Buchcover immer ähnlicher?

Oh ja… ich persönlich mag Farbschnitte sehr gerne, aber wenn dann der Inhalt leidet, indem z.B. diverse Rechtschreibfehler auftauchen, werde ich fuchsig. Inhaltliche Qualität steht definitiv über Optik!

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Du bist aber streng :wink: Ich weiß schon, was Du meinst, aber die Formulierungen entsprechen doch dem üblichen Marketing-Sprech, der vollmundig verspricht, was das Buch dann oft nicht hält.

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Ist Digga nicht schon sehr alt? Das gabs bei mir schon in der Grundschule Ende der 90er :thinking: zusammen mit „Alter“ „Abu(?)“ und dem meiner Mutter so verhassten „cool“ (natürlich deshalb umso öfter verwendet… und „chill mal, Mama“ (hat natürlich nicht funktioniert, danach war nichts mehr „chillig“ :rofl:)

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:rofl::+1: genau das trifft leider auf mehrere der Bücher zu (in meinen Augen - ich, die ich Männer nicht kannte & tödliches Angebot)

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Also Abu gabs zu meiner Zeit (Abi 99) definitiv nicht, zumindest nicht hier in Bayern. Dass Digga da aufkam, kann schon sein, in meinem Bekanntenkreis hab ich aber nur “Alter” gehört. Ja, “Chill mal!” bewirkt gerne das Gegenteil, genau wie der Satz “Na, hast Du Dich wieder beruhigt?” bei einem Ehestreit…

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:rofl: das ist ja DER Garant für neue Zwistigkeiten :face_with_hand_over_mouth:

Ich erinnere mich, dass eine Mitschülerin mal echauffiert äußerte, sie heiße nicht „Abu“, weil die Jungs ständig jeden Satz mit „Çüş Abu“ garnierten - das war in den späten 90ern und die Reaktion der Mitschülerin zu herrlich :rofl:

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Oida gehört auch schon wieder zu den Begriffen der Millenials und wird (leider, wie man es sieht) weniger verwendet.

Ist aber nicht ganz gleich zu setzen mit Alter, hätte ich gesagt.

Eher weniger eine Personenanrede, mehr ein Ausruf für Ärger, Unverständnis, Widerwillen (zumindest so unsere Verwendung damals zur Schulzeit in Wien)

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Aaah ich hab eh “Digga” gemeint. wobei “Alter” auch doof ist.
Ebenso wie Oida, wenn man jemanden anspricht. Das wird aber eher als allgemeiner Ausdruck verwendet, wenn man sich ärgert.

Genau. Gut, man könnte tlw einkürzen, da bin ich auch voll dafür. Aber in der GenZ-Kurzvariante kommt der Inhalt doch oft nicht komplett rüber. Sogar meine Tochter meinte bei “The House witch” fehlt noch “slow burn” haha

:rofl: :rofl:
Das hat mein Tochterkind auch einmal gesagt - dann nie wieder :wink:

Und was bitteschön heißt “Abu”? Noch nie gehört…

@cazymonkey Genau das gleiche hab ich auch grad geschrieben, bevor ich deinen Post gesehen hab. Ich glaub die Burschen haben das schon als freundschaftliche direkte Anrede benutzt. Aber eigentlich ist es Ausdruck von Ärger.
Ich verwende das auch oft (hust) beim Autofahren. Da muss ich mich halt leider soo oft ärgern, weil die anderen so einen Schaß (noch so ein schönes Wort :laughing:) zusammenfahren.

PS: natürlich wird es immer weniger verwendet, weil unsere Ö-Kids fast alle so reden wie D-Kids. Leider. Kein Dialekt mehr.

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Naja, einheitliche D-Kids gibt es ja nicht, wir haben hier eigentlich auch eine ganz wunderbare Dialektvielfalt, aber eben dasselbe Problem wie offenbar auch ihr in Ö: Dialekte werden kaum noch gesprochen, weil Dialektsprecher:innen oft als weniger intelligent gebrandmarkt werden. Dieser Prozess ist ja schon sein Jahrzehnten zu beobachten, und ich erinnere mich noch sehr gut, wie manche Lehrer uns runtergemacht haben, wenn mal ein Dialektausdruck reinrutschte. Auch im Fernsehen werden bestimmte Dialekte wie Schwäbisch, Bairisch oder Sächsisch pauschal ins Lächerliche gezogen, während nordische Dialekte weniger Häme ausgesetzt sind. Ich bin selbst mit Dialekt sprechenden Eltern aufgewachsen und habe Hochdeutsch erst in der Schule gelernt. Natürlich sollte man in D auch Hochdeutsch oder ein allgemein verständliches Umgangsdeutsch sprechen können, aber deswegen sind Dialekte doch nicht abzuwerten. Umso schöner finde ich, dass in Teilen Norddeutschlands nun Plattdeutsch als zweite Fremdsprache im Unterricht gewählt werden kann.

