Schreibfehler

Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, möchte ich hier einmal etwas ansprechen was mich sehr ärgert.
Ich lese immer mal wieder, dass sich Leser über Schreibfehler in Büchern beschweren. Für sich genommen sicher nichts schlimmes. Schreibfehler passieren. Auch bin ich der Meinung, daß es verschiedene Gründe dafür geben kann, warum jemand die deutsche Sprache nicht perfekt beherrscht. Desalb stören mich persönlich Schreibfehler eher nicht. Was mich aber stört, sind Leute die sich in einem selbstverfassten Text über Schreibfehler in einem Buch aufregen, während ihr eigener Text vor Schreibfehlern wimmelt, sei es in der Grammatik oder der Rechtschreibung.
Also liebe Leser und Leserinnen, erstmal vor der eigenen Tür kehren, bevor man sich über den Staub beim Nachbarn beschwert!

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In Büchern erwarte ich auch, dass es so nahe wie möglich an Perfektion rankommt, was Schreibfehler betrifft. Schließlich bezahlen Leser dafür. Da darf man erwarten, dass sich Mühe beim Lektorat und Korrektorat gegeben wird.

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Ich wollte und werde mit meinem Text hier auf die Diskrepanz einiger Rezensionen oder Leseeindrücke hinweisen. Ich werde allerdings niemals soweit gehen, jemanden konkret zu benennen. Sicher erwarte ich auch, dass Bücher korrekt bearbeitet werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das es meiner Meinung nach sehr unfair ist etwas anzuprangern, was ich selbst nicht beherrsche.

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Das sehe ich nicht so.
Auch wenn ich selbst nicht kochen kann, erwarte ich im Restaurant, dass das Essen nicht versalzen ist.
Wie @archer geschrieben hat: Man bezahlt für Bücher und kann daher auch annähernd perfekte Ware erwarten.

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Dem stimme ich absolut zu. Darum geht es hier aber auch gar nicht. Sondern darum, dass etwas bemängelt wird, dass selbst nicht beherrscht wird. Im Übrigen veröffentlichen nicht alle Autoren über Verlage, die ein Lektorat haben. Viele Autoren können sich einen Lektor gar nicht leisten. Und Fehler sind nunmal menschlich.

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Dann wäre es dringend erforderlich, den Unterschied zwischen einem Verlag und einem Druckdienstleister zu erkennen. Verlage haben nicht unbedingt ein eigenes Lektorat. Sie beauftragen und finanzieren Lekorat und Korrektorat und bezahlen ihre Autoren - nicht die Autoren den Verlag.

Selbst wenn mein selbstgestrickter Pullover nicht perfekt ist, erwarte ich bei einem gekauften Pullover eine Qualität, mit der ich mich in die Öffentlichkeit wagen kann. Wenn Autoren auch so handeln, kann nichts schief gehen …

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Da hast du natürlich vollkommen recht. Gegen ein, zwei oder auch drei Rechtschreibfehler in einem Buch wird wohl auch keiner etwas sagen, die können immer durchrutschen. Wenn aber auf fast jeder Seite ein oder gar mehrere Fehler sind, dann ist das für den Leser einfach nicht mehr lustig.

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Völlig richtig! Auch ich ärgere mich maßlos wenn ein Buch für das ich viel Geld bezahle, von Fehlern wimmelt. All das was hier geschrieben wird, ist völlig richtig und wird von mir überhaupt nicht betritten. Ich verteidige Schreibfehler in einem Buch hier nicht. Ich bin einfach nur der Meinung, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.
Wenn ich mich über Schreibfehler beschwere, sollte zumindest mein Text entsprechend fehlerfrei sein. Nichts anderes will ich mit diesem Thema hier sagen.

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Es gibt folgende Möglichkeiten: der Kritiker hat recht, der Kritiker irrt sich oder der Kritiker hat aus seiner Perspektive recht, weil für ihn abweichende Regeln gelten. Ein Schweizer sollte dennoch kritisieren dürfen, was objektiv falsch ist. Natürlich kommt es vor, dass jemand Rechtschreibfehler sieht, weil er die entsprechende Regel nicht kennt. Aber wäre es nicht sinnvoller, dass an Ort und Stelle zu diskutieren?

Dafür habe ich so gar kein Verständnis. Diese Autoren wollen auch Geld für ihr Buch - also will ich auch, dass sie sich ein Lektorat leisten. So einfach.

Übrigens wollte ich gar nicht, dass du Namen nennst. Keine Ahnung, wie du das bei mir herausgelesen haben willst. Hab dir eigentlich in dieser Sache nur recht gegeben.

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Wieso das denn?

Ich kann doch auch sagen, dass jemand nicht singen kann, obwohl ich selbst auch nicht singen kann! Ich höre es doch, das hat doch mit meinem Können nur wenig zu tun!

Und auch oder sogar ein Legastheniker darf sich über Rechtschreibfehler ärgern. Wie soll er selbst denn etwas dazulernen, wenn das Buch nicht “mit gutem Beispiel voran geht”?

Auch jemand, der Fehler macht, weiß bei vielen anderen Wörtern, wie man sie richtig schreibt.

Du bringst mich übrigens zum Lächeln. Du kritisierst diese Leute. Und machst Rechtschreibfehler. Süß!

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Sagte der Arzt, dem gerade der Patient unter den Händen weggestorben ist.

