Dark Romance - jugendgefährdend oder halb so wild?

Ich persönlich lese kein Dark Romance, bekomme aber durch Instagram (oder YouTube) mit was da so inhaltlich abgeht. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Bücher auch „härtere“ Themen behandeln sollten, so also auch in Bezug auf Sexualität/Fetische/Beziehungen usw. Außerdem wird das Genre hauptsächlich von weiblich gelesenen Menschen konsumiert, was vermutlich mit der jahrzehntelangen Unterdrückung weiblicher Lust zusammenhängt. Frauen* haben (aus meiner Sicht) hier einen literarischen „Safe Space“ für sich gefunden um ihren Fantasien/ ihrer Lust, Raum geben zu können. Aus meiner Sicht kann das Genre für viele Leserinnen* also eine Möglichkeit sein weibliche Sexualität und Fantasien auszuleben, die gesellschaftlich lange tabuisiert oder abgewertet wurden.
Ich glaube deswegen boomt das gesamte (Dark-)Romance Genre so.

Was ich jedoch problematisch finde, ist der Umgang mit diesen „harten“ Themen bzw. wie diese Bücher vermarktet werden. Also Bücher die in das DR Genre fallen.
Mich stört, dass in vielen Büchern Gewalt (in allen Formen) romantisiert wird, Machtgefälle nicht genügend eingeordnet werden und häufig diese gesamte toxische Dynamik als „wahre Liebe“ etikettiert wird. Dabei hat Liebe absolut nichts mit Dingen wie Kontrolle, Stalking oder Besitzansprüchen zu tun, sondern beruht auf Respekt, Einverständnis und Vertrauen. Hier wird also aus meiner Sicht eine problematische Vorstellung von Beziehungen etabliert. Besonders junge Leser:innen könnten das dann auf ihr eigenes Leben übertragen, indem sie solche problematischen Beziehungsmuster verharmlosen. Deswegen wäre ich auch dafür, dass Erwachsene viel mehr ins Gespräch mit Jugendlichen gehen sollten. Die Idee, solche Bücher in der Schule zu besprechen, finde ich auch gut. Vielleicht könnten ja auch Buchhandlungen offene Besprechungen anbieten? Ist natürlich immer eine Frage der Kapazitäten.

Zusätzlich bin ich (bei jedem Buch, nicht nur bei DR) für „Content Notes“ um auf sensible Themen/ potentielle Trigger aufmerksam zu machen. Diese könnten (um andere Leser:innen nicht zu spoilern) z.B auf der letzten Seite des Buches zu finden sein.

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Ich glaube, es hat für viele in meiner Klasse gepasst. Aber ich war mit Abstand am jüngsten und da noch sehr kindlich. Für mich war es einfach nichts. Ich hatte das auch im Unterricht formuliert, keine Ahnung, warum der Lehrer meinte, der Film muss trotzdem geschaut werden.

Aber ich reagiere auch heute noch mit Alpträumen auf manche Bücher. Ich lese ab und zu einen Horrorroman. Allerdings kann ich das da in meinem Tempo tun und ohne Zwang. Das ist ein großer Unterschied.

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Ich finde gut, dass es Warnungen gibt, aber schaue sie mir aufgrund der Spoiler nicht an. Zumal mir die Trigger dann zu allgemein formuliert sind. Es kommt auf die Schilderung im Buch an, ob es mich triggert oder nicht. Ich hatte das bis jetzt einmal bei einem Leserundenbuch und habe es dann in Absprache abgebrochen.

Und ich stimme auch zu, dass zu viele Teigger genannt werden. Das ist mittlerweile sehr ausufernd. Vielleicht wäre eine bessere Lösung, dass man auf einer Internetseite nachschauen kann, ob der eigene Trigger genannt wird. Dann wird man nicht komplett gespoilert.

2 „Gefällt mir“

Bei Content Notes bin ich kritisch, weil sie oft den gesamten Inhalt spoilern und durch die Verschlagwortung m. A. unzulässig vereinfachen. Wenn irgendein toxisches, kriminelles etc.Verhalten innerhalb eines Spektrums geschildert wird, will ich die Abweichung als Leserin ja selbst entdecken und die Einordnung nicht vorgedacht bekommen. „Er ist autistisch“ ist ja was anderes als „Die Figur hat vermutlich ein Problem aus dem A. Spektrum“ (das man unterschiedlich einordnen kann).

