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Abschnitt 5: Epilog und Gesamteindruck

Liebe Vorableser:innen,

kommen wir zum letzten Abschnitt unserer Leserunde zu »Gala & Dali« von Sylvia Frank aus dem Aufbau Verlag.

Gelesen wird Epilog. Wie hat euch das Ende und das gesamte Werk gefallen?

Und nicht vergessen: Unter allen Beiträgen, die ihr in dieser Themenwoche schreibt, verlosen wir ein Reihen-Abo »Berühmte Paare – große Geschichten« des Aufbau Verlages aktuell bestehend aus Band 1 + 2 sowie den möglichen Folgebänden und 10x500 Vorablesen Punkte!

Viel Spaß wünscht
Euer Vorablesen-Team

Wie ich schon in den vorherigen Abschnitten geschrieben habe, kann man Dalís künstlerische Entwicklung, sein Schaffen in den Anfangsjahren und die Auseinandersetzung mit seiner Familie hier gut nachvollziehen. Er kommt sehr Chaotisch und vergeistigt rüber, kann (und will) sich nicht um das schnöde Geld kümmern oder alles, was sonst noch zum Leben gehört.
Gala hat schon Paul bemuttert und stürzt sich jetzt auf Dalí, sie scheint die treibende Kraft hinter ihrer Beziehung und seiner Kunst zu sein. Ja, sie hat ihn zu Höchstleistungen angetrieben, aber mir kommt das Gefühl, die große Liebe der beiden hier zu kurz.

Wenn es denn eine große Liebe und nicht nur ein Lippenbekenntnis von den beiden war, taucht sie in diesem Buch nicht auf. Klar erwartet man wenn eine Frau 10 Jahre älter einen gutsituierten Mann verlässt, das es sich dann um die große Liebe handelt. Genauso gilt es für den unerfahrenen jungen Mann der ziemlich abgeschottet lebt, der dann von einer reifen, eleganten gutaussehenden Frau hofiert wird.
In diesem Buch wirken die beiden wie eine Zweckgemeinschaft. Er sorgt für Berühmtheit, sie für hält ihm den Rücken frei.
Ich habe von dem Buch nicht nur die große Liebe erwartet. Sondern auch mehr über die Entstehung der Bilder und ihren Einfluss darauf erwartet zu lesen.
Um es sehr drastisch auszudrücken: Meine Enttäuschung beruht auf der Tatsache das ich genauso gut eine Klatschzeitschrift in die Hand hätte nehmen können, denn die teilweise gelungenen Beschreibungen von Umgebung, Kleidung oder Räumlichkeiten entsprechen den begleitenden Fotos zu den Artikeln.
Im Anhang schreiben die Autoren von ihren ausführlichen und anstrengenden Recherchen davon ist wenig im Buch zu lesen.

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Der Epilog bietet einen Ausblick in die nähere gemeinsame Zukunft und tatsächlich sind sie wohl der Gegend recht treu geblieben.
Insgesamt sehe ich in dem Buch einen gelungenen Liebesroman (im Gegensatz zu einigen anderen sehe ich schon eine liebevolle Verbundenheit in ihrer Beziehung), aber mir fehlt mehr Hintergrund. Das scheint aber wohl, laut Nachwort der Autoren, der außerordentlichen Diskretion geschuldet zu sein, die die Beiden ihrem Privatleben angedeihen ließen. Auf jeden Fall hat das Buch in mir den Wunsch erweckt, mich nochmal genauer mit den Werken Dalis und mit der Zeit des Surrealismus zu beschäftigen. Schließlich wurden im Text ja genug bekannte Namen erwähnt, von denen ich auch gerne etwas mehr erfahren würde.

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Das das Paar sehr diskret war ist sehr schön, vor allem wenn das auch von ihrer Umwelt akzeptiert wurde. Aber hier hat das Autorenpaar einen Roman geschrieben, die hätten das Ganze etwas emotionaler formulieren können.

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Mir hat das Buch gefallen. Das Buch liest sich leicht, der Schreibstil war gut.
Gefallen hat mir, dass beide zusammengehalten haben. Gala hätte ihren Dalí ja auch wieder für ihren Mann verlassen können und wäre somit zu ihrem vorherigen luxuriösen Leben zurückgekehrt.
Gewünscht hätte ich mir mehr Leidenschaft, aber wenn es dieses in Dalís Leben nicht gab und es an Intimitäten mangelte, kann man es auch nicht erfinden.

Ich hätte mir noch gewünscht mehr darüber zu erfahren, wie die beiden den 2.Weltkrieg überlebt haben. Das werde ich mir noch googeln.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar und diese Leserunde.
C.

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Alles in allem hat mir das Buch gefallen.
Da ich mir schon dachte das es ein Roman und keine Biografie ist. Das ist für mich Ok, da ich eher selten Biografien lese und so über Dali einiges erfuhr das ich nicht wusste .
Die beiden haben schon eine spezielle Art von Liebe welche sie verbindet. Aber jeder versteht unter Liebe etwas anderes.
Ich bin gespannt auf die Folgebände und welche berühmten Paare es noch kennen zu lernen gibt. Werde es im Auge behalten.

