Wen es interessiert: Bei der diesjährigen NetGalley-Challenge haben wieder vier Verlage Fragen rund um ihre Kriterien zur Bestätigung von Anfragen und zu Rezensionen beantwortet:
Sehr interessant, danke dafür.
In typischer Manier hat Ullstein nicht an dem Interview teilgenommen
Bei denen hätte mich die Erwartungen besonders interessiert.
In den Präferenzen zeigen sie meines Erachtens wie wichtig Ihnen Reichweite ist. Alleine schon nach den Besucherzahlen zu fragen ist heftig:
"Liebe Blogger, um Ihre Anfrage zu prüfen, benötigen wir von Ihnen neben der Angabe der Blog URL und einem Kurzportrait die Besucherzahlen/Monat, verknüpfte Social-Media-Kanäle und die Reichweite. Bitte füllen Sie diese Angaben vollständig in ihrem Profil aus. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir nicht jede Anfrage positiv beantworten können. Bitte beachten Sie die Erscheinungstermine der Bücher. Stellen Sie Ihre Rezension max. 3-4 Tage vor dem Erscheinungstermin auf Ihrem Blog oder in ihren Social Media-Kanälen online. Wenn Sie keinen eigenen Blog haben, aber regelmäßig bei Onlineplattformen rezensieren, stellen Sie bitte Links zu den Rezensionen in Ihrem Profil ein. Liebe Buchhändler, bitte geben Sie in Ihrem Profil die Buchhandlung in der Sie tätig sind an und Ihre Verkehrsnummer. Liebe Lehrende, leider sind unsere Rezensionsexemplare nur für Rezensenten und Buchhändler verfügbar. "
Ich finde es aber auch verständlich, dass sie Reichweite haben wollen. Ihre Bücher sollen ja auch beworben werden, damit sie möglichst gut verkauft werden. Bücher an Leseratten zu verschenken, ist lieb, aber nicht Sinn der Sache.
Wir Leseratten schreiben dafür sehr viele Rezensionen ![]()
Wenn ich mir manche Blogger bei Instagram mit viel Reichweite anschaue, dann finde ich dort oft nur Zusammenfassungen des Buches und am Ende evtl. ein Satz zu ihrer Meinung. Das bringt mir als Buchkäuferin nichts.
Aber allein die Erwähnung des Buches ist schon ordentlich Werbung und wenn dazu der/die Influencer/in oder Blogger/in noch in dem einen Satz was Positives sagt, macht das leider mehr aus als unsere ausführlichen Rezensionen. Auch, wenn die für Lesende keine Hilfe sind ![]()
Ich denke auch, da geht es ja scheinbar um Reichweite… Schade für die, die wirklich das Buch lesen wollen, aber man kann es halt nicht ändern und ich bin froh, dass es überhaupt die Möglichkeit von Rezensionsexemplaren gibt.
Ich finde es immer gut, wenn die Verlage bei den Absagen wenigstens ehrlich sind, dass sie halt nur Blogger und Influencer bestätigen und man einfach nicht die entsprechende Reichweite hat. Besser als immer nur mit einem kurzen Satz abgelehnt zu werden.
Das stimmt. Ich finde trotzdem, dass die Verlage nicht nur auf die Reichweite, sondern auch auf die Qualität achten sollten. Ich werde nicht motiviert ein Buch zu kaufen, nur weil ein Foto davon mit einer Zusammenfassung gepostet wird. Das kann ich mir auch in der Buchhandlung genauso anschauen.
Ich glaube vorallem, dass es unterschiedliche zielgruppen sind. Die typischen Nutzer von Social Media, die sich von einem Influencer zu einem Buchkauf beeinflussen lassen, lesen wahrscheinlich ausführliche Rezensionen eher nicht. Kein Angriff sondern eine Vermutung, Ausnahmen gibt es ja immer !
Das sehe ich auch so. Da braucht es nicht viel Text um zum Kauf zu animieren.
Ich nehme mich da selber übrigens nicht aus: Ich lese bewusst keine langen Rezensionen, weil mir da die Spoiler-Gefahr viel zu hoch ist. Ich lese Rezensionen eher nachdem ich das Buch selber schon gelesen habe. Dann hat die Rezi aber natürlich keinen Einfluss mehr auf mein Kaufverhalten.