2 „Gefällt mir“

Ich nehme an, Du beziehst Dich da auf meinen Post von oben. Da würde ich gerne noch was dazu sagen. Ich verstehe dich, und schreibe ja auch, dass wir das nicht gerne machen. Genauso, wir wir auch das Handy unseres Sohnes tracken können, um im Ernstfall zu sehen, wo er sich befindet und ob er (mit dem Rad) gut in der Schule angekommen ist. Das heißt nicht, dass wir unserem Sohn nicht vertrauen, im Gegenteil. Wir haben feste Regeln mit ihm vereinbart (zB wissen wir immer, wohin er geht und mit wem er unterwegs ist, wenn sich daran etwas ändert, ruft er an und gibt Bescheid bzw. fragt um Erlaubnis), und wir vertrauen ihm, dass er sich daran hält. Wir haben das noch nie benutzt, um ihn selbst zu kontrollieren oder das, was er verschickt. Es geht eher darum, was bei ihm über Social Media durch andere ankommt. Es gab in den letzten Jahren an seiner Schule schwerwiegende Vorfälle inkl. Einschaltung der Kripo in anderen Klassen, und wir halten uns an das, was die Polizei auf einem Elterninfoabend geraten hat. Unser Sohn hat absolut nichts gegen unser Mitlesen, weil er weiß, dass es nichts mit Mißtrauen ihm gegenüber zu tun hat. Er war sofort einverstanden, und das Tracking findet er eher beruhigend, weil er weiß, dass im Notfall uns sein Standort bekannt ist.

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In den Genres, die ich lese, gibt es diese so gut wie nie. Ich brauche sie nicht und will sie auch gar nicht lesen, weil ich nicht gespoilert werden will. Wenn sie im Buch hinten abgedruckt sind, finde ich es OK, vorne nervt es, weil man sie dann unabsichtlich liest und uU gespoilert wird.

1 „Gefällt mir“

Ich finde diese vorstellung von Unterricht „irgendein Lehrer tut irgendwas“ etwas unrealistisch. Gerade bei Klassenlektüre werden ja Aufgaben und Aufträge vergeben, die Verfilmung gemeinsam besucht, da kann man die Aufgaben für Referate entsprechend stellen. Das setzt voraus, dass Schüler:innen Vergleichsmöglichkeiten haben. Kritischer Umgang mit Literatur erfordert Textkenntnisse. Und die erhalten sie nicht durch die Lektüre von zwei Ganzschriften im Schuljahr, wenn sie privat nicht lesen.

Ich lese das Genre auch nicht, kenne mich daher nicht genügend aus, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass das, was Du schreibst, eine Rolle spielt. Aber eines verstehe ich nicht: Soweit ich mitbekomme, ist bei DR meist ein Mann involviert, der in irgendeiner Form Gewalt gegenüber einer Frau ausübt, Unterwerfung und Hörigkeit sind Themen. Ist es nicht merkwürdig, dass sich sexuelle Fantasien aufgeklärter, selbstbewusster Leserinnen bei DR vorrangig ums Unterdrückt- und Unterworfenwerden drehen? Ich finde das ein bisschen traurig, dass uns Frauen da nicht mehr einfällt, um weibliche Lust vielfältig und breitgefächert fantasievoll darzustellen.

4 „Gefällt mir“

Ich verstehe auf jeden Fall was du meinst. Gleichzeitig denke ich, dass Sexualität, Fantasien und Vorlieben (solange sie selbstbestimmt sind) durchaus mit feministischen Positionen vereinbar sein können, auch wenn dabei eine Frau zb als eher unterwürfig dargestellt wird.

Zum einen sollte man meiner Meinung nach zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. In Büchern können Menschen Dinge spannend oder anziehend finden, die sie im echten Leben gar nicht ausleben möchten. Zum anderen denke ich nicht, dass weibliche Lust immer einer bestimmten „feministischen Moral“ entsprechen muss. Man kann eine starke und selbstbestimmte Frau sein und trotzdem in bestimmten sexuellen oder romantischen Kontexten andere Dynamiken reizvoll finden. (Muss man aber nicht!)

