Die neuen Leseproben - Juhu oder Buh?

Ja, solche Altlasten lagern hier auch. Meine Tochter ist letzten Sommer ausgezogen und hat nur die ihr liebsten Bücher mitgenommen. Nun sitzen wir hier mit ihren Büchern, die ich nicht lesen werde und die Platz wegnehmen. Habe ihr nun Zeit gelassen bis im Sommer, dann müssen sie weg sein. Ich finde, wer auszieht soll entweder die Bücher mitnehmen oder verschenken.

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ich habe auch ein handsigniertes von ihr. erstausgabe von servant of the bones in englisch

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Hui,da bist Du aber sehr konsequent. Ich glaube, das sehe ich lockerer. Wenn mein Sohn irgendwann mal in seine erste Mini-Studentenbude oder ein WG-Zimmer ziehen sollte, würde ich seine Sachen schon ein paar Jahre einlagern, bis er auch entsprechend Platz hat. Aber seine Wäsche würde ich dann nicht mehr waschen oder gar bei ihm saubermachen (wenn er bis dahin immer noch so ein Chaot ist, kommt er nach 3 Tagen allerdings nicht mal mehr unfallfrei bis zur Haustür…)

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Meine Mama teilt glücklicherweise meine Leidenschaft für Bücher und ist auch nicht so streng. Ich hatte mein komplettes Studium über noch mein altes Zimmer weitgehend unverändert im Haus meiner Eltern, wo aber auch genug Platz dafür ist. Als ich dann meinen Job angefangen habe, haben wir das Zimmer renoviert und umgebaut zu einem Büro mit Couch (offiziell KEIN Gästezimmer!) aber da der Raum 18 qm hat, ist noch einiges an Platz übrig, wo ich meine Bücher unterbringen konnte. Sie stehen da vor allem platzsparend, nicht schön und sobald ich nicht mehr auf 30 qm wohne, werde ich auch alle zu mir holen, aber mit einer halben Stelle ist das aktuell leider keine Option.

@simonef Meine Eltern haben es genauso gemacht, das war super. Ich verstehe aber auch, dass man den Platz sinnvoll nutzen will, vor allem wenn es eng zuhause ist. Ich denke, hätten meine Eltern nicht genug Zimmer gehabt, hätte ich auch schneller komplett ausziehen müssen. Ich glaube, dann müsste ich aber irgendwo noch einen Lagerraum anmieten, so viel Kram habe ich tatsächlich noch :sweat_smile::rofl:

Oh das war tatsächlich gar nicht an dich gedacht, sondern an leelo :slight_smile:

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Auf jeden Fall, das hängt immer von der konkreten Wohnsituation ab. Ich bin jetzt 44 und hab immer noch ganz viele Kisten aus der Kindheit bei meinen Eltern im Dachgeschoss. Das ist sowieso ungenutzt und es stört da keinen. Wenn man mehrere Kinder oder entsprechend selbst Geschwister hat, sieht es auch gleich nochmal anders aus, da wird es dann schnell zu viel.

Du wirst jetzt gleich aufschreien …!

Auch ich hatte bis zum Ende noch Kindheitskisten auf dem Dachboden bei den Eltern.

Als dann erst meine Mama starb, standen die auch noch. Dann starb mein Dad. Und ich hab irgendwann gewusst, dass ich das Haus ausräumen MUSS. Für die Psyche. Um zu entscheiden, was dann kommt.

Und weißt Du was? Ich hab ALLES weggeworfen.

Fühlt sich tatsächlich gut an. Befreiend. Was da 40/50 Jahre rumstand, hab ich ja wohl irgendwie nicht vermisst. Also brauche ich es auch nicht.

Und mal im Ernst - wer will mit dem alten Krempel noch spielen?

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Aufschreien? Nein, ich kann mir das gut vorstellen. Ich werde aus den vielen Kartons sicher nur eine Handvoll Erinnerungen wie alte Zeugnisse oder so behalten, wenn ich es mal ausräumen muss. Und klar, einige Dinge, die ich schimmelbedingt wegwerfen musste - Fotoalben, Abizeitungen, viele Erinnerungen an eine sehr glückliche Schulzeit, Tagebücher - schmerzen immer noch, aber wahr ist auch, dass ich in den letzten 20 Jahren selten bis nie reingesehen habe. Und die Fotoalben habe ich digitalisieren lassen und konnte sie somit erhalten und sie neu drucken lassen. Spielzeug etc. kann sowieso weg, schon aus Sicherheitsgründen würde ich das heute keinem Kind mehr geben, keine Ahnung, was da 30 Jahre in der HItze/Kälte auf dem Dachboden anrichten und was evtl. an Schadstoffen damals noch drin war.

Viele von Euch haben gute Eltern, die zulassen, dass ihr weiterhin bei ihnen einlagert.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es jetzt, nach dem Tod meines Mannes, mein Haus ist. Was bedeutet es hat auch keiner mehr ein Recht auf Einlagerware bei mir Zuhause.

Bücher verlassen mein Haus nach dem Lesen recht schnell wieder. Habe eben mal durchgezählt. 53 Bücher nenne ich momentan mein Eigen.

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Meine Tochter ist nicht in einer Mini WG, sondern im ersten Job und mit Platz. Die Bücher sind eher" ich werde sie nicht noch mal lesen, will sie aber nicht weggeben"…

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Oh schade, „Pearly Everlasting“ ist aus der Vorschau in 14 Tagen verschwunden. Darauf hatte ich mich sehr gefreut, da mich trotz der großen Auswahl in 14 Tagen nicht so viel gecatcht hat.

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Oh, Mist darauf hatte ich mich auch schon gefreut :sleepy:

Ja, möchte diesmal auch lieber das Hörbuch (wird hier ja auch angeboten). Ich höre Kling einfach gerne zu!

So, wie versprochen hier ein paar Eindrücke aus dem Spiegel-Artikel zu den englischen Büchern bei deutschen Verlagen.

Spannend fand ich, dass ein Aufhänger Sally Rooneys „Intermezzo“ war. Das Buch hat sich scheinbar in der englischen Fassung besser verkauft, als in der deutschen Version - also in Deutschland selbstverständlich. Der Autor des Artikels hat extra beim Verlag nachgefragt, weil er auch erst an eine urban myth dachte.
Dann wird natürlich auch erwähnt, dass immer mehr Menschen auch Serien im Original schauen und es daher logisch erscheint, dass sich das auch auf das Leseverhalten auswirkt - gerade auf die „jungen Genres“ wie YA, NA und Romantasy.
Also entsteht hier natürlich für deutsche Verlage das Problem, dass Menschen eher zum Original greifen und den Verlagen damit Gegend flöten geht. Die bisherige Strategie, die deutsche Übersetzung möglichst zeitgleich zu veröffentlichen, reiche nicht mehr aus. Es geht ja irgendwie auch darum, dass Menschen sich darüber profilieren, das Original gelesen zu haben und so dem Stoff näher sind. Da stellt sich ja ehrlich gesagt manchmal trotzdem die Frage, ob man mit einem deutschen Text nicht mehr anfangen kann.
Vorreiter sei dann nun der Hanser Verlag, der das neue Buch von T.C. Boyle auch auf Englisch veröffentliche - und zwar auch in vielen anderen Ländern. Interessant fand ich, dass Boyle im englischsprachigen Raum gar nicht so beliebt sei.
Als eigentlicher Grund wird dann die Buchpreisbindung deutscher Bücher genannt. Die Briten würden den deutschen Markt teilweise mit billigen Exemplaren fluten, die dann auch noch rabattiert werden könnten.
Aber auch diese Preisschlacht werde durch Verlage wie dtv durch die Deluxe-Ausgaben umgedreht.
Literatur sei ja auch immer irgendwie Stimmung, Gemütslage und Atmosphäre. Dann geht es auch noch ein wenig darum, dass man mit dem englischen Text vermeintlich näher dran ist, aber diese Intimität vielleicht durch die Sprachbarriere doch wieder verloren geht.

Ich fand den Artikel ganz interessant, aber so richtig weitergebracht hat er mich auch nicht. Scheinbar sind die englischen Ausgaben wirklich „nur“ ein weiterer Versuch ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu erhalten - wie eben auch die Schmuckausgaben.

Ich hoffe, dass ihr mit meiner etwas freien Zusammenfassung etwas anfangen könnt :see_no_evil:.

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Super, vielen Dank.

Evtl. muss man unterscheiden zwischen englisch gekauft und englisch gelesen haben. Wer heute in multinationalen Teams arbeitet, in denen z. B. 50% der Kolleg:innen keine deutschen Muttersprachler sind, staubt ja evtl. ein gelesenes Buch von anderen ab oder kauft es unterwegs auf Dienstreisen, d. h. das Buch ist bekannt, hat aber durch diese Person im deutschen Handel keinen Umsatz generiert.

Super, vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich bin allerdings im Zweifel, ob die Rechung aufgehen wird. Wenn Hanser Boyle in der EU auf Englisch verlegt, wird das US-Original dennoch preislich attraktiver sein, weil ohne Buchpreisbindung. Naja, wir werden sehen. Ich lese so oder so auf Deutsch. Ehrlich gesagt scheint mir das Lesen von englischen Originalen v.a. bei YA/NA eher ein Hype zu sein, bei dem man meint sich profilieren zu können, wenn man sagen kann, dass man ja ach so viel auf Englisch liest. Wenn ich manchen Jugendlichen hier so zuhöre, würde die ein oder andere Literatur auf Deutsch nicht schaden, weil es bei der Muttersprache hapert…

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Ich war auch schon immer etwas skeptisch, wenn man mir erzählt hat, dass man Serien auf Englisch schaut, das sei viel besser.
Ich lese ab und zu englische Bücher um auch bisschen drin zu bleiben. Für mich ist es was völlig anderes, als deutsche Bücher zu lesen und ich muss da auch regelmäßig Wörter nachschauen.

Das geht mir auch so. Wenn ich zu viel nachschlagen muss, verliere ich die Lust. Lesen auf Englisch ist für mich nicht entspannend. Ich kann mir allerdings schon vorstellen, dass es da Menschen, die Englisch fließend sprechen, anders geht, bzw. natürlich entsprechend bei anderen Sprachen. Ich habe seit dem Studium kaum noch Englisch gebraucht, auch nicht in der Arbeit, da mein Arbeitgeber nur in D/Ö aktiv war, und ich so gut wie nie verreise. Klar geht bei Filmen und Büchern in der Übersetzung viel verloren, gerade Wortwitz. Das fällt mir dann schon auch auf, wenn ich wirklich mal ein Buch auf Englisch lese.

Ich bin Englischlehrerin und habe daher täglich mit Englisch zu tun. Wenn Serien original Englisch sind schaue ich die dann auch so an. Da muss mein Gehirn gar nichts mehr umdenken, weil ich die Sprache fließend spreche. Bei Büchern lese ich sie dann auf Englisch, wenn es günstiger ist (meistens der Fall, dank Buchpreisbindung hier in DE) oder es z.b. Band 2 ist und ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht, der deutsche Band aber noch nicht raus ist.
Beim Donnerstagsmordclub hab ich z.b. Band 1 auf Englisch gelesen (war ein Geschenk), dann Band 2 auf Deutsch, weil es den hier auf vorablesen gab und dann wieder die nächsten Bände auf Englisch.

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Ich habe mit 16 angefangen mir Bücher auf Englisch zu kaufen. Weil die einfach um ein vielfaches billiger waren. Bis heute hab ich kein Problem damit Bücher auf Englisch zu lesen. Beruflich muss ich sowieso sehr viele englischsprachige Texte lesen. oder auch mal Videos auf Englisch anschauen. Ich lese sehr viel. Und achte nicht auf die Sprache. Denke dass es vielen Leuten so geht.

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