Nr. 553: Was muss ein Buchcover haben, damit es eure Aufmerksamkeit weckt?

Liebe Vorableser:innen,

oft greifen wir zu Büchern, weil das Cover unsere Aufmerksamkeit weckt. Sei es ein ganz bestimmter Stil, intensive Farben, Illustrationen oder eine bewusst schlicht gehaltene Gestaltung: Was muss ein Buchcover haben, damit es eure Aufmerksamkeit weckt?

Drachen… nein das war nicht ganz ernst gemeint :wink: . Als Fourth Wing seinerzeit heraus kam, hat mich das Coverdesign ein wenig an die frühere Gestaltung der Jules-Verne-Bücher erinnert und damit meine Aufmerksamkeit geweckt. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe und es wirklich liebe, ertappe ich mich dabei, wie ich tatsächlich auf ganz ähnlich gestaltete Drachenmotive anspringe…
Bei mir sind es meistens bestimmte grafische Elemente, die meinen Blick auf ein Buchcover lenken, Rosen mag ich sehr, auch andere Blumen ziehen mich an. Bei „The Second Death of Locke“ hat mir z.B. das Zusammenspiel der Blumengestaltung und die auffällige Schriftart gefallen.
Menschliche Gesichter / Figuren mag ich eher weniger, aber auch da gibt es Ausnahmen…

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Hmm, schwer zu sagen, bei mir ist es eher erst mal so, dass ich aufgrund des Covers bestimmte Bücher von vornherein ausschließe. Dazu gehören Cover mit Fotos von Personen (sofern diese Fotos nur zu Illustrationszwecken dienen und nicht die “echte” Person abbilden wie bei Biografien natürlich), Drachen/Fantasy-Abbildungen und alles, was irgendwie überladen aussieht oder nach Romance/YA/NA riecht. Haus-unter-düsterem-unheilvollem-Himmel-Cover bei Thrillern und andere ständig variierte, einfallslose 08/15-Cover reizen mich auch nicht. Ich mag generell keine puderigen, pastelligen Farben, deswegen lasse ich Bücher mit Cover in rosa, mint, puder, babyblau etc. eher links liegen. Auch Üppiges mit Blumen, Ranken etc. mag ich gar nicht.

Schön finde ich klar gestaltete Cover, gerne mit einer einzigen dominierenden kräftigen Farbe wie zB Wackelkontakt von Wolf Haas, Boyles I walk between the Raindrops oder Wie Grischa mit einer verwegenen Idee… von Jakob Hein. Es darf auch mal etwas auffälliger sein, zB Hello Baby von Kim Eui-kyung oder die Schmuckausgabe von Frankenstein bei arsEdition.

Generell liebe ich die typischen Diogenes-Cover. Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert, sind schlicht, aber meist sehr passend.

Bei den Kinderbüchern gab es in den letzten Jahren so viele tolle Cover - da hat sich gegenüber früher wirklich einiges getan. Hier darf es gern etwas Üppigeres sein als bei den Erwachsenen. Thienemann ist nicht nur inhaltlich, sondern auch bei der Covergestaltung mein Favorit. Wenige, dafür kräftige Farben und silberne oder goldenen Akzente sowie Aussparungen (“Gucklöcher”) im Cover kommen bei meinem Sohn und mir immer gut an. Die Bücher von Davide Morosinotto haben zB tolle Cover, ebenso Krabat und Die magische Bibliothek der Buks. Bei KARIBU hat die Abenteuer-Express-Serie sehr schöne Cover mit Goldakzenten bekommen. Genial finde ich die Gestaltung der Mika-Mysteries-Reihe bei magellan mit ihren Scherenschnitt-Retro-Charme.

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Meine Negativ-Liste ist lang: keine Pastellfarben, keine vom Betrachter abgewendeten halben Frauen vor hellblauem Himmel, kein Beerenobst, keine englischen Titel für deutschsprachige Bücher, keine nackten Sixpacks.

Positivbeispiel:

Farbe und Grafik schlicht, wenige, ruhige Farbtöne und ein Cover, das neugierig macht, was wo & warum passieren wird.

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Uii, da hast du wirklich strenge Vorgaben :grinning_face_with_smiling_eyes::wink:

Ich mag sehr gerne reale Landschaftsbilder, Sonnenuntergänge am Meer und ganz besonders die Covergestaltung von den " Prost und Salute Serien" von Friedrich Kalpenstein. Natürlich muss das Cover auch im Zusammenhang mit der Geschichte stehen. Bei Kalpenstein ist das Quasi eine Einheit, die mich bei jedem neuen Buch begeistert. In wenigen Tagen erscheint " Salute- das letzte Foto " und das Cover zeigt sich mit passenden Illustrationen in einem kräftigen Gelb. Jeder Band der Serie hat eine andere kräftige Farbe. Mir gefällts ausgezeichnet.

:slightly_smiling_face: Ich leide aber noch keine Büchernot …

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Hahaha :ok_hand:t2::ok_hand:t2:

Bloß keine Frauen von hinten :joy:

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Ich hab so nen Tick mit Farben. Tatsächlich mag ich die Farben Gelb, Rot und Orange nicht. Alles was damit ist, fällt bei mir erstmal raus. Dagegen machen mich Blau, Türkis und dunkles Grün eher neugieriger. Dazu stehe ich total auf graphische Darstellungen. Das Cover von Fourth Wing finde ich toll, abgesehen von der Farbgestaltung natürlich.
Auch wenn auf dem Cover schon ein Teil der Geschichte aufgegriffen ist mag ich das sehr gern. Wie bei Glow like Northern Lights, wo ein anatomisches Herz mit auf dem Cover ist.

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Ich gebe ja offen zu sehr Cover getrieben zu sein.
Darüber habe ich gerade letztens nachgedacht, als mir auffiel, dass ich manchmal den Titel/Autor nicht richtig lesen kann: weil alles ineinander verschlungen ist, weil der Titel so große Buchstaben hat, dass das Wort nach drei Buchstaben umgebrochen wird und dann neun Buchstaben in drei Teiehn untereinander stehen. Oder das Cover ist so dunkel, aber wunderschön gestaltet, das nman die filigrane Goldschrift nicht lesen kann. Ich muss jetzt aber gesteehn, dass ist mir beim stöbern hier (bei den neuen Büchern) oder bei netgalley, wenn ich durch die Seiten blätter aufgefallen. Wenn ich im laden stehe, kann ich schon die Titel lesen.

Ansonst mag ich, wenn Häuser drauf sind oder Landschaften. Es müssen noch nicht mal Menschen sein, weil ich dann das „Potter-Phänomen“ habe: ich habe die ersten drei (oder sogar 4) Potter Bücher vor den Filmen gelesen. Danach waren die Bücher „kaputt“, weil ich immer alle aus den Filmen vor Augen hatte und vorher war das ganz anders. Deshalb bin ich gegen Menschen auf dem Cover, wenn nur gezeichnete, Fotos gehen gar nicht.
Ich glaube die Negativ-Liste ist viel länger und wir sollten sagen, was uns gefällt. Also am Thema vorbei :slight_smile:
Trotzdem schönes Lesewochenende euch allen :face_blowing_a_kiss:

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Ich mag es eher schlicht. Was mir gar nicht gefällt, sind Titel, die das ganze Cover in Anspruch nehmen.

Sehr empfänglich bin ich für Cover, die wie ein Ölgemälde gestaltet sind.

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In diesem Jahr ist das bisher eines meiner liebsten Cover:

Ziemlich großartig finde ich auch dieses hier. Das Buch erscheint demnächst auf deutsch und da gefällt mir das Cover leider überhaupt nicht :see_no_evil_monkey:

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Ein Buchcover muss mich irgendwie ansprechen. Es muss zum Titel passen und eine Besonderheit haben, die mir ins Auge springt. Das kann kann verschieden sein, Farbe und Motiv können dabei variieren.

Auch ich mag es eher schlicht.
Z.B. Thriller:


Historischer Roman (ist mir fast nicht schlicht genug):


Grenzwertig, es könnte auch kitschig werden (ist es aber nicht)

Es muss eine Katze drauf sein. Ich habe eine Schwäche für Katzen und würde mir auf jeden Fall das Buch näher anschauen.

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Keine halb abgewandten Frauen von hinten oder auf der Flucht, keine Teil/Ausschnitt-Frauengesichter/ verschnörkelte Dekore, die das Lesen von Titel bzw.Autor erschweren / der Titel des Buches sollte nicht kleiner gedruckt sein als der Autorenname…).

Ach ja, Lobhudelei-Aufdrucke anderer Autoren o.ä. auf dem Titelbild finde ich auch komplett überflüssig - genau wie Spiegel oder NT-Bestseller-Aufkleber/drucke

Auch nervig ist, wenn bei New Adult- oder Romantasy-Reihen die Verlage von einander abgucken und die Bücherstapel/Cover in den Buchhandlungen dann alle gleich aussehen …

Ich mag kräftige Farben / Reihen, die am Design erkennbar sind(Mika Mysteries, Jacka,… von London-Reihe, Franck, Stromlinien, Burke, YesterYear, Arenz, Der große Sommer)/ Naturbilder: illustriert, keine Fotos - einfach insgesamt klares, schlichteres Design

Und wenn bunter Buchschnitt vorhanden ist, darf er gerne nahtlos ans Cover anschließen, muss aber nicht…)

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Ein Cover muss farblich harmonisch sein und zur Thematik passen. Weniger ist für mich in diesem Fall mehr.

Mir ist noch ein großes No-Go eingefallen, das es leider immer mal wieder bei Kinderbüchern (im Fall von Sammelbänden) gibt: Dass der Preis vorne aufs Cover gedruckt ist :weary_cat:

Mir einem Aufkleber kann ich gut leben, aber doch bitte nicht als Teil des Covers. Aktuelles Beispiel:

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Stimmt, das geht gar nicht.

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