Bei dem Punkt „weibliche Lust vielfältiger darzustellen“ bin ich aber komplett bei dir. Es gibt schließlich auch genug Frauen*, die mit diesen Darstellungen gar nichts anfangen können (und das ist genauso valide!)

Das Thema ist definitiv sehr komplex, weil unsere Sozialisierung ja auch nochmal eine bedeutende Rolle spielt. Deswegen macht es schon Sinn das Genre kritisch zu hinterfragen bzw. darüber zu diskutieren. Genau solche Gesprächsrunden wie hier sind total wichtig um DR aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

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Ach super, also geht es nicht nur mir so :joy:. Ich mag es auch lieber, wenn die Triggerwarnungen hinten stehen und es nur einen Vermerk vorne gibt. Meistens überspringe ich nämlich vorne die Triggerwarnungen, aber trotzdem passiert es mir, dass ich sie dann doch unabsichtlich lese.

Beispielsweise bei Thriller finde ich Triggerwarnungen teilweise zu übertrieben. Aber ich habe auch schon öfters nach dem Buch mir diese durchgelesen und fand es einfach zu übertrieben diese rein zu schreiben, da gar nicht so explizit darauf eingegangen wurde im Buch.

Leider habe ich diese auch schon vorne im Buch gefunden. Wenn beispielsweise eine Szene explizit beschrieben ist, welche triggern könnte, dann verstehe ich auch die Warnungen. Aber ich hatte auch schon mal einen Verweis auf Machtmissbrauch bei einem Dark Romance Buch. Naja und wenn wird doch ehrlich sind, wissen einige für was dieses Genre steht und wenn man von sowas getriggert wird, dann ist doch das Genre nichts für einen (was absolut in Ordnung ist).

Ich war einfach verwundert über die Warnungen, als ich erneut zum Hobby gefunden habe. Früher gab es sowas nicht und heute finde ich fast, dass diese eher als Vermarktung aufgelistet wird, gemäß dem Hype „das ist das krasseste was ich bis heute gelesen oder gesehen habe“.

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Ich mag deine Ansicht :smiley: !

Dein Grund warum DR gerade so boombt klingt jedenfalls nachvollziehbar. Früher gab es ja auch schon “Schmuddelwerke” nur heute gehen sie einfach in eine andere Richtung. Leider glaube ich, dass Social Media die jüngeren Leser*innen diesbezüglich einfach zu sehr manipuliert. Von wegen man sollte das Werk gelesen haben, da man sonst etwas verpasst. Beispielsweise habe ich Phantasma gelesen (um zu sehen was an dem Hype dran ist), naja und ich fand es einfach nur plump und nicht interessant. Mir wird auch Youtube die ganze Zeit solcher Content vorgeschlagen, obwohl ich eigentlich gar nicht so viel von diesem Genre gelesen habe :smiley: . Kurz gesagt: DR ist eben ein Genre was wahrscheinlich mit seinen verbotenen Reizen spielt. Schlussendlich ist es aber nur ein Buch und so sollte man es auch sehen, ohne sich darauf eigene Idealen daraus abzuleiten. Denn diese Romantisierung von einer toxischen Beziehung finde ich ebenfalls eher fragwürdig. Obwohl bei Alchemised war ich hier beispielsweise komplett im Zwiespalt, aber es soll jetzt gar nicht zu sehr ausarten.

Deine Idee bezüglich Buchhandlungen finde ich klasse. Wenn Kapazitäten wären, dann könnten solche Themenabenden sehr informationsreich sein. So hätte man hier einen Safe Space fragen zu stellen und auch gemeinsam über etwas zu diskutieren. Offenheit ist immer besser als Verschwiegenheit und so könnte quasi der richtige Umgang mit diesen Werken den jüngeren Leser*innen beigebracht werden.

Wenn die Trigger auf der letzten Seite stehen, dann fände ich es absolut in Ordnung. Aber doch bitte nicht gleich vorne. Mir ist nur aufgefallen, dass es Bücher gibt in denen wirklich explizit auf Trigger eingegangen wurden, obwohl diese gespoilert haben und auch nicht so explizit im Buch angesprochen wurde. Beispielsweise wurde einmal Spinnen erwähnt und nur in einer Szene hat die Protagonistin dann Spinnen im Raum gesehen. Aber eben nur gesehen und nichts anderes. Da fand ich es schon übertrieben. Mir ist auch aufgefallen, dass es viele Trigger bezüglich Spinnen gibt aber es gibt ja noch andere Tiere die triggern. Genau deshalb finde ich manchmal, dass die Trigger (wenn sie zu explizit sind und viel zu lang) eher aus Marketinggründen auftauchen.

