Klassiker-Leserunde: Stolz und Vorurteil

Hallo zusammen,

morgen ist schon der 8. März und damit startet die Diskussion zum zweiten Teil bzw zum Buch als Ganzes. Ich bin gespannt auf eure Diskussion!

Ich habe zwar die Lektüre abgebrochen, lese aber trotzdem gerne hier mit. Ich muss außerdem gestehen: Ich habe auch den Film nicht zu Ende geschaut :see_no_evil_monkey:

Irgendwie passt es gerade so gar nicht mit Jane Austen und mir. Es ist thematisch nicht das, was mich momentan anspricht und ich bin auch nicht wirklich in Filmlaune (ich schaue etwa drei, vier Filme im Jahre. Wenn es gut läuft). Ich werde irgendwann bestimmt einen zweiten Versuch starten und wenn mich die Geschichte dann immer noch nicht packt, dann liegt es wohl an mir. Haha :sweat_smile:

Hach, wie schön. :blush: Elizabeths Meinung zu Darcy ändert sich. Und erst dadurch, dass Lady Catherine eine Verbindung zwischen den beiden nicht wünscht, erfährt Darcy von den geänderten Gefühlen Catherines. Das geschieht Lady Catherine recht. Da auch Bingley und Jane endlich zusammenkommen, gibt es sogar eine Doppelhochzeit. :smiling_face_with_three_hearts:

Und dann noch mein Lieblingszitat: “She remembered that he had yet to learn to be laughed at, and it was rather too early to begin.”

Ich habe ja die Schmuckausgabe gelesen und meine Meinung dazu ist, dass die verschiedenen zusätzlichen Zettel im Buch für mich eher nervig beim Lesen waren. Ich sah da keinen Mehrwert. Zusätzlich war es ja nicht im Stil des Buchs gehalten, was ich schade fand. Einzig die Karte von London fand ich interessant. Ansonsten wäre es mir lieber gewesen die Sachen wären im Buch fest integriert gewesen.

Ich war erstaunt, dass beide Filme am Ende so viel vom Buch weglassen.

1 „Gefällt mir“

Ich fand den zweiten Teil irgendwie zäher als den ersten. Lag vielleicht daran, dass mich Mrs. Benett und Lydia sehr genervt haben. Soviel Dummheit war für mich nur schwer zu ertragen.

Die positive Entwicklung von Mr. Darcy hat das jedoch wieder ausgeglichen.

Insgesamt war es schön das Buch nach so langer Zeit wieder zu lesen. Da ich mich nicht mehr an viel erinnert habe, war die Handlung relativ neu für mich. Aber ich glaube ein drittes Mal werde ich das Buch nicht mehr lesen.

1 „Gefällt mir“

Ich fand es ziemlich erstaunlich und auch erschreckend, wie rasch sich die öffentliche Meinung in die eine oder andere Richtung dreht und wendet. Das wurde hinsichtlich Wickham und auch Darcy deutlich. In Bezug auf Elizabeth würde ich dabei allerdings einen gewissen Lernprozess sehen. Auch der Gedankenaustausch mit ihrer Schwester Jane hat mir gefallen.

Nun, Wickham war natürlich ein Blender. Sein gutes Aussehen und sein charmantes Benehmen waren sein Kapital. Als seine Verschwendungssucht und Unzuverlässigkeit zu Tage kamen, stürzte die Fassade ein. Mit Lydia hat er jedenfalls die perfekte Frau gefunden.
Was ich aber gar nicht verstehen kann, ist das Elisabeth und Jane die beiden finanziell unterstützen.

Einerseits ist Lydia Elizabeths Schwester, da fühlt sich Elizabeth ihr sicherlich verbunden. Zum anderen möchten sie und Darcy bestimmt nicht, dass Wickham durch weitere Schuldenmacherei auffällt und womöglich dem Ruf der Familie schadet. Charakterlich ändern wird sich Wickham wohl kaum.

Vielleicht unterstützen sie auch, um sich von ihnen abzuheben und sozusagen die größere Person zu sein, nach dem Motto der klügere gibt nach! Und ich glaube es war damals auch nicht üblich, Familie “leichtfertig” zu verstoßen, da hat man einfach zusammengehalten weil man musste.

Man muss sie ja nicht gleich verstoßen. Aber durch die Unterstützung wird das Leben auf Kosten von anderen ja nur unterstützt. Aber vielleicht war das früher tatsächlich anders.

Du setzt da Lernfähigkeit bei Lydia und Wickham voraus. Diese würde ich beiden absprechen.

Nein, an ihre Lernfähigkeit glaube ich nicht. Aber in meiner Welt gibt es keine Unterstützung fürs Nichts tun und das Ausnutzen von anderen.

Bei uns in der Familie unterstützt wir uns auch, aber das beruht eben auf Gegenseitigkeit.

So sehe ich das im Hier und Jetzt auch. Für mich ist das auch nicht anders vorstellbar. Ich denke, dass man beim Roman den gesellschaftlichen Rang und die damalige Zeit berücksichtigen muss. Darcy schützt so den Ruf der Familie Bennet, damit auch den von Elizabeth und ihren weiteren Schwestern, die ja auch noch standesgemäß unter die Haube gebracht werden sollen. Ruf, Ehre, gesellschaftliches Ansehen sind da sehr wichtige Werte.

3 „Gefällt mir“

Hier ging es damals viel um Ehre, geschäftliches und den sozialen Stand. Wenn ein ambitionierter Arbeiter die Tochter eines Akademikers heiratete, so stand man der Familie der Braut wegen den Stand oft näher. Selbstredend kam das kaum vor.

1 „Gefällt mir“

Da habt ihr wahrscheinlich recht, den guten Ruf und die Ehre und wie wichtig das damals war, habe ich aus dem Auge verloren.

1 „Gefällt mir“

Ich glaube auch , dass das ein sehr wichtiger Punkt damals war, die Ehre und den Ruf der Familie zu schützen und geschwisterliche Liebe, trotz aller Nervigkeit, ist bestimmt auch noch vorhanden.

Welche Bildung hatten die fünf Bennet-Schwestern eigentlich? Über irgendeine Form von Unterricht oder gar Schulbesuch habe ich nichts gefunden. Zumindest können ja alle lesen und schreiben, und Mary ist mit ihrem Bücherstudium beschäftigt.

Vielfach kam damals eine Gouvernante zur Familie oder die Eltern haben etwas beigebracht…

Dann vermutlich Vater Bennet, bei der Mutter kann ich es mir kaum vorstellen.

1 „Gefällt mir“

Soweit ich mich erinnere wird irgendwo erwähnt dass sie keine Gouvernante haben, ich denke die Erziehung würde dann wirklich von den Eltern und Verwandten geregelt. Des Onkel scheint ja einigermaßen gebildet zu sein.

1 „Gefällt mir“

Wird in dem Zusammenhang nicht die Mutter erwähnt, die das übernommen hat? Ich meine, das war im Gespräch mit Lady Catherine de Bourgh.