und es müsste jedem Autor klar sein: nur der Rezensent bestimmt (und nur er!) was in seiner Rezension stehen wird. Jedwede Einflussnahme ist zu unterlassen. Viele kapieren das einfach nicht. Rezensionen dienen neben der Erleichterung von Kaufentscheidungen auch dazu, sich als Autor zu verbessern - wenn halt vorab schon die Meinung fest ist, man kann sich nicht mehr verbessern, denn man ist schon perfekt, dann geht es halt auch mal nach hinten los… gerade Selfpublisher sind da sehr „beratungsresistent“. Aber auch versierte Autoren, bei denen man es nicht gleich vermutet, reagieren mitunter allergisch auf Kritik.

Natürlich ist das so und man ärgert sich, wenn man z.B. für eine Leserunde Geld in die Hand nimmt, 20 Bücher verschenkt und dann von zwei oder drei Leuten Gegenwind bekommt. Aber das ist nunmal Teil des Geschäfts.

Mal am Rande: als Rezensent verbessert man sich auch gerne und nimmt Ratschläge an - ich hab das in über 10 Jahren Rezensionsarbeit immer so gehalten. Aber der Ton, in dem mir einige weis machen wollten, ich hätte so zu schreiben, wie sie es wünschen, der gefällt mir nicht. Ich hab immer gerne Punkte in die Bewertung aufgenommen, von denen ein Autor meinte, das oder das zu beurteilen wäre ihm wichtig innerhalb der Bewertung. Finde ich vollkommen okay. Aber nicht, wenn mir vorgeschrieben wird, wieviele Punkte ich zu geben habe und was ich gefälligst weglassen soll.

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ach, du meine güte, da kann ich @kleinervampir nur recht geben. wenn nur negative rezensionen kommen, dann passt was mit dem buch nicht. jede negative rezi tut weh, keine frage, aber am besten heult man dann eine zeitlang in die kissen, rafft sich auf und lernt aus den rückmeldungen. das perfekte 5Sterne-buch, das allen gefällt, gibt es sowieso nicht. sehr viele bücher, die mir persönlich extrem gut gefallen, erreichen nicht mal eine durchschnittsbewertung von 4, das tut mir dann immer ein bisserl weh. aber das ist wie bei den wahlen, da gewinnt auch die partei mit den meisten stimmen, auch wenn persönlich nur mit dem kopf schüttelt. sind wir froh, dass wir in einer demokratie leben, meinungsäußerung ist ein wichtiges gut. übrigens hab ich (aus neugier) ein paar rezensionen von kleinervampir gelesen. die besagte rückmeldung hab ich zwar nicht entdeckt, aber ich finde die rezensionen selbst toll. auch die negativen. (und autor:innen haben nicht zu bestimmen, auf welche punkte man eingeht. geschieht bei zeitungsrezensionen ja auch nicht, dass man da die autor:innen fragt, wie sie es gern hätten.)

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Ich danke Dir für das nette Feedback! :slight_smile:

Aber genau dies sollen doch unvoreingenommene Rezensionen wiederspiegeln - die subjektive Meinung eines jeden Einzelnen von uns.
Wenn nur alle positiv rezensieren wird sich ein Autor wie auch dessen Verlag nie weiter entwickeln können.
Berechtigte Kritik ist denke ich von allen Seiten immer gerne gesehen und auch insbesondere erwünscht. Nur Honig ums Maul schmieren hilft dabei niemandem weiter.
Insbesondere, wenn man vielleicht ein Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt darf man sich auch von dieser Gratiszugabe nicht abhängig machen und muss nach seinem Gutdünken dann eine Bewertung abgeben, so als hätte man das Buch selbst gekauft. Sprich ist mir der neue Roman des Autors A dann wirklich die aufgerufenen X € wert oder ist das Buch eher verschwendete Lebenszeit.
So sehe ich die Rezensionen zumindest persönlich.

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Solche Autoren sollten sich dann wirklich zunächst an die eigene Nase fassen und mal in sich gehen. Am besten sind für ich persönlich die Autoren, die ihr eigenes Buch als allererste Rezension überhaupt dann mit fünf Sternen bewerten. :joy:

Diese Art Autoren sollten dann ihren Bekannten- und Verwandtenkreis aktivieren und diese sollen dann die Jubelrezensionen für nen schmalen Taler erstellen.

Verschenktes Geld sehe ich in soweit eigentlich überhaupt nicht. Auch negative Rezensionen haben ihren Wert und sollten normalerweise dann mehr erwünscht sein als Jubelrezensionen ala „Das Buch ist super, das Cover gefällt mir und die Schriftart ist angenehm.“.

Die Kosten der Autoren bzw. Verlage sind sicherlich nicht zu vernachlässigen, aber gehen wir mal für den Autor von Kosten i.H.v. 30 € inklusive Versand (ich denke bei üblichen Buchformaten ist das bereits sich gegriffen) aus, dann ergeben sich Gesamtkosten von 600 € für solch eine Rezensionsaktion á 20 Büchern. Bei Verlagen sollte der Selbstkostenpreis inklusive Versand ja dann weit unter den 30 € liegen. Wenn ich dagegen dann wirklich aussagekräftige Rezensionen rechne, sollten diese wohl mehr als 30 € wert sein. :wink:

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Ich lese hier so viel Kluges und Zutreffendes. Seitdem ich bei Vorablesen bin, habe ich noch keine solch interessante Diskussion gelesen. Nochmals danke. Vorwärts Feedback-Kultur :wink:

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Ja, durchaus.

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Du bringst es auf den Punkt. Touché! Danke, so gut konnte ich es nicht formulieren.

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Och Mann, jetzt habe ich den Tee auf den Bildschirm gespuckt…

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Ich hab vor etwa 9 Jahren eine damals sehr engagierte Buchbloggerin kennengelernt. Als sie mich 2 oder 3 Jahre später in Graz besuchte, war sie gerade dabei, das Bloggen aufzugeben (was schade war, sie hat sehr schöne Interviews und tolle Rezensionen gebracht). Sie hat mir erzählt, dass es einfach nicht mehr möglich sei, sich mit ehrlichen Rezensionen durchzusetzen. Sie fand v.a. die Selfpublisher schlimm, die sich gegenseitig Rezensionen schenken und angeblich gegenseitige Pseudokäufe machten, um im Ranking zu steigen. Eure Erzählungen haben mich jetzt wieder dran erinnert.

Würdest du das etwa nicht so machen? Dich auf einer Plattform neu anmelden, die eigenen Bücher alle mit 5 Sternen bewerten - und dann nie wieder von sich hören lassen …

:stuck_out_tongue:

Ist einer der Gründe, warum ich keine Selfpublisher lese…

Insgesamt schade, wenn Blogger / Rezensenten dazu getrieben werden, alles hin zu schmeißen. Denn da muss einiges vorfallen - ehe man ein wirklich schönes und interessantes Hobby aufgibt.

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Das ist in meinen Augen schlimm und sogar katastrophal…

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