Da geht es aber vielen Anderen und oft grade der jüngeren Zielgruppe etwas anders. Und ich denke auch unterbewusst entscheiden wir uns eher dafür ein Buch, dass wir im Feed mehrfach gesehen haben vielleicht doch nochmal eher in die Hand zu nehmen, als eins, das wir noch gar nicht so gesehen haben.
Leider werden wir sehr viel unterbewusst beeinflusst und das nutzen natürlich auch Verlage aus.
Bei mir ist es ähnlich, ich bin mittlerweile sogar vorsichtig, was Klappentexte angeht, weil ich jetzt schon ein paar hatte, die mir eigentlich die komplette Handlung gespoilert haben.
Ein schönes Cover, auch wenn es subjektiv ist, führt halt eher zum Kauf, sonst wären ja die Kosten dafür eher etwas, das Verlage sich sparen würden. Am Ende geht es ja immer „nur“ ums Geld für die.
Das mit den Blogs ist aber auch so eine Sache für sich. Die Blogger folgen sich ja gern gegenseitig und das ist dann eine „Reichweite“ die niemandem etwas nützt.
Klar, ich bin alt, aber auch bei dem jungen Gemüse gibt es Leute wie mich, die mit Social Media und Blogs nichts zu tun haben, sie nicht lesen und sich ganz altbacken über Buchhandlungs-Plattformen informieren. So viel schlechter ist diese „Reichweite“ bestimmt auch nicht.
Ich kann jedenfalls mit Fug und Recht behaupten, dass ich noch nie ein Buch aufgrund der Werbung eines Bloggers gekauft habe, sehr wohl aber durch das Lesen oder Überfliegen der Rezensionen auf Buchhandlungsseiten.
Interessant wird es, wenn eine der Buchbloggerinnen ein Buch schreibt. Das wird natürlich von ALLEN hoch gelobt - klar, die Community supportet sich gegenseitig. Der „Spiegel Bestseller“-Aufkleber ist dann schon fast sicher.
Oh ja… Klappentexte! Ganz übel war zuletzt der vom aktuellen Daniela Raimondi-Buch. Der wurde bis zum Verkauf im Laden zum Glück noch mal geändert. Auf meinem Reziexemplar war leider ein dicker, fetter Spoiler ![]()
Ob das dann aber tatsächlich gekauft und gelesen wird, ist wieder die andere Frage.
Aktuell ist gefühlt die Koch- und Backbuchphase bei den Bloggern eingetreten. Ich liebe ja Koch- und Backbücher und immer mehr sind von „bekannten Influencern“ geschrieben. Ich merke das ja immer erst hinterher, weil ich da eben nicht unterwegs bin.
Und nein, es sind nicht alle „Influencer“ auch gute Köche und Bäcker …
Diese Influencer Werbung ist oft so dermaßen oberflächlich. Klar, Reichweite ist wichtig, dann ist es den Firmen und Verlagen auch egal, wie tiefgründig oder eben nicht eine Rezension gestaltet ist. Dass das oft nur eine Blase ist und die Leute das Buch teilweise noch nicht mal gelesen haben, interessiert dann schon nicht mehr.
Diese Entwicklung zur Oberflächlichkeit ist schade.
Blasen platzen aber früher oder später und momentan gibt es gefühlt ja mehr Influencer als Otto Normalverbraucher.
Sprich - das geht nicht mehr lange gut.
Jetzt mit der verschärften Kontrolle durch die Finanzämter gibt das sowieso einen lauten Knall.
Mir geht es darum, dass ich vor allem auf Instagram Fotos von einem Buch und eine lange Zusammenfassung in der Caption sehe. Da finde ich sogar Tiktok besser und da sind auch jüngere Leute die Zielgruppe. Da wird aber wenigstens die Meinung im Video mitgeteilt.
Da denke ich wahrscheinlich auch anders
Mittlerweile bin ich oft enttäuscht von sehr gehypten Büchern. Da freue ich mich, wenn mal etwas anderes gezeigt wird.