Sauzahn kenne ich gar nicht, als Gartengeräte eher ein Furchenzieher, eine Hippe oder eine Gartenhand
Was war noch mal eine „Kalte Ente“
Wir hatten mal in der Schule ein drucheinander weil es viele Begriffe für „Schöpflöffel“, „Suppenkelle“, „Vorleger“, Suppenschöpflöffel: Zum Servieren von Suppen und Eintöpfen. Soßenschöpflöffel: Zum Servieren von Soßen. Punschschöpflöffel: Zum Servieren von Getränken.
Da gibt es verschiedene? Wir haben einen kleineren und einen großen Schöpflöffel und nehmen die für alles…
Von der Kalten Ente haben meine Eltern oft erzählt, muss in den 70ern total in gewesen sein. Ich meine, es ist eine Art Bowle mit Zitronen bzw. Zitronenschalen. Fragt sich, ob es die Seinerzeit schon in „bio“ gab, aber ich glaube, das sah man damals nicht so eng…
Damals gab es vielleicht noch nicht so viele Pestizide
Die Karaffe, die ich mal gesehen habe hatte in der Mitte einen zusätzlichen Einsatz, da kamen die Eiswürfel rein, die konnte man dann austauschen, das Getränkt kühl halten und es wurde so nicht verwässert.
Passt nicht ganz zur Kalten Ente, ich kenne noch den Namen Kaltmamsell die Dame war in der Gastronomie verantwortlich für die gesamte kalte Küche, einschließlich der Zubereitung von Salaten, Mayonnaisen, kalten Vorspeisen und dem Anrichten von kalten Platten.
Ja, eine Kartoffelmiete hatten wir auch
Kalte Ente war eine Bowle und wurde von den Erwachsenen bei uns zu Hause gerne getrunken. War das In- Getränk der 70 er. Wir hatten extra so eine Bowleschüssel aus Glas mit einem zylindrigen Einsatz mit Löchern. Da wurde bei uns die Zitronenschale rein getan. Den konnte man dann irgendwie mit dem Deckel hochheben,glaube ich, damit man an die Bowle kam.
Eine Bekannte hat neulich erzählt, sie hätte zu Weihnachten und zum Geburtstag von ihrer Oma immer noch „Aussteuer“ bekommen, ihr Bruder hätte immer Geld oder coole Geschenk bekommen.
Zu Silvester gab es immer Fondue und Feuerzangenbowle
Oh Gott, furchtbar. Meine Mama (Jg 1949) hatte Glück, dass meine Oma da schon der Meinung war, dass kein Mensch Bett- und Tischwäsche will, die über Jahre hinweg zusammengesammelt und bei der Hochzeit dann schon unmodern ist. Somit kam meine Mama um die Aussteuer-Geschenke rum.
Aussteuer und Mitgift ist heute hoffentlich überhaupt kein Thema mehr, das ist ja Patriarchat hoch Drei. Ich mag diese Symbolik überhaupt nicht, die die Frau von klein auf auf Hochzeit und Familie konditioniert. Mir war bei meiner Hochzeit auch sehr wichtig, mit meinem zukünftigen Mann gemeinsam in die Kirche einzulaufen und mich nicht von meinem Vater an den Altar führen zu lassen. Diese Symbolik, wie ein unmündiges Wesen von der Kontrolle des Vaters in die Kontrolle des Mannes übergeben zu werden, finde ich ganz schlimm.
Das kenne ich auch noch. Ich habe von meiner Großtante auch immer Aussteuer bekommen. Ich kann mich noch gut an ein Kaffeeservice erinnern auf dem noch die Nummer von einer Tombola klebte.
Sie hat es doch nur gut gemeint… ![]()
Das war auch ein Punkt, das war bei der Hochzeit schon unmodern, allerdings, ich habe aus der Aussteuer meiner Mutter weiße bestickte Baumwollbettwäsche, die würde ich nicht hergeben, aufwendig bestickt oder eingesetzte Strickstücke. Meine Mutter erzählt oft sie lange sie daran gearbeitet hat.
Gut ausgedrück, ich habe mal jemand kennengelernt, der hat mir beim ersten Date schon erzählt wie er sich das vorstellt was ich für ihn alles tun soll, das täte man doch als Frau und das was er alles möchte, er hätte ja schließlich Wünsche. Glaub mir, mein Wunsch war sofort zu gehen.
Ich kennen noch Hochzeitstische in Wahrenhäusern
Boah, das ist ja gruselig! Da hätte ich auch ganz schnell das Weite gesucht. Zum Glück hat er sofort die Karten auf den Tisch gelegt, so dass man gleich wusste, woran man war.
Hochzeitstische in Warenhäusern kenne ich nur aus den Erzählungen meiner Mama.
Zu unserer Zeit hat man zur Hochzeit ein Ringbuch mit seinen Wünschen vorbereitet und wer etwas schenken wollte, hat die entsprechende Seite aus dem Ringbuch entfernt.
Wow endlich mal jemand der hier meiner Meinung ist. Ich bin auch mit meinem Mann zusammen in die Kirche gegangenen. Werde dafür aber oft belächelt.
Ja. Das gab es bei uns auch. Schlimm fand ich es zu meiner Kommunion (1975) .Topfblumen und was für die Aussteuer. Toll, wenn man 9 Jahre alt ist.
Uns hat der Pfarrer auch an der Kirchentür gemeinsam abgeholt. Dieses, das der Vater die Braut zu Altar bringt, kannte ich nur aus amerikanischen Filmen. Heute ist das aber hier auch oft so.
Wir haben 1985 geheiratet und wir wurden auch vom Pfarrer am Eingang abgeholt. Meine Patentante hat dann die gesamte Hochzeitsgesellschaft aufgemischt. Diese sollten und sind dann auch mit uns in die Kirche eingezogen. Das haben wir dann aber erst später erfahren. ![]()