Rezension bei amazon abgelehnt

Klingt für mich nicht wirklich nach Absicht, sondern nach einem Systemfehler.

Bei mir wurde gestern die Rezension zu „Rilke. Dichter der Angst“ abgelehnt. Gleicher Hinweis und eine Mail, ich könne die Rezension bearbeiten und neu einreichen. Ich habe keine Ahnung, wieso sie abgelehnt wurde. Eventuell wegen der neuen „Regelungen“ in den USA, ich hatte nämlich „geschlechtlich fluid“ und „missbraucht“ verwendet, leider ohne *, da beides in einem Zitat aus dem Buch steckt. Langsam machen Rezensionen beim großen A echt keinen Spaß mehr.

Nein, das ist schon länger so und ich habe neulich auf einer anderen Plattform eine Rezensentin entdeckt, die jedes verdächtige Wort wie Sex, Krieg, Pandemie, queer, alter weißer Mann mit Sonderzeichen schreibt: S€x.

Der sehr penetrant wirkt. Auch Texte, die vor X Jahren abgelehnt wurden, während der verdächtige Inhalt munter weiter lieferbar ist, sind auf diese Weise gesperrt.

Normalerweise schreibe ich auch S+x usw., es wurde schon einmal eine Rezension von mir nicht veröffentlicht, weil das Wort Ar+++loch drin vorkam und ich musste es dann so ändern, dann wurde sie veröffentlicht (es war ein wörtliches Zitat!) jetzt habe ich Schrödingers Rezension, ich soll sie bearbeiten, darf sie aber nicht bearbeiten.

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Das ist gut! :rofl:

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Mir geht es genauso! Habe aber keine Lust, das stundenlang zu probieren, dann lass ich es halt sein, Lesen ist für mich ein Hobby und keine Schwerstarbeit…:wink:

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Meine Rezension zu „Der ewige Tanz“ wurde auch abgelehnt. In der Mail stand, ich soll sie überarbeiten, aber ich darf zu dem Buch keine Rezi mehr einstellen. Auf meine Nachfrage kam eine Mail mit folgendem Text:

„Wir haben mindestens eine Ihrer kürzlich abgegebenen Kundenrezensionen entfernt, weil uns ungewöhnliche Rezensionsaktivitäten zu diesem Produkt aufgefallen sind. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um das Vertrauen in Kundenrezensionen aufrechtzuerhalten.“

Waren wohl zu viele Rezis in kurzer Zeit?

Ich habe eben gesehen, dass eine Rezension vom 14. März erst veröffentlicht und dann gelöscht wurde. Ich hatte 5 Sterne gegeben und das Buch sehr gelobt.
Jetzt kam die Mail:
Es tut uns leid, dass du mit dem Produkt keine positive Erfahrung gemacht hast. Wir haben deine Bedenken überprüft, können aber leider nicht bestätigen, dass dieser Artikel über dein Konto bei Amazon gekauft wurde. Daher haben wir die Rezension, die du für dieses Produkt abgegeben hast, entfernt.

Keine Ahnung, was das soll. Hab sie eben mit dem Vermerk „Habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten“ hochgeladen, wurde direkt veröffentlicht.

Dieser Vermerk kann Dir auf Amazon Ärger einbringen.

Habe den Vermerk gelöscht und aktuell ist sie noch ohne online. Irgendwie hat die KI ein Problem, wie kann sie eine 5-Sterne-Bewertung mit „Es tut uns leid, dass du mit dem Produkt keine positive Erfahrung gemacht hast“ in Verbindung bringen?

Ich würde den allein schon löschen, weil die Rezensionsregeln morgen schon wieder anders sein können und für Bücher keine Ausnahmen mehr gelten. Ich habe schon ein Set von Regeln hinter mir: alle Rezensionsexemplare müssen im Text gekennzeichnet werden, kurz darauf: Textbausteine und gleichlautende Texte sind nicht erlaubt = könnte ein Grund sein, eben diese Rezensionen zu löschen.

Man nennt es, die rechte Hand weiß nicht, was die Linke tut. Der Kundenservice sendet Texte, ohne den Sachverhalt zu kennen - und hat keine anderen Textbausteine außer diesen.

Normalerweise habe ich den Satz nicht drin, da ich mit der Zeichenbegrenzung bei buecher.de ohnehin zu kämpfen habe. Also habe ich ihn wieder gelöscht und warte jetzt drauf, ob die Rezension auch wieder gelöscht wird. Ich habe in den letzten Wochen jeweils nur ein einziges Buch rezensiert, an der Menge kann es also auch nicht liegen.
Ich habe im Moment sehr viel Guthaben bei A+ sonst wäre ich da inzwischen weg.

Nicht alles, was blöd ist, ist KI. Amazon arbeitet mit Wortfiltern und mit Satzbausteinen.

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Es muss ja nicht deine Menge sein, sondern zu Neuerscheinungen werden allgemein viele Rezensionen am Erstverkaufstag eingestellt, die amazon gar nicht will, weil sie ihre KI- generierten Allgemeinplätze veröffentlichen. Man müsste antizyklischer handeln - aber wenn man jetzt noch taktieren soll, nicht zum Erscheinungstag einzustellen, artet das unnötig in Arbeit aus.

Und diese Satzbausteine sind sinnfrei. Zu einem neu erschienen Roman kann man nicht „für mehrere Varianten dieses Artikels eine Rezension einstellen“ und dafür gesperrt werden, es gibt keine Varianten. Und es ist auch nicht möglich, zu diesem einen Buch nacheinander zwei unabhängige Rezensionen einzuschicken und deshalb gesperrt werden.

Ich hab ja nicht gesagt, dass sie Sinn machen.

Wenn man bedenkt, wer wo bei Amazon arbeitet und wie viel Lust die haben, dann muss man sich nicht wundern.

Auch ich hatte gestern die Ehre von „Schrödingers Rezension“. Es war beim Buch Stromlinien, ich denke, dass es an den Elbmarschen liegt. Aber dann halt nicht, stört mich auch nicht. :wink:

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Bei dem Buch hat die Prüfung auch bei mir verdächtig lange gedauert.

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