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Gerade weil es ein Roman ist, habe ich mehr erwartet. Mir fehlten die Emotionen.

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Das ist schade , etwas mehr Tiefgang wäre nicht schlecht gewesen.

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Ein leicht zu lesender Roman, dem es leider völlig an Tiefgang und an Emotionen fehlt, um die Leser gefühlsmäßig mitzunehmen. Wirklich sehr schöne Naturbeschreibungen, aber ansonsten nicht wirklich nachvollziehbares Liebesgedöns. Alle Protagonisten bleiben blass, manche geradezu leblos. Ganz und gar nicht mein Lesegeschmack.

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Mein Eindruck von diesem Buch deckt sich mit deinem . Nur kann ich mit dem „Liebesgedöns“, wie du es nennst, was anfangen. Aber das Buch konnte mich als Leser emotional nicht mitnehmen. Es war für mich, als würde ich ich nur aus einer großen Entfernung auf die Personen schauen. Ohne ihnen wirklich nah zu kommen.
Aber die Natur war wirklich fantastisch beschrieben.

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Ich denke, das war eine ganz schön harte und kreative Arbeit des Autorenpaars Sylvia Frank, der Roman (nicht Biografie, als solches habe ich das Buch zu keiner Minute gesehen): Mich hat der Roman angeregt mehr Gedanken mir zu solchen Konstellationen zu machen…

Gala, die sich Aufopfernde und dann doch alles mit ihm Gewinnende (aber doch unter großen Entbehrungen)
Salvator, der exzentrisch in seiner Kreativität verfangene Künstler, der aber so unglaublich geniale Bilder und Objekte entwickelte (aber ohne die Frau an seiner Seite niemals diesen Weg hätte gehen können, verloren in seiner Welt, lebensunfähig)

Goethe und Frau von Stein
Prince Charles und Camilla
Auguste Rodin und Camille Claudel

ich habe viel über solche Paare nachgedacht während des Lesens und bin der Meinung, dass der männliche Teil der Konstellation seinen weiblichen ‚counterpart‘ braucht(e), um zu funktionieren. Heute noch wird oft bei Verabschiedungen in Ruhestand ‚Bürgermeister xyz und seiner Gattin‘ gedankt, die ihm immer den Rücken freihielt… Zum Glück gibt es mittlerweile auch Filme (Hollywood und so) zu den Frauen an der Seite von Nobelpreisträgern und genialen Wissenschaftlern… es wird zunehmend respektiert, dass diese Frauen Großes geleistet haben… Doch ich wünsche mir, dass es auch Männer gibt, die ihre genialen Frauen unterstützen, damit diese auch den Rücken freihaben…

Jedes Buch in Richtung ‚Berühmte Paare‘ unterstützt mich in dieser Hoffnung…

Das Buch zu lesen war für mich ein Genuss! Ich habe Neues gelernt, ich habe wieder um ein paar Ecken mehr gedacht, es klingt nach mir weiterhin Gedanken zu machen… DANKE!

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Ich habe dieses Buch gern gelesen, da es für mich Erholung bedeutete. Es war nicht sehr anspruchsvoll, hat mir aber Dalís Anfänge näher gebracht, über die ich bisher noch nichts wusste. Gala als Figur habe ich beobachtet, ohne mir Urteile über sie zu bilden. Für mich war das ein biografischer Roman mit einigen schöne Beschreibungen. Anfangs hatte ich Probleme mit dem blumigen Schreibstil, doch nach ein paar Kapiteln hatte ich mich eingelesen und wunderte mich, wie schnell ich in diesem Buch vorwärtskam.
Es hat mich neugierig auf weitere Informationen gemacht, weshalb ich als nächstes Dominique Bonas Biografie über Gala lesen werde. Die liegt schon so lange bei mir und ohne dieses Buch würde sie noch länger ungelesen bleiben. Dafür sage ich Danke.

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Schade, kann ich nur sagen! Über das Leben von Gala und Dali zu lesen, hatte ich mich so gefreut und was kam dabei heraus! Keine Tiefe und keine Emotionen, nur lockere und leichte Beschreibungen. Auch wenn das Autorenduo schreibt, sie haben viel recherchiert, frage ich mich, warum haben sie das nicht geschrieben!

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Ich habe es so verstanden, dass sie so viel recherchiert haben und trotzdem so wenig finden konnten, da das Ehepaar so verschwiegen war.

Vielleicht hätte man dann abbrechen sollen und sich einem anderen Künstler zuwenden sollen?!

Ich hätte das Leben der beiden gerne über eine längere Zeitspanne gesehen.

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Ich habe das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil hat mir gefallen. Die Beschreibungen von Cadaqués haben mich an den Ort versetzt, obwohl ich noch nie dort war. Auch die Beschreibungen von Essen waren toll. Vor allem der Marktbesuch in Figueres ist bei mir hängengeblieben.

Mit haben die Anmerkungen am Ende geholfen. Ich verstehe, dass es schwierig ist, eine Geschichte über ein Paar zu schreiben, das sehr verschwiegen war.

