Da hast Du recht, das ist nicht das Verhalten einer Freundin.
Ich habe die Stelle gefunden (Kap. 18). Im englischen Original steht “insolent girl”. Ich würde es eher mit “unverschämt” übersetzen.
Danke. Das ist interessant.
Ja, darüber habe ich mich auch gewundert. Das ist wirklich nicht zu verstehen.
Das finde ich passend, das andere hat für mich nicht zu Jane Austens Wortschatz gepasst, sonst gefällt mir diese Schmuckausgabe sehr gut.
Ihn finde ich auch sehr gelungen und wenn ich nun das Buch lese, finde ich ihn auch in beiden Filmen, die ich kenne sehr gut besetzt.
Ansonsten bin ich von der Ausgabe sehr begeistert, so liebevoll gestaltet, mit den Karten die inneliegen oder einfach die Vögel und Blumen auf den Seiten, da fühle ich mich ein wenig wie in England auf dem Land.
Ja, er ist ja auch nach der Hustenszene, als er schließlich den Raum verlässt und Kitty sagt, sie könne nun nach Belieben husten, “fatigued with the raptures of his wife.”
Was mich hier nur wundert: Kitty müsste ihren Vater ja gut genug kennen, um seine Späße zu verstehen. Dennoch erwidert sie, verteidigend, dass sie ja nicht huste, weil ihr danach sei.
In meiner Ausgabe steht “Unverschämtes Frauenzimmer”. Gefällt mir persönlich auch nicht. Auf englisch ist es dann am besten.
Für mich ist es ja das erste Mal, dass ich dieses Buch lese, bzw. aufgrund von Zeitmangel wegen einer Häufung von Rezensionsexemplaren höre. Auch den Film habe ich bisher nicht gesehen. So bin ich noch ganz unbedarft. Aber ich bin erstaunt, wie kurzweilig das Buch ist, dass ich sonst sicher noch länger vor mir hergeschoben hätte. Da ich beim Bahnfahren und Spazierengehen höre, entgeht mir vielleicht das eine oder andere, da ich abgelenkt bin, aber im Großen ind Ganzen hatte ich denselben Eindruck wie ihr. Nur mag ich Elizabeth noch nicht so richtig. Ob das daran liegt, dass sie zu der Zeit als Frau aus der Rolle fällt oder daran, dass sie sich von ihrer Freundin wegen deren Heirat mit Collins entfremdet oder oder oder. Ich weiß auch noch nicht so recht, was für einen Mann sie gerne hätte. Sie braucht ja wohl einen, der wie der in Shakespeare’s “The Taming of the Shrew” ist. Denn dass sie ganz ohne Mann durchs Leben gehen will, kann ich mir irgendwie trotzdem nicht vorstellen.
Kitty macht nicht unbedingt den Eindruck, die “Hellste” zu sein. Ich finde, sie hängt sich sehr an ihre Schwester Lydia und lässt diese oft entscheiden (wobei Lydia jünger ist). Von daher ist sie in der Szene mit dem Husten wirklich beleidigt, sowohl wegen der Äußerung ihrer Mutter wie der des Vaters.
Ich glaube da denkt sie nicht drüber nach. Sie möchte ihr Leben leben und wenn ein Mann dazu kommt, ist es gut und wenn nicht ist sie auch alleine erfüllt.
Vielleicht hat bei Elisabeth im Unterbewusstsein Eifersucht mitgespielt. Ihre Mutter macht ja schon ganz schön Stress wenn es um einen Ehemann für ihre Töchter geht. Und dann hat Charlotte Lucas zuerst einen Ehemann.
Ich glaube auch, dass da Eifersucht im Spiel ist, aber nicht weil sie “übrig bleibt” sondern weil sie bisher Charlottes wichtigste Bezugsperson war und dann heiratet sie. Eigentlich müsste Elisabeth aber klar sein, dass Mr. Collin nur Mittel zum Zweck ist und Charlotte ihre Freundschaft jetzt um so mehr braucht.
Ich glaube sie hatte ihre Freundin einfach für genauso integer gehalten wie sich selbst. Sie dachte sie schwimmen auf einer Wellenlänge und Charlotte findet Mr C genauso lächerlich. Sass sie Sicherheit über Integrität und vermeintlich Glück stellt ist für sie unbegreiflich und das muss sie erstmal verarbeiten.
Ja, das ist natürlich auch möglich. Wahrscheinlich ist von allem ein bisschen dabei.
Also ich dachte ja, dass es am Hörbuch liegt, aber irgendwie komme ich auch beim Lesen nicht so richtig rein. Ist das jetzt ein Fall von “gutes Buch, aber zur falschen Zeit”? Hmpf. ![]()
Ich suchte heute Abend die neuen Bridgerton-Folgen durch und vielleicht bin ich dann mehr in Stimmung für Jane Austen. ![]()
Vielleicht trifft es einfach nicht Deinen Geschmack!
Das kann natürlich auch sein