Kritische Bewertung – Auswirkungen?

Du warst ursprünglich erst weiter unten genannt.

Ich hab das salopp formuliert, Daten hab ich dazu keine. Die Stadtbücherei macht manchmal einen Bücherflohmarkt für Bücher, die ausgesondert werden, es landet also nciht direkt auf der Müllkippe. Aber ich mache mir keine Illusionen, was mit unverkäuflichen Restauflagen von Verlagen passiert oder der Palettenware, wenn sie nicht verkauft wird. Recycling/Entsorgung ist oftmals billiger als Lagerung und Ramschverkauf.

Fakt ist, dass zwar einzelne Bücher gern gesehen werden, weil man ein zweites Exemplar gut ausleihen könnte, aber die Masse der Gaben ist einfach nicht zu bewältigen. Und es gibt wirklich diese Wiedergänger, die man selbst bereits aus dem öffentlichen Bücherschrank geholt hat, zurückbringt und die von dort jemand als Bücherspende weiter transportiert …

1 „Gefällt mir“

Wart mal ab, wenn die Verlage erst Palantir einsetzen :wink: (nur ein Scherz, ich weiß von nichts dergleichen.)

1 „Gefällt mir“

Vielleicht schaffen sie das bei 20-Jährigen - ich sperre mich nach Kräften … :squinting_face_with_tongue:

1 „Gefällt mir“

Ja aber warum denn? So wird effektiv Lagerfläche gespart und die Bücher finden ja häufig noch Liebhaber, die sich den vollen Preis oft nicht leisten könnten.

@buchdoktor Papierknappheit ist ein Problem der Nachhaltigkeit, das sehe ich auch und viel Schrott ist auch das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde, aber irgendwo finden sich doch trotzdem immer noch Nischen die dafür eine Nachfrage generieren. Aber da stören mich ehrlich gesagt die meisten Zeitschriften mehr als Bücher, wenn man schon mit Nachhaltigkeit anfängt.

Natürlich hat der schnelle Markt seine Schattenseiten, aber gleichzeitig finde ich es super, dass wieder mehr gelesen wird. In meiner Jugend galt ich als Leseratte als totale Außenseiterin und klar, natürlich geht es jetzt auch darum, dass das Regal möglichst hübsch anzusehen ist, aber letztendlich ist mir das doch lieber, als wenn die Kids nur noch am Handy sitzen oder einen E-Reader haben.

@simonef Ja, es wird sicher auch einiges entsorgt und hoffentlich recycelt werden, aber das Risiko ist halt dabei. Anders wird es nicht werden und durch den Kostendruck müssen die Verlage ja besser im Kalkulieren werden. Ich verstehe aber die Kritik daran. Nur “alte Bücher” aus Auflagen von anno Tuck verbrauchen halt auch Kapazitäten sprich: Lagerfläche, Energie für “artgerechte” Lagerung, etc.

1 „Gefällt mir“

Naja, es gibt ja schon Tendenzen. Im Sommer ist die Abnahme leichter Sommerromantik höher, im Herbst/Dezember eher weihnachtlicheres.. aber ja, eine komplette Vorhersage ist ohne Spionage-Software natürlich nicht möglich :smiley:

Danke!

Thema Sammeln - Ich habe weit über 1.800 Bücher mit Katzen als Thema. Krimis, Romane usw. Dann ungefähr so viele Kochbücher wie Du Bücher. Und alle Stephen King, teils in unterschiedlichen Ausgaben.

Und genau das ist dann Grund genug gewesen, das mit dem Umzug zu ändern. Insgesamt haben wir weit über 4.000 Bücher eingepackt und geschleppt. Mein Mann war total baff, dass ich beim Planen des Hauses das Bücher-/Lesezimmer gestrichen habe.

Darum finde ich ja Print-on-demand so charmant, das hoffentlich immer mehr Zulauf bekommt, gerade in Nischen ist das eine echte Chance. Klar, die Ausstattung wird dann nicht fancy sein, aber das muss es auch nicht. Thalia, Pustet und Co. gehen hier ja mit großen Schritten voran.

Weil, wie gesagt, in dieser kurzen Zeit die Bücher nicht mehr wertgeschätzt werden und das finde ich traurig.

1 „Gefällt mir“

Ja gut, man wächst mit seinen Aufgaben :smiley:

Ich bin definitiv nicht an einem Punkt, wo ich reduzieren möchte, vielleicht kommt das noch. Aktuell ist es bei mir so, dass ich feste Autoren hab, die fast immer einziehen und dann hab ich ein “Frustbuch-Budget” für Bücher wenn es mir schlecht geht, als Alternative zu Frust-Essen-Bestellen. Hilft ganz gut.

@simonef Ich mag das auch gern, nur ist häufig leider davon die Druckqualität nicht so gut. Ich bin da aber auch mega empfindlich, bin auch gar kein Fan vom Drachenmondverlag weil ich von deren Prints Kopfschmerzen kriege.

1 „Gefällt mir“

Hm, ich denke, das hat nichts mit Wertschätzung an sich zutun, sondern eher mit dem Vermögen für Bücher den vollen Preis zahlen zu können oder nicht. Bücher sind ein absolutes Luxusgut, schon immer gewesen und werden es auch immer bleiben und da finde ich es eher positiv, dass der produzierte Überschuss noch die Möglichkeit hat Liebhaber zu finden.

1 „Gefällt mir“

Ich lese in einem schlechten Jahr 75 Bücher. Das summiert sich blitzschnell.

Zudem ist es für die Verlage ein Verlustgeschäft, das muss man klar so sehen. Ich hab mal einen Beitrag gesehen, wo ein Verlagsmitarbeiter aus dem Nähkästchen geplaudert hat, welcher Anteil am Buchpreis für welche Kosten draufgeht. Da bleibt erschreckend wenig beim Verlag hängen. Man muss zudem noch bedenken, dass Bücher auf Kommission geordert werden, also jederzeit Restbestand an den Verlag zurückgegeben werden kann. Die Verlage tragen ein hohes Risiko, kein Wunder, dass der Markt so umkämpft ist.

2 „Gefällt mir“

:smiley: das kann ich toppen. Wahrscheinlich hab ich deswegen auch trotz 3 onleihe-Zugriffen, Rezensionsexemplaren und monatlich 5 bis 8 Neukäufen immer das Gefühl, dass es noch mehr soooo tolle lesenswerte Bücher gibt.

Ich toppe es ja auch. Beachte, ich schrieb “schlechtes Jahr”.

Sonst wäre meine Zahl Bücher vom Umzug ganz schwer zu erklären.

Edit: Die 75 hab ich dieses Jahr schon voll - und es ist Mai.

Ich erlebe es eher so, dass Leute (gerade auch Schüler:innen), die sehr viel lesen, sehr erfinderisch sind, Bücher schnell zu beschaffen - und dann eben kurz nach Erscheinen schon versorgt sind. Von der Warteliste in der Onleihe, dem Lesen in der Mutttersprache, in der ein Buch evtl. schon Monate vorher erscheint, bis zum Kauf, den die Oma finanziert, weil sie begeistert von der lesenden Enkelin ist.

Hallo, ich schreibe auch tendenziell meist sehr gute Bewertungen, weil ich natürlich die Bücher aussuche die mich interessieren. Da kommt es dann trotzdem vor, dass mir mal eines nicht zusagt. Von einer Autorin von der ich bis dato sehr viel mochte, habe ich ein einzelnes Band mal mit 2 Sternen bewertet, weil es mir garnicht zugesagt hat. Was natürlich schade ist, aber einfach passieren kann. Ich konnte nochmal eines von ihr lesen als Gewinn in einer Runde. Also nein negative Auswirkungen habe ich nicht gemerkt. Aber, wie du auch, war meine negative Bewetung freundlich und sachlich begründet. Natürlich kein “was ein sche***” sondern “mir persönlich gefiel das und das nicht, weil…”

Ich finde es nicht undankbar, wenn man ehrlich ist. Aber höflich und freundlich kann man auch bei negativen Rezensionen sein. Aber wenn ich hier lese wie du schreibst, gehe ich mal davon aus, dass du das auch definitiv warst :blush::wink:

Ich sehe eher ein Problem darin, dass niederschwellige Angebotre wie öffentliche Bücherschränke Betreuung benötigen, weil sehr viele Leute sich in einem unsortierten Wust nicht zurechtfinden. Die Nutzung steht und fällt dort mit einer inhaltlichen Sortierung. Und ich stelle immer wieder fest, dass gerade Nutzergruppen, die wenig Geld haben, Büchereien nicht niederschwellig finden. Die man z. B. in Präsenz vor Ort benutzen könnte, wenn man keine Gebühren zahlen will.

Dann haben wir zumindest dieses Jahr das gleiche Tempo :smiley: Bei Umzügen muss ich meine Freunde immer sehr doll bestechen, damit mir geholfen wird. Die endlosen Bücherkisten werden nicht gern geschleppt…