Dennoch empfand ich die emotionale Bindung zwischen Gala und Dalí als blass dargestellt. Sie blitzte in Momenten auf und ich gehe davon aus, dass die beiden in Liebe verbunden waren. Was von Galas Darstellung bei mir aber vor allem hängengeblieben ist, ist der Ehrgeiz an der Seite eines großen Künstlers zu stehen. Ich weiß nicht, ob das der Beziehung der beiden wirklich gerecht wird. Die nicht vorhandene Beziehung von Gala zu ihrer Tochter fand ich seltsam, auch dass es dazu keine Informationen mehr gab. Wie aber jemand von euch im vorherigen Abschnitt schrieb, schien Gala ja wirklich keinen Bezug zu ihrer Mutterrolle gehabt zu haben.

Dalí schien sehr unselbstständig und exzentrisch gewesen zu sein. Er lebte für seine Kunst bzw. er war seine Kunst. Ich empfinde seine Darstellung als sehr realistisch. Sie erinnert mich an die Beschreibungen anderer Künstler, über die ich gehört/gelesen habe. Auch der Schaffensprozess ist gelungen dargestellt.

Alles in allem hat mich das Buch unterhalten und Interesse geweckt, mehr über Dalí zu erfahren.

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Mir hat es sehr gefallen, auf diese unterhaltsame Art, mich mit dem Liebespaar Dali und Gala zu beschäftigen. Das Buch hat mich begeistert, da ich abgeregt wurde, viel über das Paar und die zusätzlich erwähnten Personen nachzuschlagen. Besonders gefallen haben mir, die zahlreichen Beschreibungen und Situationen, die auf Bilder von Dali hindeuten. Das ist sehr gut in Worte gefasst worden.
Mit dem Schluss bin ich etwas verwirrt zurückgelassen worden. Er kam für mich zu abrupt. Sehr gern hätte ich noch 50 Seiten mehr genossen. Die Empfängerin und der Absender des Briefes sagten mir im ersten Moment gar nichts. Vielleicht hatte ich die Namen im Buch vorher nur nicht bewusst registriert?
Sehr gern hätte ich noch gewusst, wie sein Verhältnis zu seiner Familie sich entwickelt hat. Auch das Schicksal der Tochter von Gala habe ich in den Anmerkungen am Ende des Buches vermisst, wenn es sonst nicht in den Roman hineingepasst hat.

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Im Epilog wurde manches erklärt, was vorher nicht so ganz klar dargestellt wurde. Das Buch war leicht zu lesen, die Darstellung der Umgebung, der Natur, der Feste und den typischen Gerichten war sehr bildhaft, man konnte perfekt alles sehen, schmecken, riechen. Das war sehr gelungen.

Bis zum Schluss kommt die Tiefe der Liebe von Dali und Gala nicht so richtig durch, es bleiben viele Fragen offen.
Der Zwiespalt von Dali zwischen Genie und Wahn wird immer wieder eingeflochten. Auch die Hingabe Galas, ihre Hauptaufgabe Dali zu unterstützen, den Rücken frei zu halten, sich um alles zu kümmern damit sie überleben wird immer wieder deutlich.
Schade dass so mancher Charakter, der sicher sehr wichtig war für die Entwicklung von Dali oder auch Gala sehr randläufig erwähnt wird, wie zB seine Schwester, die Tochter Galas… Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Alles im allen ein schönes Buch, dem allerdings der Tiefgang fehlt.
Vielen Dank für die Möglichkeit der Leserunde, hat viel Spaß gemacht.

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Der Roman hat für mich viele Stärken und es ist sicherlich nicht einfach auf der Grundlage der wenigen privaten Informationen die teilweise auch widersprüchlich waren ein Buch zu verfassen. Dennoch hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Informationen gewünscht. Eine große der Stärke des Buches war für mich die Beschreibung der Umgebung der Landschaft und die Gegensätzlichkeiten von dem Leben in der Stadt und dem Leben auf dem Land in Spanien. Die sehr visuelle Schreibweise vermittelt hier tolle Bilder die bei dem Leser aufkommen, das hat mir sehr gut gefallen. Bei dem inneren Blick in die Persönlichkeiten der Protagonisten jedoch hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Auch die Beziehung der beiden Protagonisten und ihre Liebe die hier beschrieben wird kommt für mich leider nur oberflächlich rüber. Das finde ich sehr schade, da die Möglichkeit schon teilweise durchblitzt aber nicht kontinuierlich umgesetzt wird. Alles in allem ist es ein angenehm zu lesendes Buch ud für jeden Liebhaber con Spanien oder auch von Dali sicherlich ein Gewinn. Es lässt sich sehr gut lesen und hat einen angenehm flüssigen bildhaften Schreibstil.

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Das hast du gut zusammengefasst. Ich kann dir da zu stimmen.
Ich bin immer wieder in Gedanken wie viel Arbeit ein Buch braucht um es zu schreiben. Und wir Leser verschlingen es in kurzer Zeit.