Duftsticker

Für mich wäre es eine Katastrophe, ich habe eine Duftstoff-Allergie und habe schon Probleme gebrauchte Bücher zu lesen, die in einem Haushalt waren, der normale Duftstoffe wie Parfum, duftende Reinigungs-& Waschmittel verwendet, da dieser Duft in die Seiten der Bücher zieht, ähnlich wie bei Büchern aus Raucher-Haushalten.
Unso größer die Katastrophe wenn dann die Buchhandlungen nach den Duftbüchern riechen.

Hoffe, der Trend wird keiner!

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Hallo,

ich persönlich halte davon leider gar nichts…Ich finde der Inhalt der Bücher ist und bleibt das wichtigste, als Sammlerin freue ich mich aber auch darüber, wenn Bücher zusätzlich noch toll gestalten werden (Farbschnittgestaltung, Vorsatz/Nachsatz…).
Beide Seiten von mir können aber so gar nichts mit einen Duftsticker anfangen. Im Gegenteil ich lieeeebe den eigenen Büchergeruch und finde, dass das nur eine neue Stufe von „immer mehr, immer besser, immer was neues“ ist, mit Bücherliebe so an sich aber wenig zu tun hat.
Das Traurige ist auch, dass Marketing so unkreativ ist…Soll heißen das was bei einem erfolgreichen Buch klappt wird auf alle anderen angewandt und ein Buch gleicht dem anderen. Als einmaligen Gag auf einem Buch würde uch das kreativ und cool finden (so wie bei Fitzek das mit der Schrift zum Abwischen), aber bei jedem Buch…?

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:upside_down_face: Das würde nicht passieren, weil man aktiv über den Sticker reiben muss und selbst der wildeste Rubbler könnte bestimmt keine Duftwolke verursachen.

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Stimmt, es fühlt sich an, als ob die Verlage ein wenig ihren Fokus verlieren.

:face_with_peeking_eye: Farbschnitte sind doch noch im Hype, ich versteh gar nicht, warum man jetzt schon weiter, weiter, weiter will.

Und warum ist es so wichtig optisch zu überzeugen, statt mit dem Inhalt?

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Was ich als Ausstattung bei Büchern wirklich schätze, sind Karten, Umgebungsskizzen, Grundrisse etc. Das hilft mir bei der Vorstellung immer sehr. Leider ist das immer noch Mangelware. Wenn diese dann auch noch schön gestaltet wären, bei größeren Landschaften ggf. sogar zum Auffalten, wäre das für mich ein echter Mehrwert. Das wäre optisch schön und würde den Inhalt des Buches ergänzen.

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Langfristig gesehen spricht gar nichts dagegen, weil sich auffällige Coverabbildungen dauerhaft einprägen. Mein Gedächtnis funktioniert jedenfalls so, dass ich mich erinnere, in welchem Buch, das ein oranges Cover hat, vor 30 Jahren eine Abenteuer samt Kutsche stattfand. Ohne die Farbe zu erfahren, müsste ich passen. Es funktioniert theoretisch auch im Negativen: das Buch mit grünem Farbschnitt, das nicht hielt, was das Äußere versprach …

Die meisten interessieren sich aber gar nicht mehr für Bücher, die älter sind als X Jahre.
:joy: Und bei 100 ähnlichen Farbschnitten ist auch die Erinnerung nichts wert. Da erinnert man sich ja viel mehr an das grüne Cover ohne Farbschnitt… welches nach Minze riecht. :joy::joy:

Da sagst Du es selbst - manche Bücher haben es vielleicht nötig, vom Inhalt abzulenken, nach dem Motto „aussen hui…“

Habe mit Grauen gesehen das selbst Kai Meyer jetzt in Neuauflagen mit Farbschnitt zu haben ist - der hat es doch nun wirklich nicht nötig.

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Das ein Buch ansprechend aussehen soll, kann ich durchaus nachvollziehen. Ich denke, die meisten potenziellen Käufer:innen greifen dann zu einem Buch, wenn sie auf den ersten Blick etwas anspricht (Autor:in, Cover, Titel oder mittlerweile auch der Farbschnitt). Die Optik ist nunmal der erste Filter, den wir in der Buchhandlung einsetzen, um uns in der Fülle an Büchern orientieren zu können.

Aber am Ende kann die schönste Optik nicht den Inhalt ändern, aber den kann man nunmal erst beurteilen, wenn man das Buch erworben hat.

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Bin gespannt, wie es werden wird. Kann es ja sowieso nicht aufhalten…
Aber in einem Supermarkt kann ich nicht durch die Waschmittel- und Reinigungsmittelabteilung gehen, da kriege ich sofort Atemnot und Kopf-Dussel und nach wenigen Atemzügen schon Schleimhautreizungen in Mund und Nase. Das riecht durch die Verpackung durch und da muß keiner dran reiben!
Bei den Büchern wird es bestimmt nicht so intensiv sein wie im Supermarkt :slight_smile: muß ich einfach hoffen.
Nur sehe ich als Duftstoff-Allergikerin halt, dass immer mehr Bereiche beduftet werden und das Leben dieser Allergiker weiter einschränken, während andere Länder z.B. skandinavische eher in die andere Richtung gehen und Duft vermeiden in öffentlichen Räumen und in Arztpraxen z.B. auch Luftreiniger verwenden und nicht noch zusätzlich Duftstäbchen aufstellen (wie es meine Frauenärztin tut, bei der ich nur mit FFP3-Maske ins Wartezimmer kann)…
Deshalb kam mir der Gedanke, dass Duft an Buchcovern absolut nicht notwendig ist…
Auch wenn ich der Meinung bin, dass der öffentliche Auftritt eines Covers sehr wichtig ist, damit das Buch überhaupt in die Hand genommen wird. Naja, vielleicht ist es nur ein Hype der vergeht… oder gar nicht erst großflächig umgesetzt wird.

