Kritische Bewertung – Auswirkungen?

Da bin ich ganz deiner Meinung, und ich denke, dass einige Autoren echt ein bisschen Kritik hören sollten, bevor sie ihr nächstes Buch veröffentlichen.

Ich denke nur: wenn ich meinem Lieblingsautor zufällig begegnen würde, würde ich ihm vielleicht sagen, wie toll ich seine Bücher finde.

Wenn ich einem Autor begegne, den ich nicht besonders mag (oder besonders nicht mag) würde ich ihm vielleicht nicht erklären, wie mangelhaft seine Bücher sind, auch wenn ich ganz höflich bin…

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So ist es ja auch im wahren Leben: Man kann zu einer Kollegin oder einem Kollegen sagen “Tolle Präsentation, das war wirklich interessant” oder “Toll, wie Du das Problem gelöst hast, so souverän und pragmatisch”. Wenn man jedoch sagt “Ich fand Deine Präsentation langatmig und inhaltsleer” oder “Als das Problem aufkam hast Du überfordert und unprofessionell gewirkt” ist man gemein …

Ganz ehrlich - die Beschreibung Deines Zwiespalts könnte von mir sein! :joy: Mir geht es ganz genauso, ich hadere mit mir selbst, wenn mir ein Buch nicht gefällt und bin eher unglücklich über die Situation. Denn die Möglichkeit, ein geschenktes Buch vorab zu lesen ist ja wirklich großartig!

Um dem aus dem Weg zu gehen, lese ich die Proben, mache mich über die Autoren schlau und bewerbe mich eigentlich nur, wenn ich relativ sicher sein kann, dass mir das Buch/die Thematik gefällt.

Allerdings kann man sich darauf nicht wirklich verlassen. Gerade neuerdings habe ich eines von einer meiner Lieblingsautorinnen als Prämie ergattert, das mich absolut enttäuscht hat. Gefühlte zwei Drittel galten einer Umweltkatastrophe und von dem spannenden Krimi blieb eigentlich nicht viel übrig. Dann bewerte ich auch wirklich ehrlich. Zwar bereitet es mir keine Freude, aber ich finde, die Leser der Rezensionen sollen sich ein Bild machen können.

Ich bin absolut überzeugt, dass eine begründete kritische oder sogar negative Bewertung keine Auswirkung auf die Gewinnchancen hat. Bleib’ Dir treu! :+1:

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Ich bewerte ehrlich und vergebe in Einzelfällen auch einmal einen oder zwei Sterne, in den überwiegenden Fällen trifft man ja ohnehin das “richtige” Buch bei der Auswahl. Mittlerweile habe ich dazu auch eine entsprechende Anmerkung auf meinem lovelybooks-Profil, damit bei Anfragen an mich persönlich kein falscher Eindruck entsteht. Ich hatte leider auch schon beleidigte Autorinnen und Autoren, eine Dame hat sogar neue Profile angelegt, um eigenwillige Kommentare unter meine Rezension zu schreiben. Naja, jeder wie er möchte, ich schreibe keine Gefälligkeitsgutachten, sondern meine Meinung. Bei knapp 900 netgalley-Bestätigungen und regelmäßigen Rezensionsexemplaren von anderen Plattformen kann ich ebenfalls bestätigen, dass - sachlich argumentierte - negative Bewertungen keinen Einfluss auf weitere Gewinne/Zusagen haben.

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Ich habe hier gewonnene Bücher bereits mit allem von 1-5 Sternen bewertet und es hatte keinen Einflussa auf meine Gewinnchancen (soweit ich es gemerkt habe). Solange die Bewertung ehrlich ist und gerade bei allem unter 3 Sternen gut begründet, sehe ich kein Problem. Da du hier nicht vom Wohlwollen der Autor*innen abhängig bist, die dir einen Verriss übelnehmen könnten, solltest du dir also deine eigene Meinung selbst zugestehen und keine Rezensionen schreiben nur um zu gefallen.

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Es macht keinen Unterschied bezüglich der Gewinnchancen. Ich habe schon einige Verrisse geschrieben, ohne Wirkung in diese Richtung. Und an deiner Stelle würde ich mir keinen Kopf machen in Richtung Undankbarkeit. Was hier auf der Seite geschieht, nennt man Rezensionsmarketing. Es ist Teil des Vertriebskonzeptes und folgt der Logik, dass jede Rezension für ein Buch besser ist als gar keine, denn jede dient als Benchmark für die potentiellen Leseinteressent:innen. Ich mache es sogar so, dass ich auf Amazon nicht unbedingt die 5-Sterne-Rezensionen lese, sondern eher die mit zwei oder drei Sternen. Denen kann ich weit besser entnehmen, ob das Buch für mich interessant ist oder nicht als uneingeschränkt positiven Beurteilungen. Also: Nur Mut zur Ehrlichtkeit! Sie schadet weder dir noch dem Verlag.

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Ich stand auch schon einmal vor der gleichen Situation. Nach der Hälfte des Buches habe ich aufgehört und dann auch begründet nur einen Stern gegeben.