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Perfekt ausgedrückt, ich stimme Dir absolut in allem zu. Es ging mir in meinem Post lediglich um die Einseitigkeit, die da bei DR offenbar vorherrscht.

3 „Gefällt mir“

Also das mit dem Film verstehe ich auch nicht so ganz :grinning_face: :face_with_peeking_eye: .

Bücher sollen einen Spaß machen und informieren. Aber sie sollten einen nicht schlaflose Nächte bereiten oder falsche Vorstellungen einpflanzen. Deswegen finde ich auch deinen vorletzten Satz so gut “meinem Tempo … ohne Zwang”. Es ist wichtig ein Buch auch mal weg zu legen, wenn es einen zu sehr “belastet”. Mir ging es auch so bei “The spirit bears its teeth” mit den schwarzen Seiten … relativ am Ende musste ich es kurz zur Seite legen und mir erstmal einen Tee machen :grin: . Genauso sollte ich auch einfach mal lernen, ein Buch ohne schlechtes Gewissen abzubrechen.

Ich finde es aber sehr schön zu lesen, dass du ab und an noch Horrorromanen eine Chance gibst. Insbesondere Stephan King’s Romane schwanken sehr stark bezüglich des Horrorfaktors.

Das mit der Internetseite wäre klasse! Oder eine App wo man einfach seine Trigger einträgt, um zu sehen ob er im Buch thematisiert wird :slightly_smiling_face: .

Dann muss ich an meiner Kellertreppe auch besser eine Triggerwarnung anbringen. Nein, im Ernst, ich hab zum Beispiel Horror vor Spinnen, und mich kribbelt es am ganzen Körper, wenn ich eine sehe, egal wie winzig die sind. Ich kann die auch nicht lebend vors Haus bringen, sondern muss sie aus sicherer Distanz mit einem Gegenstand “erlegen” oder behelfsweise nach Mann oder Sohn rufen. Aber eine Triggerwarnung, nur weil eine Spinne im Buch erblickt wird, ohne dass es zu einem Spinnenagriff oder gar einer Invasion kommt, ist schon etwas zu viel des Guten. Kankra beim Herr der Ringe bräuchte dann aber eine fette CN.

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Die Content Notes sollten wirklich stärker vielleicht von den Verlagen geprüft werden. Spoiler sind für mich persönlich absolut furchtbar und wenn beispielsweise eine Figur paranoid ist und dies auch zum Plot gehört, möchte ich nichts davon vorab lesen. Ich glaube aber auch, dass es wirklich sehr schwer ist zu unterscheiden, was genau und wie detailliert in solche Vermerke gehört.

:joy: ach da kann ich ja froh sein nur einen Dachboden zu haben :joy:. Ich habe ein ähnliches Problem nur eben mit Schlangen. Folglich waren meine Eltern sehr begeistert, als ich nicht nur zu Harry Potter im Kino gezwungen wurde (Herr der Ringe wäre mir wirklich lieber gewesen, aber selbst mit Eltern anscheinend zu brutal für Kinder …. wir reden hier vom ersten Teil :melting_face: ), sondern als ich danach auch nicht mehr wegen dem Basilisken einschlafen konnte :joy: . Aber auch ich habe schon viele Bücher mit Schlangen gelesen ohne CN. Wenn diese eben nur erwähnt werden ist es ok für mich und wenn es dann doch explizit beschrieben wird, dann überblättere ich einfach ein paar Seiten. Schließlich sind es “nur” Worte und mein Gehirn machen diese zu schlimmen Vorstellungen.

P.s. mit “nur” Worte will ich niemanden angreifen, da Worte schrecklich sein können und genauso es genügen Ungerechtigkeit auf der Welt gibt. Es ist absolut schlimm, was einigen schon passiert ist und ich will es auf gar keinen Fall verharmlosen.