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Ui, das klingt wirklich anstrengend und unangenehm.

:thinking: Ich glaube, dass bereits viele Betroffene Zweifel geäußert haben, da ist der Sticker zum entfernen schon mal ein guter Schritt.

An den „Erfolg“ der Duftsticker kann ich auch gar nicht glauben.

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Echt? Ich finde das grade einen interessanten Ansatz, die Bücher auch in der aktuellen Generation wieder bekannter zu machen. Ich hatte auf der LBM das Vergnügen etwas länger mit dem KAi Meyer reden zu können und er meinte, es gab einen richtigen neuen Verkaufsboost. Grade bei wirklich tollen Büchern mag ich es, wenn diese wieder bekannter werden. Vielleicht hat er es finanziell nicht unbedingt nötig, aber ich verstehe den Gedanken dahinter total!

Ich würde nicht sagen „statt“, sondern „zusätzlich“. Und zum warum: schau dir die Zielgruppe der Bücher an, die mit solchen Gimmicks angesprochen werden. Die leben ganz oft sehr viel in Social Media und da sind optische Hingucker eben ganz ganz wichtig, wenn ein Buch in die Kamera gehalten oder auf einem perfekt arrangierten Foto in Szene gesetzt wird.

Bei den Duftstickern ist das optische nicht so im Vordergrund, aber ich hab die Begeisterungsschreie mancher content creatorinnen schon im Ohr, wenn ich nur daran denke :laughing:

Da wäre ich auch dafür! Vielleicht kommt das ja irgendwann, allerdings bin ich da skeptisch, weil diese Bücher halt wieder eine ganz andere Zielgruppe haben.

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Ich bin da vermutlich anders gestrickt. Habe auch gerade Klammroth in der limitierten Neuauflage verhökert, weil ich mir das olle TB unter Pseudonym hab signieren lassen. Das fand Herr Meyer sehr amüsant…und ich freue mich über das Original.

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Ich finde es ein wenig trurig, wenn das Äussere immer entscheidender wird. Auch wenn ich nachvollziehen kann, das man so mehr Publikum erreicht. Da bin ich echt hin- und hergerissen.

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Und schon gibt es das nächste Feature: versteckter Farbschnitt, der je nach Blickwinkel ein anderes Motiv zeigt. Vermutlich ähnlich den Wackelbildkarten, die von oben/unten betrachtet das Motiv wechseln.

Ich verstehe auch nicht, warum man da bei uns in Deutschland nicht auch mehr Rücksicht nimmt. Und gerade eine Ärztin sollte da doch sensibilisiert sein. Selbst bin ich zwar nicht allergisch, aber ich mag künstliche Duftstoffe nicht und achte auch immer auf möglichst duftfreie Produkte. Ds ist gar nicht so einfach. Wenn es allerdings wie bei Dir medizinisch notwendig ist, das zu vermeiden, ist das wirklich heftig, und ich kann mir vorstellen, dass das oft zu Problemen führt. Drogerien müssen für Dich die Hölle sein. Ich habe mich erst gestern wieder geärgert, dass meine Einkäufe von der Drogerie Müller parfümiert riechen, obwohl ich nur Lappen etc gekauft habe, nichts mit Duft. Ds rieche ich schob, wenn ich daheim nur an der Einkaufstüte vorbeilaufe. Der Laden wird entweder beduftet oder riecht so stark nach der Parfümerieabteilung, dass alle Waren den Geruch annehmen. Bei DM habe ich das Problem nie, bei Müller immer, und es ist jedes Mal dieselbe Duftnote. Ich könnte mir daher vorstellen, dass über die Lüftung beduftet wird.

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Wie funktioniert das? Bei Hologrammen ist ja immer ein besonderes Material nötig, auf Papier geht das ja gar nicht so einfach? Und bei den Wackelbildkarten hat man ja immer noch so ein geriffeltes dickes Plastik drüber, zumindest bei denen, die ich noch aus den 80ern kenne.

Ich kenne da so Farbschnitte, wo man den Buchschnitt einmal neigen muss, um ein Motiv zu sehen. Und genau so wird das auch angebracht: Buschnitt neigen, fixieren, bemalen. So kann man dann insgesamt bis drei Farbschnitte anbringen, glaub ich.

Ich habe es zuerst bei einem Harry Potter Schuber vor über zehn Jahren gesehen, aber sowas existiert natürlich auch schon viel länger.

Edit: Fore-edge Painting heißt das wohl :smile: