Nr. 510: Welche kleinen Ticks habt ihr rund ums Buch – sei es beim Kaufen, Sortieren, Verleihen oder dem Lesen an sich?

Ich habe früher immer an neuen Büchern geschnüffelt, ich mag diese etwas unterschiedlichen Gerüche zu gern.
Leider klappt das bei den heutigen, nicht eingeschweißten Büchern nicht mehr.
In meinem Regal stehen noch ein paar ungelesene Exemplare in Folie. Vorgestern dann das Highlight, auspacken, riechen und es hatte noch den echten Buchgeruch :star_struck: :partying_face:

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Ich gebe zu, das mache ich auch. Wenn es etwas zum Fühlen gibt, muss ich es immer wieder berühren. Ehrlicherweise sind mir die Blicke anderer dabei egal bzw. bemerke ich sie nicht, weil ich ja am Lesen bin…

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Ich bin auch Buch-Riecher, doch seit Corona lasse ich das bzw. mache es nur noch bei eingeschweißten Büchern nach dem Aufpacken.

Das würde ich auch gerne mal ausprobieren, aber dann hätte ich ein massives Platzproblem. Aktuell hat meine Regalwand unterschiedlich hohe Fächer für große ComicformTe, Hardcover, Softcover und Taschenbücher. Würde ich die vermischen müsste jedes Fach hoch sein und ich würde zu viel Platz verschenken, das geht leider nicht.

Zudem stehen die Bücher jetzt auch schon in 2-3 Reihen hintereinander. Aussortieren fällt mir bei neuen Titel sehr leicht, aber alles von früher hält sich komischerweise hartnäckig.

Ansonsten schliesse ich mich den meisten an, ich gehe sehr pfleglich mit den Büchern um, packe sie in einen Stoffumschlag, was sich auch gut anfühlt beim Lesen. Leserillen mag ich auch nicht, habe aber festgestellt dass es sich bei einigen Exemplaren - sehr dick, dünnes nicth so hochwertiges Material beim Umschlag, oft Selfpublishung o.ä. - nicht vermeiden lässt.

Ich lese neu und gebraucht, beides hat seinen Charme. So mag ich sehr gerne meine alten Mass Market Paperbacks mit vergilbten Seiten und abgestossenen Umschlägen, manche mit Eintrag, wo ich mir vorstelle wem das Buch vorher wohl gehört hat.

Ich mag hochwertige Sonderausgaben und habe für ein paar (für mich) echte Schätze wie ein von Stephen King signiertes Exemplar.

Beim Bücherkauf lasse ich gerne als Geschenk verpacken, damit das Buch beim Transport nicht leidet. Aktuell stehen drei noch verpackte Bücher im Regal und warten als Überraschung auf mich :wink:

Ich tausche oder kaufe gebrauchte Bücher und ärgere mich, wenn der Tauschpartner das Buch nicht genauso sorgfältig verpackt wie ich es mache. Buch unverpackt lose im Umschlag ist einfach nur gruselig. Deshalb fand ich die Abschaffung der Folie bei Neubüchern auch nur teilweise gut - Neuware kommt jetzt häufiger mit kleinen Macken an.

Bei Büchern, die verfilmt wurden, kaufe ich niemals das Buch zum Film oder mit Filmplakat als Cover, es muss immer das Originalbuch sein. Generell bin ich wählerische, wenn es schon mehrere Ausgaben mit verschiedenen Covern gibt. Da muss es gerne mal das sein, dass teurer oder nicht mehr so leicht erhältlich ist.

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Das geht mir auch so!

Ich habe das Glück seit wenigen Jahren ein riesiges Bücherregal über eine gesamte Zimmerwand mein Eigen zu nennen. Dort kann ich meine Sortierkünste nach Herzenslust ausleben. Tatsächlich stehen die Fächer für schwarze und weiße Cover bzw. Buchrücken inzwischen auch schon doppelt bzw. dreifach. Ich erkenne also eindeutig die Trendfarben :wink:
Der große Nachteil an der Farbsortierung im Gegensatz zur alphabetischen ist, dass sich Bücher unter Umständen nicht ganz so leicht finden lassen, wenn ich nicht genau weiß, welche Farbe der Einband hatte.

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Wie sollte ein Buch Deiner Meiung nach denn sonst verpackt werden? Ich hebe immer die Kuverts von Thalia und Co auf und lege da dann das Buch rein, ohne zusätzliche Verpackung, wenn ich wirklich mal ein Buch verschicken muss.

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Ich bestelle meine Bücher mittlerweile immer zur Abholung in meiner Buchhandlung, da ich bei Onlinebestellungen bzw. dem Umgang mit den Paketen schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ist aber auch ganz nett so, weil ich immer ins Gespräch mit den Mitarbeiterinnen komme und da ein interessanter Austausch entsteht :blush: außerdem verleihe ich keine Bücher mehr, nachdem ich mal ein Buch, was quasi wie neu aussah, total bekleckert und mit kaputten Buchrücken zurück bekommen habe. Wenn jemand Interesse an einem Buch zeigt, gibt es das dann einfach als Geschenk zum nächsten Anlass :face_with_hand_over_mouth:

Wenn ein verliehenes Taschenbuch etwas „gelesen“ zurückkommt, finde ich das nicht tragisch. Bei Hardcover sehe ich das anders. Wenn mir da ein Malheur bei einem ausgeliehenen Buch passieren würde, würde ich ein neues Buch kaufen und das unansehnliche behalten.

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Das ist ein echtes Stress-Thema für mich.

Ich bin so erzogen worden, dass man mit allen Dingen, ob eigene oder geliehene, pfleglich umgeht. Das tue ich auch. Auch, wenn ich in die Bücher, die ich nicht weitergebe, in irgend einer Form schreibe. Gerade bei Kochbüchern ist das für mich logisch. Und ich finde es schön, wenn ich ein altes Kochbuch finde, in dem schon jemand etwas notiert hat, Veränderungen eingetragen hat o.ä. Ich tu dem Buch ja keine Gewalt an. Aber wenn es Spuren vom Gebrauch hat, ist das für mich kein Drama. Das gehört einfach dazu. Schuhsohlen bekommen ja auch Spuren vom Tragen ab. Da heult ja auch keiner rum.

Natürlich schreibe ich nicht in geliehene Bücher.

In meiner Jugend und bis bestimmt Ende 20 hab ich liebend gerne tolle Stellen in Büchern unterstrichen, hab Anmerkungen in Bücher gemacht usw. Aber damals dachte ich auch, dass ich niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiemals ein Buch weggeben würde. Bei den Stephen King Büchern stimmt das ja auch noch. Und gerade da fand ich enorm viele bemerkenswerte Stellen und hab sie eben „bemerkt“. Damals gab es noch keine Bücherforen und zudem hab ich das auch rein für mich gemacht. Meine Bücher, meine Bemerkungen, mein Tick.

Wenn man dann aber mehrere Tausend Bücher hat und dann feststellt, dass immer mehr dazukommen und die vorhandenen einfach nur im Regal stehen, kommt man irgendwann ins Grübeln. Inzwischen gebe ich Literatur fast komplett ausnahmslos nach dem Lesen weg. Kochbücher nur dann, wenn sie für mich nichts besonderes sind. Dann hab ich da aber auch noch gar nix reingeschrieben.

Mein Tick ist also, dass ich von der Sammelleidenschaft weg bin und Büchern ermögliche, noch mindestens einmal gelesen zu werden. ich hoffe immer, sie dürfen auch weiter reisen und etwas erleben.

Ich breche mir beim Lesen nichts ab, um die Bücher ganz besonders zu schonen. Trotzdem sehen sie nicht gebraucht aus, wenn ich sie weggebe.

Im alten Haus hatte ich ein Bücherzimmer. Mein Mann staunte nicht schlecht, als ich bei der Planung des neuen Hauses klargemacht habe, dass ich keines mehr möchte. Vielleicht ist es einfach nur eine Frage des Alters. Wie gesagt, mit 20 dachte ich auch noch, ich muss leiden, wenn ich Bücher weggebe. Heute muss ich leiden, wenn ich es nicht tue. Und all die vor dem Umzug nicht weggegebenen Bücher lagern auf dem Dachboden. Leute, das ist doch nicht normal!

Wenn man mal darüber nachdenkt, wie viele „alte Schinken“ in den öffentlichen Bücherregalen landen, weil die Erben sie nicht brauchen/wollen, muss man auch zugeben, dass mit den eigenen Büchern es nicht anders laufen wird. Das sind gerade heutzutage so schnell „alte Schinken“, die keiner mehr lesen mag, dass es unlogisch ist, sie nicht weiterzugeben.

Lange Rede, kurzer Sinn - ich liebe Bücher auch mit 59 Jahren noch so sehr, wie als kleines Kind, Jugendliche, junge Frau. Genau deshalb möchte ich sie nicht im Regal oder Zimmer horten. Gut, bei den Back-/Kochbüchern gelingt es mir nicht, sie wegzugeben. Aber die hab ich auch immer mal wieder in Gebrauch (alle 500+? Hmmm … vielleicht nicht. Aber den Großteil.).