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Die meisten Menschen, die eher unüblichere Trigger haben können damit ja in der Regel relativ gut umgehen. Ich hab zum Beispiel eine wahnsinnige Phobie vor Schnecken mit Haus und kann daher bspw. dein Profilbild nicht mit den Fingern berühren. Würde aber da das wirklich selten ist niemals von dir erwarten, dass du das änderst, ich scrolle halt wenn ich die Feeds hier am Handy ansehe mit der Hand, die von den Bildern abgewendet ist.
Man kann nicht vor allem warnen, aber ich bin trotzdem großer Fan von CN wenn sie hinten im Buch stehen und davor gewarnt wird, dass diese Spoiler enthalten. Gerne auch ausführliche CN.

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Es war wirklich keine Anspielung auf dich. Ich hatte dazu erst neulich eine sehr interessante Leserunde bezüglich dieses Themas und verstehe absolut deine Sichtweise. Es war eher ein Schwank aus meiner Jugend. Bei uns war Social Media kein großes Thema, da es in den 90er noch nicht so im Fokus stand wie heute. ABER was ein großes Thema war, waren Computerspiele. Meine Eltern hatten sich diesbezüglich sehr von den Medien beeinflussen lassen, wodurch ich es einfach nur schrecklich fand. Von wegen “jeder der Ballerspiele spielt, wird zum Amokläufer und es ist Gewaltverherrlichung”, deswegen gab es hier bei mir sehr viele Grenzen bezüglich Computernutzung. Für mich war es eher störend, da ich es besser gefunden hätte, wenn sie einfach mir vertrauen und auch zuhören. Oder einfach ganz simpel mit anschauen, was ich so spiele und warum ich es so mag.

Social Media finde ich beispielweise absolut furchtbar. Wie man indirekt beeinflusst wird und welche Gefahren dort lauern, ist mehr als schrecklich. Insbesondere für die jungen Leute. Sie sollten lernen mit dem ganzen umzugehen, indem man an Schulen mehr Thementage beispielweise einführt oder auch Rollenspiele. Da ich keine Kinder habe, weiss ich nicht wie “schlau” sie heutzutage sind. Nur ich weiss, dass mein Bruder und ich damals relativ schnell gelernt haben wie wir dieser “Kontrolle” entgehen. Und da meine Eltern sich eher weniger mit dem ganzen Themenbereich auskannten, ist ihnen auch das nicht wirklich aufgefallen. Ich habe auch schon zu meinen Freund gesagt, wenn wir mal Kinder haben muss er das ganze technische übernehmen, da auch er in seinen jungen Jahren sämtliche Tricks kannte :joy: .

Also nein es war keine Anspielung auf dich und es tut mir leid wenn es so rüber kam. Bezüglich dem Vorfall mit der Kripo bin ich nur sprachlos. Sowas sollte nicht passieren und es muss doch irgend eine Lösung geben, etwas dagegen aktiv zu tun inkl. Einbezug der Kinder/Jugendliche. Aber ich wüsste auch nicht was man da machen sollte, denn nicht social Media ist auch keine Lösung. Uns allen fehlt es einfach wahrscheinlich an dem richtigen Umgang damit.

Wegen dem Tracking ist es ja ok, wenn dein Sohn auch bescheid weiss. Generell habe ich hier auch eher eine zwiegespaltene Meinung. Man kann klar damit im Notfall weiterhelfen, aber leider wird es auch einfach nur aus Neugierde genutzt. Hier gab es auch schon ein hitzige Diskussion mit meinen Freund, weil ich will mich nicht tracken lassen. Es ist fast wie das Posten von meinen Privatleben … es geht niemanden etwas an wo ich bin, was ich esse oder mit wem ich da bin. Vertrauen sollte doch gefördert werden und so oft habe ich auch gesehen, dass wenn er beispielweise seinen Standort geteilt hat, sofort Nachrichten kamen “aha, was macht ihr denn da schönes usw.”. Ich bin da eher realistisch, selbst im Notfall wüsste man meinen letzten Standort, aber eben auch nicht mehr. Außerdem bin ich ein bisschen paranoid was mit den GPS-Daten wirklich passiert. Bei Kindern würde ich es eher verstehen als bei Erwachsenen, aber leben und leben lassen.