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Leute…das sind doch alles nur Kleinigkeiten und darüber sollten wir uns keinen Stress machen.

LG und ein schönes Wochenende.

Über einzelne Fehler rege ich mich nicht auf. Aber wenn sie gehäuft vorkommen … dann kann es mir schon einmal einen Text oder ein Buch vermiesen, wobei ich auch zwischen Tippfehlern (die mir auch unterlaufen, deshalb schreibe ich lieber mit der Hand) und Fehlern, die auf Unwissenheit basieren, differenziere.

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So geht es mir auch. Fehler passieren selbst Lektoren. Aber es sollte sich nicht durch das ganze Buch ziehen, das zeugt von schlechter Arbeit! Und ich halte es als meine Leserpflicht, den Verlag darüber in Kenntnis zu setzen, wenn ich Fehler finde. Die können dann für die nächste Auflage korrigiert werden. In der Rezension erwähne ich ein oder zwei Fehlerchen nicht, halte ich für unnötig. Aber wenn das ganze Buch damit durchzogen ist, stört das die Lesekraft und gehört somit auch in die Bewertung. Schließlich sollen wir auch bewerten, wie flüssig und erfreulich das Buch zu lesen war.

Also, auch bei dem Thema: Immer das Gleichgewicht wahren.

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Steilvorlage für mich! Berufskrankheit, tut mir leid.

keson1902 bemängelt ja die Fehler, die Leute machen, die andere korrigieren. Also stört es sie sicher gerade gewaltig, dass Du (Du informierst ja nach eigener Aussage immer die Verlage) hier einen ganz heftigen Fehler eingebaut hast.

waren = gewesen sein

Du meinst aber

wahren = aufrechterhalten

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:joy::rofl::joy: Geschickt, oder? Nun, da es jemand bemerkt hat, korrigiere ich es mal. :grin: Du bist ein Schatz! :hugs:

Ich erwähne Fehler in einer Rezension praktisch nie. Ausser es hat in jedem zweiten Satz einen. Doch solche Bücher sind mir seit Jahren nicht mehr untergekommen. So wie mich auch Fehler in Rezensionen nicht stören. Denn niemand ist perfekt und sattelfest. Ausser vielleicht Deutschlehrer und ähnliche Spezies. Ich kann den Unmut der Threaderöffnerin verstehen. Denke jedoch, dass es weitaus grössere Baustellen in Rezensionen gibt. Reziklau (gerade wieder auf einer anderen Plattform gehört), nichtssagende Rezensionen ( Buch war gut und das Cover schön) usw.

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ich lese da im Allgemeinen drüber weg, wenn es nich zu viele sind, kann ich das ignorieren. Mich stören viel mehr diejenigen Autoren, die ihre Handlung im Ausland ansiedeln und dann immer wieder fremdsprachige Floskeln einfließen lassen. Wenn die dann reihenweise falsch sind, läuft mir die Galle über und dann kritisiere ich das schon auch mal in der Rezension, weil‘s einfach schlampige Arbeit ist.

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Rechtschreibfehler sind ja nicht nur störend beim Lesefluss, sie können auch den Sinn total entstellen. Das finde ich schon ärgerlich.

Bekanntestes Beispiel dürfte ein Komma-Fehler sein. Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob man “Wir essen gleich Oma” oder “Wir essen gleich, Oma” schreibt.

Auch bei waren und wahren, wie oben, ist da ein großer Unterschied.

Vor Jahren habe ich in drei Büchern hintereinander den gleichen Fehler gefunden und wollte in die Tischkante beißen: “Er lehrte den Krug in einem Zug.” Der unterschied zwischen leeren und lehren ist doch nicht so klein.

Falsch angewandte Fremdwörter sind auch so ein Thema. Ich denke da so gern an den uralten Witz:

Treffen sich Frau Maier und Frau Müller. Fragt Frau Maier: “Was machen die Hühner, Frau Müller?” Sagt Frau Müller: “Ja, nun - mit der Legalität ist alles in bester Ordnung, aber mit der Brutalität hapert es noch ein bisschen!”

Körperliche Schmerzen bekomme ich immer bei das/dass-Fehlern. Dabei ist das so einfach und logisch. Für Interessierte: https://www.das-dass.de/

Der lustigste Fehler steht in “Tannenstein” von Linus Geschke. Da haben sämtliche Korrektoren und Lektoren den “Schweinwerfer” überlesen. Peinlich und lustig zugleich!

Klar, je mehr man selbst mit Sprache zu tun hat, desto stärker reagiert man auf Fehler. Aber selbst beim Überfliegen von Texten springen mich die meisten Fehler gerade zu an. Inwieweit ich das in einer Rezension erwähne, kommt auf die Häufigkeit an. Jeden Verlag über jeden Fehler informieren, das ist nicht meine Aufgabe - die bezahlen ihre Lektoren bzw. Korrektoren dafür und ich soll die Arbeit machen? Nicht wirklich.

Bei Selbstverlegern ist es keine Ausrede, dass sie nicht genug Geld hätten. Dann sollen sie ein Hörbuch machen, kein Print/eBook. In dem Fall ist es nämlich nur für ganz abgestumpfte Leser tragbar, wenn auf jeder Seite zehn Fehler sind. Im ganzen Buch sind zehn Fehler schon krass, aber mehr geht echt nicht als okay durch.

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