Eigene Rezension durch KI überarbeiten lassen

Richtig verwendet, ist KI unglaublich mächtig. Mein Mann nutzt es berufsbedingt sehr viel, und wenn man wirklich damit umgehen kann, die Prompts präzise formuliert (und am besten auf englisch, weil die deutschen KIs schlechter sind bzw. in Hintergrund erst mal übersetzt werden), ist es überwältigend und auch besorgniserregend, was KI bereits heute kann. Seinen Studenten stellt mein Mann zB keine Programmieraufgaben mehr, weil die Studis das sowieso alles von KI machen lassen würden. KI wird, ob wir wollen oder nicht, in wenigen Jahren unser Leben revolutionieren. Dennoch mache ich mich davon frei, solange es noch möglich ist, und nutze lieber mein Gehirn, um Aufgaben anzugehen.

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Ich muss gestehen, dass ich mich da wirklich nicht gut auskenne, finde die Entwicklung aber tatsächlich tendenziell auch eher besorgniserregend.
Richtig genutzt kann sie vielleicht eine Hilfe für diverse Themen sein, die Frage ist für mich aber, ob sie eben auch richig und sorgsam genutzt wird.

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Ich gehöre auch zu dieser aussterbenden Spezies. Allerdings hat KI auch bei der Googlesuche Einzug gehalten.

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Leider. Da kommt schon mal richtiger Unsinn raus. Deshalb schaue ich wie bisher bei der googel-suche immer div. Links durch, wie früher auch.

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Deswegen bin ich nicht bei Google.

Ich bin ganz deiner Meinung.

„Bin ich eigentlich die einzige, die noch nie eine KI-Anfrage gestartet hat?“

Nein, wir sind mindestens zu zweit! :slight_smile:

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Ich bin vollkommen überrascht, wie viele der hier teilnehmenden User schon KI benutzen. Ich komme bisher ohne KI aus. Ich finde den Hype zu KI auch schlimm. Vieles was in den Medien als KI bezeichnet wird, ist nicht wirklich KI. Natürlich ist KI in vielen Bereichen sinnvoll und nützlich einzusetzen, aber ich habe gewisse Zweifel, ob das auch für die Literatur gilt.

Dieser Text ist garantiert ohne KI geschrieben worden, wie Ihr vielleicht an der häufigen Wiederholung des Begriffs KI schon sehen könnt. Falls mir jemand einen Gefallen tun kann, lasse den Text bitte von KI überarbeiten und schicke ihn mir (in Form einer Antwort) zu.

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Hier die Überarbeitung von ChatGPT (Auftrag: eloquente Formulierung):
„Ich bin erstaunlich überrascht, wie viele der hier teilnehmenden Nutzer bereits KI verwenden. Bislang komme ich gut ohne KI aus. Den Hype um Künstliche Intelligenz empfinde ich ebenfalls kritisch. Vieles, was in den Medien als KI bezeichnet wird, entspricht meiner Ansicht nach nicht wirklich der Technologie. Natürlich bietet KI in vielen Bereichen sinnvolle und hilfreiche Einsatzmöglichkeiten, doch habe ich erhebliche Bedenken, ob dies auch für die Literatur gilt.“

Sehr lustig finde ich „erstaunlich überrascht“. Würde kein normaler Mensch sagen. Auch der Rest ist…naja…Vielleicht wird es mit anderen Schlagwörtern besser, aber ich bleib doch nach wie vor bei menschlicher Intelligenz.

Noch merkwürdiger wird es, wenn man die KI nun kritisiert bzgl. „erstaunlich überrascht“: Dann kommt als Antwort:
„Danke für das Feedback. Hier ein neuer Vorschlag mit weniger drama-toktonischer Wortwahl und mehr Klarheit:“ Was bitte sehr, ist denn drama-toktonisch? Hat das außer der KI schon mal jemand gehört :rofl: Die KI hat ja schon fast Loriots Humor :grin: (im neuen Vorschlag lässt KI das „erstaunlich“ einfach weg).

