Hier ist der Thread für alle, die im Oktober 2026 in der gemeinsamen Klassiker-Leserunde „1984" von George Orwell lesen möchten.
Zeitrahmen:
Lesezeitraum: 01.10. - 22.10.2026
1. Leseabschnitt: Erster Teil, Kapitel 1 bis Zweiter Teil, Kapitel 5; Diskussion ab dem 11. Oktober
2. Leseabschnitt: Zweiter Teil, Kapitel 6 bis Ende; Diskussion ab dem 22. Oktober
Ablauf:
Früher oder später mit dem Lesen zu starten, ist natürlich kein Problem. Wichtig ist bloß, dass erst ab dem genannten Datum mit der Diskussion zum jeweiligen Leseabschnitt begonnen wird. Ab dann sind Spoiler erlaubt! Bitte greift nicht vor, wenn ihr schon weiter gelesen haben solltet.
Dem Plan nach darf also ab dem 11.10 zum ersten Leseabschnitt diskutiert werden, ab dem 22.10 sprechen wir dann über den zweiten Abschnitt bzw. über das Buch als Ganzes.
Wie immer gilt: Alles ganz entspannt und kein Stress. Wenn es zeitlich mal nicht passt oder jemand noch einen Tag mehr braucht, einfach melden.
Ich hoffe, dass die Einteilung so passt. Ansonsten bitte melden.
Ich freu mich! Ich hab das Buch vor so 10 Jahren in der Schule gelesen, aber will es schon länger ein zweites Mal lesen und bin gespannt wie es mir diesmal gefällt. Ich hab es als sehr bedrückend, aber spannend in Erinnerung, also mal schauen… Auf jeden Fall ist es ein super Buch für Leserunden mit viel Diskussionsbedarf
Ich freue mich auch sehr auf die Leserunde! „1984“ ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich habe es schon mehrmals gelesen, aber das letzte Mal ist schon einige Jahre her. Angesichts der vielen unterschiedlichen Übersetzungen (siehe Wir lesen Klassiker! - Leserunde - #150 von simonef) bin ich sehr gespannt, welche Übersetzungen alle hier in der LR vertreten sein werden. Postet doch gerne, für welche Ausgabe Ihr Euch entschieden habt! Ich hoffe, ich halte es auf Englisch durch. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich meist zu faul bin, Bücher auf Englisch zu lesen, aber diesmal habe ich es mir fest vorgenommen.
Ich würde gerne mit dieser von Jan Strümpel übersetzten Ausgabe an der Leserunde teilnehmen. Das Buch liegt schon eine Weile auf meinem SuB, und dies wäre die perfekte Gelegenheit, es endlich zu lesen, sofern das okay ist.
Ich kenne es nicht und musste es gerade googeln. Es ist von 1983 und 6 Spiegel-Autoren vergleichen wohl die reale Situation Anfang der 80er Jahre mit der literarischen Vorlage. Interessant dazu fand ich die Seite
von 2015, in der die Autoren 30 Jahre später nochmals dazu befragt werden. Das ist auch schon wieder 10 Jahre her, und durch KI hat sich das nochmals rasant verändert. Ob sich die Meinung insbesondere von Meyer-Larsen inzwischen geändert hat? Ich muss ehrlich sagen, dass mich seine Meinung sehr erstaunt hat, um es milde auszudrücken, ich bin da eher bei Sternsdorff.
Orwell schrieb 1948 das Buch „1984“ zwar unter dem Eindruck seiner Erfahrungen aus dem spanischen Bürgerkireg, wo er als Freiwilliger auf republikanischer Seite kämpfte und die Konflikte diverser kommunistischer Strömungen hautnahm mitbekam. Sein Anti-Stalinismus hat sich damals ausgeprägt. Er musste schließlich sogar fliehen, weil er einer linksmarxistischen Gruppierung angehörte, die von den Sowjet-Kommunisten bekämpft wurde. Dennoch liegt meiner Meinung nach die Stärke des Buches gerade darin, dass es die Mechanismen totalitärer Regime generell identifiziert und beschreibt. Dadurch ist es heute genauso aktuell wie damals. Genau das fasziniert mich an dieser Dystopie so sehr. Als ich vor 7 Jahren im Magazin der Süddeutschen der Artikel
(leider paywall, ich hatte damals ein Print-Abo)
über die systematische Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Xinjiang las, hat mich das frapperend an „1984“ erinnert. Es gibt Umerziehungslager und eine totale Überwachung bis hinein die Wohnungen. Inzwischen gibt es ja viele Artikel zu den Thema, einen kleinen Einblick in dieses erschreckene Vorgehen gibt die Frontal-Reportage