Ich habe vor kurzem bei einer Buchhandlung ein als Leseexemplar gekennzeichnetes Buch auf dem Tisch, auf dem auch die Mängelexemplare lagen, gefunden. Da war noch so halb versucht worden den Sticker „Ihr persönliches Leseexemplar“ abzumachen.
Whoa, krass! Ich finde, sowas geht einfach gar nicht! Das sollte man echt den Verlagen melden, dass die Buchhandlung sich schon nicht an die Regeln hält…
Ich verstehe es echt nicht! So gar nicht. Ich liebe diese Möglichkeit Bücher zu lesen und wenn mir ein LEX vom Inhalt gefällt, ich es aber in der optik des nicht-LEX haben will, dann kaufe ich es. Hab ich tatsächlich schon mehrfach gemacht. Meine LEX wandern von mir immer weiter, meist zu Freunden oder in Wanderbuchpakete oder in den Bücherschrank.
Es ist ganz schön dreist von denen. Ich habe ein Foto gemacht und überlegt, ob ich dem Verlag ne Mail schreibe. War mir dann aber unsicher. Würdet ihr das noch nachholen oder meint ihr das ist vergebene Mühe?
Ich würde das machen, mit Angabe, welche Buchhandlung das war. Finde sowas krass dreist. Dann soll der Verlag halt selbst überlegen, was er damit macht.
Auf jeden Fall finde ich diese ganze Diskussion heftig, vor allem weil bei dem Besagten Buch, was die Diskussion ja auch losgetreten hat auch bei stand, dass es ein LEX sein wird. Ich hatte mal Punkte gesetzt und es stand da nur „Wir verlosen X Bücher“ und es war nen LEX, da war ich auch enttäuscht, hab am Ende das meine Cousine geschenkt und mir das Buch mit Farbschnitt noch gekauft…
Ich stelle meine gekennzeichneten Exemplare in unsere Ferienwohnung. Ich habe dort eine kleine Bibliothek für meine Gäste. Sie können die Bücher mit an den Strand nehmen zum lesen oder bei schlechtem Wetter darin stöbern. Das ist für mich eine gute Weiterverwendung für meine Bücher.
Das sollte man echt den Verlagen melden, dass die Buchhandlung sich schon nicht an die Regeln hält…
Das ist ja nur deine Vermutung. Theoretisch kann das Exemplar aus einer anderen Quelle (öffentlicher Bücherschrank) stammen und gemeinsam mit einer Masse anderer Bücher etikettiert worden sein … Ich habe auch schon für 3€ ein LE vom Wühltisch gekauft, weil mich das Buch (inhaltlich) interessierte …
Als Vorablesen-Userin denke ich eher vom Buch aus und meiner Aufgabe, sinnvolle Infos für evtl. Interessenten zu liefern. Aus dieser Position wünsche ich mir öfter weniger simple LE. Wenn das endgültige Buch (anders als das LE) zusätzlich einen bedruckten Vorsatz, Landkarten und Stammbaum enthält, würde ich das gern wissen, um es in einer Rezi zu loben. Ein Hinweis im LE wäre daher nicht schlecht …
Ich werde berichten, ob und wenn ja, was für eine Antwort ich bekomme.
Ich kann die Enttäuschung auch verstehen. Wenn man schon länger in dem Thema drin ist, hat man ja oft genug mitbekommen, dass Bücher dann ohne Farbschnitt kamen, weil das Buch schon in die 2. Auflage gegangen ist und der Versand der Rezensionsexemplare verzögert wurde. Dann rechnet man mit so etwas vllt mehr oder liest nochmal genauer nach.
Ich fände es schon komisch und auch nicht besser, wenn eine Buchhandlung dahergeht und dann beliebige Bücher aus nem Bücherschrank nimmt, um sie dann als MEs zu verkaufen.
Naja, in einer Buchhandlung in einem Wühltisch erwarte ich schon, dass die Buchhandlung die Bücher auch kontrolliert hat. Es kann auch sein, dass der Verlag den Weiterverkauf als ME erlaubt, aber das wissen wir als Endverbraucher ja nicht.
Sofort melden! Ich habe im Buchhandel gearbeitet. Das ist nicht erlaubt. Diese Leseexemplare bekommen die Buchhandlungen,um das selbst zu lesen und damit besser verkaufen zu können.
Nö, es gibt Aktionen, bei denen klar ist, dass diese Menge an Remittenden nicht aus dieser Filiale stammen kann, sondern z. B. zugekauft ist. Etwa, wenn die Buchhandlung hunderte englische Remittenden anbietet, die vorher nicht im eigenen Angebot waren.
Ich glaube, dass der Verkauf von LEX nicht gestattet ist, ist hier ja allen bewusst. Es ist die Diskussion aufgekommen, wie Bücher markiert werden (sollten) da ein paar Nutzer einen Aufdruck auf einem LEX von Vorablesen bemängelt hatten.
Um den Versand-Thread nicht weiter zu belasten, hab ich mal hier ein neues Thema eröffnet.
Das finde ich jetzt etwas überspitzt. Die Buchhandlung holt ja nicht Bücher gezielt aus dem öffentlichen Bücherschrank, sondern auf dem Wühltisch finden sich gemischt eigene Ladenhüter, zugekaufte ME und einzelne LE. Die LE gehen durch viele Hände und sind vermutlich keiner Person mehr zuzuordnen.
Mir geht es oft so, wenn ich Bücher tausche, dass ich weiß, wem ein Buch ursprünglich gehört hat, die Person weiß es aber selbst nicht mehr, es sind praktisch herrenlose Bücher. (Ich amüsiere mich gerade, weil ich diese Diskussion vor 10 Jahren schon auf einer Plattform geführt habe. Mir wurde da eindringlich vorgehalten, dass es nicht sein kann, dass ich ein LE von einem ME-Tisch gekauft hätte. So etwas gäbe es nicht. Gibt es ja offenbar doch …)