Die neuen Leseproben - Juhu oder Buh?

Bei den Kommentaren und Antworten, die ich hier lese, wundert mich nicht mehr, warum wissenschaftliche Erkenntnisse heutzutage kein Gewicht mehr haben. Hier, wie in der Gesellschaft allgemein, werden wissenschaftliche Erkenntnisse auf eine Ebene mit Gefühlen gestellt und als gleichwertig betrachtet. Das ist in meinen Augen sehr gefährlich, denn das eine wurde über jahrelange oder gar jahrzehntelange Evidenzsammlung etabliert und das andere hat kaum eine rationale Basis.

Auch zu behaupten, nur die Naturwissenschaften würden auf Mathematik beruhen, zeigt mir mindestens eine Unkenntnis, wenn nicht gar absichtliche disziplinbezogene Abwertung. Forschungserkenntnisse, die heutzutage mittels quantitativer Methoden gewonnen werden, beruhen auf mathematischen Berechnungen und zum Teil sehr komplexen statistischen Modellen.

Was mich hier besonders irritiert ist die Tatsache, dass eine Wissenschaftlerin hier namentlich herausgepickt und diskreditiert wird. Ich kenne diese Person (nicht persönlich, aber aus meinem beruflichen Umfeld) und weiß, dass ihre Arbeiten eine hohe Anerkennung im wissenschaftlichen Bereich genießen.

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