Ich habe auch nicht den Eindruck, meine Gewinnchancen damit zu verringern. Dafür bekommen wir Vorableseexemplare, um diese zu bewerten und dann muss der Verlag auch mit Negativbewertungen rechnen. Ich habe für mich entschieden, dass ich jedes Buch so bewerte wie es mir gefällt, egal ob positiv oder negativ.

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Also ich halte es mit Ehrlichkeit. Gefällt mir ein Buch nur “persönlich” nicht, weil ich mir was anderes darunter vorgestellt habe, beschreibe ich das genau so - auch wenn nur 1 oder 2 Sterne dabei herauskommen. Wenn ein Buch wirklich grottenschlecht ist, also z.B. unmöglicher Schreibstil, Inhalt der nicht dem entspricht was sein sollte, Protagonisten schlecht beschrieben werden, vergebe ich auch hier nur die Sterne, die es verdient. Auf die Gewinnchancen hat es sich bisher noch nicht ausgewirkt. Mal gewinne ich - mal nicht.

Willkommen bei vorablesen! Am besten, du suchst dir die “richtigen” Bücher aus😊.

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Wenn mir ein Buch nicht gefällt, werde ich keine positive Bewertung schreiben. Das habe ich nicht nötig, mich zu verbiegen, nur um alle paar Wochen ein Buch zu erhalten. Da aber die ersten ca. 20 - 40 Seiten vorabgedruckt werden, ist die Gefahr nicht groß, dass ich mich für ein Buch bewerbe, das mir gar nicht gefällt.

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Es ist toll, dass wir hier Bücher zur Rezension zu geschickt bekommen, aber das sollte nicht die Bewertung beeinflussen, ich finde, die sollte ehrlich, offen und konstruktiv sein.

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Ich habe hier nun nicht jede Meinung zu der Frage und damit zu Rezensionen gelesen. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass Rezensionen das wiederspiegeln sollten, wie ich als Leser das Buch empfunden habe, was hat mir gefallen, wie war es zu lesen, was hatte ich aufgrund des Klappentextes erwartet und wurde das erfüllt und so weiter. Ich schreibe keine Rezensionen aus Gefälligkeit, sondern meine ehrliche Meinung dazu und wenn ich ein Buch mal nicht so gut finde, weil Bücher natürlich auch dem persönlichen Geschmack unterliegen, begründe ich das auch. Es nützt niemandem etwas, Dinge zu beschönigen. Wenn ich mir ein Buch kaufen möchte und lese nur gute Rezensionen dazu, habe ich ja den Eindruck, das Buch ist wirklich gut, lese ich das dann und es enttäuscht mich frage ich mich auch, wie konnten alle anderen das gut finden? Ich finde, dass es für Autoren und Verlage auch ein Lernprozess sein kann Dinge zu ändern oder anders anzugehen. Bekommt ein Autor nur gute Rezensionen, vermittelt das wie ich finde den falschen Eindruck. Hier, bei Vorablesen such ich mir natürlich die Bücher aus, die ich gerne lesen möchte, daher fallen die Rezensionen oft natürlich gut aus, es gibt aber Bücher die ich echt nicht gut fand und die dann auch so bewertet habe. Währe schade, wenn das dann darauf hinauslaufen würde, dass ich als Vorableser nicht mehr ihn frage komme, das glaube ich aber nicht, die Authentizität zählt denke ich. Und anzählen würde ich Leser, wo man im Text liest, dass es wo abgekupfert ist, weil man deutlich sich wiederholende Sätze liest, oder eben die KI generiert geschrieben sind, man merkt es. Liebe Grüße

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Negativ-Kritiken finde ich genauso wichtig, solange sie gut begründet sind. Und manchmal greife ich gerade deswegen zum Buch - weil mich der Kritikpunkt reizt (unterschiedliche Geschmäcker) oder ich mir eine eigene Meinung bilden will. Bücher mit nur Topp-Rezensionen sind mir fast ein wenig suspekt…

Und Nachteile hier bei va hab ich noch nicht erlebt - eine ehrliche Meinung muss ja genau dies sein, in beide Richtungen.

„Ein Buch zu empfehlen fällt oft leicht, es in einer Rezension zu kritisieren oft viel schwerer.“

Interessanterweise ist es bei mir eher andersrum - mir fallen viel eher Kritikpunkte auf, während es mir bei tollen Büchern manchmal schwer fällt die Rezi mit mehr als zwei Sätzen zu füllen.

Aber mein Teebecher ist auch immer halb leer, liegt also vielleicht an meiner Grundeinstellung.

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Das kenne ich und ist bei mir genauso. Ich bin ein sehr kritischer Mensch und sehe immer als erstes die Schwachpunkte, was den Alltag mit mir nicht immer einfach macht. Als Software-Testerin ist das aber ideal gewesen (als ich noch arbeiten konnte).

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Gut zu wissen dass ich nicht die Einzige bin. Im Job fallen mir auch immer gleich die Schreibfehler, defekten Links etc. auf, im Privaten jeder Krümel, den die anderen übersehen - Fluch und Segen.

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Ich denke, das liegt einfach daran, dass man Dinge, die einem nicht zugesagt haben, genau benennen kann.

Hingegen ist es schwer zu sagen, was genau einem gefallen hat. (ist zumindest bei mir so)

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