Ich habe gestern “Ein ganz normales Wunder” gelesen und war sehr begeistert von dem Buch, das ein wichtiges, leider oft vernachlässigtes Thema in den Fokus stellt, und das auf eine sehr unterhaltsame Weise. Die vielen Perspektiven, Missverständnisse, Beobachtungen und Annahmen haben mich sehr bewegt.
Leider gibt es rund um das Buch ja einen regelrechten Sh*storm, der die Autorenschaft anzweifelt, da mithilfe gestützter Kommunikation geschrieben wurde, einer sehr zweifelhaften und nicht anerkannten Methode. Ich finde es sehr schade dass das Buch dadurch verrissen wird und frage mich, ob es vielleicht sogar böse Absicht war, so einen Wirbel als zusätzliche Werbung zu veranstalten. Ich verstehe nicht wieso hier nicht auf gesicherte Methoden zurückgegriffen wurde - unterstützte Kommunikation ist mittlerweile schliesslich nichts Neues mehr und die moderne, digitale Variante der umstrittenen Buchstabentafeln, die eben nicht fehlinterpretieren kann (egal ob bewusst oder unbewusst) wie ein menschliches Sprachrohr (in diesem Falle ja die Mutter). Andererseits besteht ja trotz allem auch die Möglichkeit, dass in diesem Falle wirklich Woodys Gedanken zu Papier gebracht wurden. Ich bin wirklich hin- und hergerissen was ich von der Sache halten soll.
Und es ärgert mich, dass ein wirklich lesenswertes Buch dadurch “runtergezogen” und infrage gestellt wird.