Ansonsten: Ja, ich rieche auch gern an Büchern, ich mag gern die Prägungen eines Buches (wenn vorhanden) ertasten, all so Zeug eben. Sortiert waren sie bei mir immer nach Genre, Bücher eines Autors immer beieinander und da chronologisch. Platz sparend auch mal zweireihig (trotz Bücherzimmer war der Platz immer Mangelware). Warum man Bücher nach Farben sortieren möchte, erschließt sich mir nicht. Ich hatte sie quasi wie im Buchhandel so sortiert, dass man sie auch gut finden konnte.

Oh, doch, einen Tick habe ich noch: Ich schreibe seit über 20 Jahren zu wirklich jedem gelesenen Buch eine Rezension. Für mich ist das ein Ritual geworden, ohne das ich nicht wirklich mit dem Buch zu Ende wäre.

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Hast du eine Lösung für Reihen, die farblich ganz anders sind? Zum Beispiel rot, grün, blau?

Powell’s aus Portland hat ein Parfüm mit genau dem Geruch. Ich habe mich bisher nicht getraut es zu öffnen, denn ich bin Zwiegespalten bei dem Geruch.

Vor 15 Jahren sahen meine Bücher immer aus wie neu. Eins habe ich verliehen und es hinterher so abgenutzt zurück bekommen, dass ich keine Bücher mehr verleihe, nur verschenke.
Nach einer Leseflaute habe ich beim Neueinstieg angefangen Markierungen zu machen, aber inzwischen wieder mit Klebezetteln. Es gibt 3 Kategorien: Ansprechende Passage, zum Vorlesen für meinen Mann und Schreibfehler.

Für Reihen habe ich eigene Regale, denn die Teile müssen natürlich zusammen bleiben. Aktuell ist die oberste Ebene dafür reserviert, also nicht „mittendrin“ im Regenbogen. Dort sind sie für mich noch immer präsent.

Was ich besonders schlimm finde, ist, wenn sich innerhalb einer Reihe das Format ändert. So habe ich zwei Bände, die wunderbar zusammen passen und einen, der etwas höher ist. Oder eine Trilogie, deren erste 2 Bände Taschenbücher sind, aber der 3. nur als Hardcover erschienen ist. Sowas ärgert mich.

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Ich mache bei Hardcover immer den Umschlag zum lesen ab. Deswegen werde ich auch immer etwas pingelig wenn ich ein Hardcover verleihe und die Person dem Umschlag nicht abmacht. Dann kommt er oft mit kleinen Dellen / Rissen zurück und das finde ich nicht so schön.

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Das kann ich auch gar nicht leiden. Eine Freundin bekommt keine Hardcover mehr von mir und insgesamt nur Bücher, die mir nicht zu sehr am Herzen liegen.

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Neue Bücher bestell ich mir ggf online in meine Buchhandlung statt mir was per Post zukommen zu lassen. Manchmal ist das Buch auch im Laden und ich kann es telefonisch/via Mail reservieren lassen. So umgehe ich Versandschäden. Und die BuchhändlerInnen freuen sich.

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Ich nutze auch immer die Vorbestellung im Laden, weil per Post einfach zu oft Schäden entstanden sind. Im Laden hatte ich auch schon mal ein verdelltes Buch, was ich dann auch abgelehnt habe zu kaufen.
Ich kaufe tatsächlich auch Mängelexemplare, aber wenn ich den vollen Preis für ein Buch zahle, will ich es auch in vollständig gutem Zustand haben.

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So sehe ich das auch, und hier gehen die sehr pfleglich mit den Büchern um. In den Versandkartons sind mir schon Bücher richtig kaputtgescheuert und zerdellt. Einmal sah ein versandtes Buch aus, als wär da jemand wiederholt mit dem Auto drüber. Oder eine Buchbox war zerrissen und verregnet, also richtig durchnässt. Die hab ich in der Postfiliale umgehend zurück gehen lassen.

Ich lese immer den Klappentext, die Danksagung und das Autorenprofil bevor ich anfange zu lesen.

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Bei den Mängelexemplaren muss man inzwischen auch tüchtig in die Tasche greifen - 4,99 € sind keine Seltenheit. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, es gab da noch die D-Mark, da zahlte ich für ein Mängelexemplar 1,80 DM. Kaum zu glauben. Bei den heutigen Mängelexemplaren zahlt man im Grunde so viel, wie damals für ein Ladenexemplar. Ich bin ehrlich: auch beim Mängelexemplar muß der Zustand 1A sein für mich. Leider ramschen viele Verlage inzwischen gar nicht mehr.

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