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Über diese Formulierung war ich auch erstaunlich überrascht. :rofl:

Wahahahaha :rofl: :rofl: :rofl:

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Also um Rechtschreibung zu prüfen gibt es wirklich jede Menge Alternativen, dafür muss man es nicht durch die KI jagen. Manchmal kann man es auch direkt im Computer oder im Browser einstellen, dass getippter Text kontrolliert wird. Ich schreibe meine Rezensionen mit Browser-Microsoft-Office-Funktion in Word vor, ich glaube, das ist kostenlos und da wird auch Rechtschreibung und Grammatik durchgehend kontrolliert und ich meine, der markiert mir teilweise auch „unnötige“ Füllwörter.

Ich finde auch wichtig, seine Fehler mal zu sehen, dann lernt man auch eher daraus, als wenn es automatisch korrigiert wird. Ganz wichtig finde ich es auch, einfach am Ende nochmal die Rezension durchzulesen.

Und KI vertraue ich nur im Maßen. Der gibt auch viel Müll von sich, sobald man schwierigere Fragen stellt. Entweder merkt man es nicht und übernimmt falsche Informationen oder man merkt es und muss trotzdem wieder selber recherchieren, hat dann nur Rechenleistung verschwendet.

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Das sind wichtige Aspekte, die in den meisten Diskussionen leider viel zu kurz kommen, bzw. einfach ignoriert werden. Da stimme ich Dir vollkommen zu.

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Finde ich auch völlig unnötig, da eine Rezension doch von den eigenen Worten lebt und nicht perfekt sein muss, sondern wiedergeben sollte wie man das Buch empfunden hat und ob man es weiterempfehlen würde usw. Ich bin eh kein Fan von KI und würde da auch nicht trauen. Die bringt teilweise eher Fehler rein, als zu korrigieren.

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Nein bist du nicht. Ich gehöre auch zu denen, die zwar die Namen kennen, die KI aber nicht nutzen. Jedenfalls nicht willentlich. Heute hatte ich tatsächlich (dienstlich) den ersten Anruf einer KI. Gruselig. Und auch ziemlich sinnlos. Die Firma hat erreicht, dass ich komplett abgeblockt habe. Schade um die 3 Minuten Arbeits- und Lebenszeit. Künftig lege ich gleich auf.

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Die gängigen Modelle wie ChatGPT überprüfen gar keine Informationen sondern sagen einfach die Wahrscheinlichkeit der nächsten Zeichen voraus. So arbeiten Large Language Model vereinfacht gesagt. Deswegen denken die sich auch immer wieder totalen Schwachsinn aus, die jeder denkende Mensch als Humbug enttarnen kann. Am schlimmsten finde ich, dass sich die KI auch Quellen ausdenkt, wobei ich so schon den ein oder anderen Studenten entlarvt habe…

Es gibt auch Fakten-Check-KI, ich habe beispielsweise Zugang zu einer im medizinischen Bereich, wo man allerdings eine Berechtigung nachweisen muss in Form eines Berufs in dem Bereich. Dort ist dann aber eine feste Datenbank hinterlegt, die immer wieder aktualisiert werden muss und aus der die Fakten genommen werden.

@simonef ich bin da ähnlich wie dein Mann unterwegs. Wenn man die Grenzen und Gefahren kennt, gut promptet und die ausgespuckten Fakten nicht ohne Sinn und Verstand verwendet, kann es eine ganz schöne Erleichterung sein.

So geht es meinem Mann (Prof) auch, und es ist erschreckend, wie arg- und kritiklos viele Studenten - die ja eigentlich die geistige Elite des Landes sein oder werden sollten - KI-Antworten in ihre Arbeiten übernehmen. Das dürfte in den nächsten Jahren die wichtigste Aufgabe werden: Die kommende Generation bereits früh in der Schule in kritischem Umgang mit der KI zu schulen. Man wird in Zukunft mit KI leben müssen, ob man will oder nicht, und deren Handhabung lernen müssen. Wenn ich allerdings sehe, wie lange es nun schon das Internet gibt und wie wenig sich im Bereich Datenschutz und einheitlicher Standards zu Jugendschutz, Schutz vor Hassrede, Fake-News, Bots, Cybercrime usw. getan hat, habe ich erhebliche Sorgen, dass wir das bei KI in vertretbarer Zeit in den Griff bekommen. Ich mache mir keine Illusionen, dass der überwiegende Teil der Leute die KI ohne Sinn und Verstand nutzen wird.

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Ich bin erst seit zwei Jahren als Dozentin (Doktorandin) tätig, aber mich wundert bei den Studis gar nix mehr. Elite ist das schon lange nicht mehr und ich habe nicht mal die Erstis sondern die Studis kurz vor Ende des 4-jährigen Studiums… Typische Klausursituation: Schreiben Sie zwei Antworten. Studierender schreibt mehr als zwei und wundert sich dann, dass nur die ersten zwei gezählt werden.
Ich hatte auch schon die Diskussion: Aber ChatGPT sagt das anders! Wo ich dann mit Quellen belegen „musste“, dass ich recht habe und nicht das LLM.

Es muss wirklich sehr viel gemacht werden und ich bin immer wieder erschrocken, wie sehr die Lehrer da alleine gelassen werden. Eine mir bekannte Lehrerin hatte eine Fortbildung zum Thema KI zur Generierung von Arbeitsblättern und als sie nach Urheberrecht gefragt hat, meinte die Dozentin nur, dass es da kein Urheberrecht gibt, wenn es mit KI erstellt ist… Totaler Humbug! Es gibt mehrere Klagen bspw. gegen ChatGPT zu genau dem Thema.
Ich könnte mich da wirklich lang und breit drüber auslassen, aber möchte KI nicht nur verteufeln. Tatsächlich arbeite und forsche ich grade im Bereich der praktischen Anwendung von Algorithmen und es hat auch einfach soooo viel positives Potenzial! Aber es braucht immer noch einen geschulten Anwender.

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Genau das ist der Punkt, der kritische Blick auf die Ergebnisse der KI. Ich nutze ChatGPT manchmal, wenn ich mir zu einem Thema zunächst einen groben Überblick verschaffen möchte. Als nächstes schaue ich mir sehr genau die Quellen an und beurteile sie nach Seriosität, Stimmigkeit etc. Dazu braucht man natürlich Einiges an Erfahrung.

An einigen Stellen nützt die KI gar nichts, weil die Recherche nicht in die Tiefe geht und an Bezahlschranken oder nicht vorhandenen Accounts für Datenbanken scheitert. Und manchmal braucht es tatsächlich noch den Blick in ein gedrucktes Buch, in einem Fall, an den ich gerade denke, in ein altes Adressbuch, um eine Firmenhistorie zu rekonstruieren. Wenn solche Prints nicht online verfügbar sind, kommt man sonst nicht weiter.

Dass Studenten heute vielfach kaum das Rüstzeug für wissenschaftliches Arbeiten mitbringen bzw. sich nicht angeeignet haben, ist echt übel. Da wird heute einfach kein Grundstein mehr gelegt, was Quellenstudium und kritisches Hinterfragen angeht.

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Ich finde es besonders lustig, dass man die Quellen teils als Link anklicken kann und dann nur Error-Nachrichten bekommt.

Ja, kritisches Denken und Hinterfragen wird aber vielen leider schon in der Schule abgewöhnt, einfach weil dort schon Weg B nicht als richtig erachtet wird, wenn nur Weg A in der Musterlösung steht. Und im Studium wundern wir uns dann, dass die Studis nicht mehr eigentständig denken können und immer alles vorgekaut bekommen müssen. Naja, da könnte ich mich lang und breit drüber ärgern…

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Stimmt: ich weiß noch, dass wir einmal in Geschichte alle verwundert waren, über unsere schlechten Noten für eine Arbeit, weil wir Fragen richtig beantwortet hatten, und der Lehrer meinte, dass bestimmte „Stichwörter“ fehlen. Dass es nicht reicht die Gegebenheiten zu erklären, dass man auch die „Fachbegriffe“ nennen muss. Das macht zwar schon Sinn, ist jedoch auch etwas einschränkend.
An der Uni bei Literaturinterpretationen war es dann ähnlich: man musste „bewährte“ Argumente anführen, aus Sekundärliteratur, ganz eigene Analysen waren unerwünscht - unabhängig von Sinn oder Unsinn!

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