Komischerweise spricht mein Sohn von Beginn an Hochdeutsch, obwohl mein Mann und ich untereinander (gemäßigten) Augsburger Dialekt sprechen. Bei Freunden ist es genauso, und wir können uns das nicht so recht erklären. Offenbar haben wir in der Sprachlernphase unbewusst “sauberes” Deutsch mit ihm gesprochen, und die Hörspiele und Hörbücher, die er ständig hören wollte, haben vielleicht auch dazu beigetragen.

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:face_with_hand_over_mouth:

Abo(u) (nach Recherche wird es wohl so geschrieben) heißt sowas wie „krass“. In Kombination mit Çüş also sowas wie wow, krass / heftig.

ABu heißt auf arabisch “Vater” und wird von Jugendlichen statt “Alter” verwendet.

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Es gibt auch noch „Abi“. Kann man wohl mit „älterer Bruder“ übersetzen. Als damals unser Motto fürs Abi gewählt werden sollte war ein Vorschlag deswegen: „Komm Abi, wir gehen“. Wurde aber leider nicht genommen, obwohl ich das echt kreativ fand.

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Wobei ich „Abo“ vor allem im Zusammenhang mit Überraschung a la „krass“ kenne und „Alter“ im Gegensatz zu „Abo“ auch in anderen Situationen verwendet wird z.B. wenn jemand genervt ist oÄ :face_with_hand_over_mouth: Jugendsprache ist schon sehr unterhaltsam :rofl:

Pitchen ist eine hohe Kunst und manches Buch bleibt besser ungepitcht.

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Also das ist es bei uns nicht. Es ist glaub ich wirklich das Internet-Phänomen. Dass die Kids glauben, durch die oft gehörte Sprache “cool” zu sein und überhaupt wenn sie selbst einen Account haben, dazugehören zu wollen. weil eben auch viele D-Ausdrücke angenommen werden.
Der Lehrer meiner Tochter weist sie dann immer zurecht. Weil wenn die schon so sprechen, dann wenigstens mit Ö-Worten.

und ich hab zB auch immer eher Hochdeutsch gesprochen. weil meine Mama Volksschullehrerin war. “Gscheat” reden musste ich erst lernen. Trotzdem hat man gehört, dass ich aus Niederösterreich stamme. Weißt du, was ich meine? Die Kids heutzutage hören sich für mich alle an, als würden sie aus D kommen.

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Hm, ja, ich glaube ich verstehe es. Das heißt, es geht die komplette regionale Färbung verloren bei den Kids, oder? Im Normalfall hört man ja sofort, wenn jemand aus Ö kommt, selbst wenn er keinen Dialekt spricht. Das ist bei mir auch so, wenn ich “Hochdeutsch” spreche, hörte man spätenstens im 3. Satz, dass ich aus der Region Augsburg komme, weil mich das stark gerollte “R” und die sehr weiche, leicht nasale Aussprache verraten.

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Ich muss sagen, ich finde es schön, wenn Menschen noch im Dialekt sprechen können, solange sie auch Hochdeutsch können. Ich selbst komme aus einer Region, wo man nur Hochdeutsch spricht (Norden von NRW, Übergang zu Niedersachsen) und die letzten in meiner Familie, die noch Platt gesprochen haben sind meine Urgroßeltern gewesen.

Ja glaub du hast es gut erfasst :blush::+1:t2: es klingt als würden Ö Kinder teilweise aus Deutschland stammen, weil sie für (kann natürlich nur für mich sprechen) unser Gehör wie aus dem Kabelfernsehen(inzwischen wsl ala instagram influencer aus D) sprechen.

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Das ist echt schade, und ich verstehe, dass Euch das ärgert. Dabei klingt Österreichisch so charmant :blush: .

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Ja genau, so meine ich das. Ich kann sogar heraushören, aus welchem Bundesland eine Person ist. Jetzt halt eben nicht mehr, weil, wie gesagt, bei den Jungen höre ich ja nichtmal mehr, dass die aus Ö kommen. Was ich echt schade finde.

@cazymonkey Ja genau so ist es.
Ich dachte immer, nur mein Kind redet so, weil ihre beste Freundin von Baby auf eben aus D kommt (die sind hergezogen, als die 9 Monate alt war und redet natürlich so wie ihre Mutter). Tja, nein so ist es nicht. Weil mein Kind redet eben nicht so wie ich. Bzw. fast keine Kinder sprechen mehr mit österr.Färbung.

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