Klassiker-Leserunde: Die Wand

Ich habe mir das Buch gestern spontan gekauft, auch wenn es für die Leserunde hier wahrscheinlich nicht mehr reichen wird (bin gerade noch in einer Leserunde von TBC und habe hier noch ein Rezi-Buch von Vorablesen).

Ich hatte es vor ca. zwanzig Jahren schon mal gelesen und damals hat es mich sehr berührt und eine Weile beschäftigt, allerdings durchaus auf eine doch eher unangenehme Art und Weise. Ich kann das gerade nicht besser beschreiben, aber es hat schon eher ein Gefühl des Unbehagens oder so hinterlassen. Trotzdem fand ich es wirklich gut.

An Einzelheiten kann ich mich aber nicht mehr so wirklich erinnern und wenn ich hier so mitlese, dann will ich es auf jeden Fall zeitnah nochmal lesen, auch um zu schauen, wie ich es jetzt finde.

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Das ist das Wort, das mir fehlte: “Neugier”!

Die Protagonistin “dümpelt” einfach so vor sich hin. Keine Emotionen, keine Neugier. Darum kann ich mit ihr als Figur einfach nichts anfangen, wenngleich ich die philosophischen Gedanken im Roman zu schätzen weiß.

Bin ein bisschen verzweifelt was dieses Buch angeht. Total langweilig, aber irgendwie zieht es mich auch an. Vielleicht kann mal jemand die Dame schütteln?! :sweat_smile:

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Da hast du wohl Recht. Ich bin selber jemand, der auch gerne viel Zeit alleine hat, aber ich kann sie trotzdem irgendwie gar nicht nachvollziehen. Ich mein, sie hat ja auch ausgerechnet wie lange ihre Vorräte halten und dass ihre Überlebenschancen eh auf wenige Jahre begrenzt sind. Was ist, wenn diese Wand nur in diesem Teil der Alpen ist und der Rest der Welt normal weiter läuft? Ich würde ihre Entscheidung voll verstehen, wenn sie wüsste, dass es eine Apokalypse o.ä. ist, aber sie hat ja überhaupt keine Informationen, was passiert ist. Man würde doch eher das Risiko eingehen, um herauszufinden, was überhaupt los ist. Das macht das Buch irgendwie so seltsam für mich, weil diese Entscheidung gar keinen Sinn für mich macht. Ich verstehe auch, dass das nicht der Sinn des Buches sein soll, sondern es geht um das Überleben und die Isolation, aber dann finde ich hätte man ihr irgendwie vielleicht mit dem Radio oder so Informationen geben müssen, die erklären, warum sie dableibt. Vielleicht ist es ja irgendwie ein Kriegstrauma, warum sie so reagiert?

Ich denke, für diese Zeit war es wohl wirklich sehr feministisch, da sie sich selber versorgt und körperliche “Männerarbeit” erledigt, aber ich finde es bisher aus heutiger Sicht auch nicht feministisch. Das erinnert mich sehr an “Ich, die ich Männer nicht kannte”, was ich auch nicht wirklich feministisch fand. Letzten Endes geht es ja in beiden Romanen eigentlich um das Menschsein und Überleben an sich, worüber es mit Männern als Protagonistin natürlich schon tausende Bücher gab. Verrückt, dass es schon bahnbrechend war einen weiblichen Charakter in diese Situation zu setzten. Irgendwie wirklich so, als ob man klar machen musste, dass Frauen auch Menschen sind.

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Das ist ein guter Aspekt, dass sie sich ja gar nicht sicher sein kann, dass es wirklich keinerlei Leben gibt. Das passt zu meinem Punkt, dass sie keine Neugier hat und einfach völlig passiv die Situation hinnimmt. Für mich verstärkt sich das Gefühl, dass Haushofer mit dieser Protagonistin eine von schweren Depression gezeichnete Frau zeigen wollte.

Zur Einordnung als feministischer Roman: wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich irgendwo mal gelesen, dass das Buch in seinen Anfängen kaum Beachtung fand und es erst in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Für mich würde es passen, dass es aktuell als besonders feministische Lektüre gilt, weil die These von der Gesellschaft, die eine Frau zur Frau macht und der konstruierten Geschlechter derzeit sehr viele Anhänger*innen hat.

Ich persönlich finde es für die Einordnung als einen feministischen Roman aber auch eher etwas dünn.

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Ich fand die Einordnung in der Beschreibung von “Ich die ich Männer nicht kannte” auch passender:

»Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«.

Existentiell passt hier deutlich besser.

Ich selber kann aber mit diesem Buch wesentlich mehr anfangen als mit “Der Report der Magd”.

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Den zweiten Abschnitt fand ich etwas langweiliger, da sich ja viel wiederholte und ihr hartes und eintöniges Leben im Vordergrund steht. Aber durch die häufige Ankündigung des Todes von Luchs (und auch von Stier) war dennoch Spannung enthalten, die mich weitertrieb, auch wenn es mich nervte, dass Luchs Tod von Beginn an angekündigt wurde und erst am Ende eintrat. Die Szene an sich ließ mich ratlos zurück. Woher kam auf einmal dieser Mann? Warum pfiff sie Luchs zurück, um ihn dann selber zu töten? Leider zu spät. :sad_but_relieved_face: Sie ärgert sich aber nur darüber, dass sie zu langsam beim Gewehr war. Warum nicht auch darüber, dass sie ihn zurückgepfiffen hatte? Und warum hatte der Mann Stier getötet? Diese Frage beschäftigt sie auch.

Und dann bin ich noch über drei Textstellen gestolpert, die so gar nicht zu ihrem Verhalten bei Entdecken der Wand passen:

S. 261 “Abschied nehmen, und wäre es auch nur für kurze Zeit, ist mir immer unmäßig schwergefallen.”

S. 262 “[…] aber ich war nie fähig gewesen, meinen Kummer einfach abzuwürgen. Immer musste ich warten, bis er reif und ausgetragen war und von mir abfiel.” (Das hat sie zu Beginn nie erwähnt.)

S. 263 “Ich wartete auf den vertrauten Ansturm von Kummer und Verzweiflung, aber er kam nicht.” Wo ist er denn bitte als vertraut genannt worden?

Das Ende finde ich spannend, ein offenes Ende, da das Papier ausgeht, um den Bericht weiterzuschreiben. Luchs, Tiger und Stier sind tot, einen neuen Hund, wird es nicht geben, neue Kätzchen wohl auch nicht, aber Hoffnung auf ein neues Kalb besteht. Somit hat sie auch weiterhin Milch, um ihr das Überleben zu sichern. Für wie lange, wissen wir nicht. Woher die Wand kam, auch nicht. …

Auch das Nachwort von Klaus Antes zum Leben und Schreiben von Marlen Haushofer fand ich spannend im Zusammenhang mit dem Roman.

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Ich bin noch nicht so weit. Aber es taucht ein Mann auf?! Jetzt bin ich ja doch gespannt was noch kommt (konnte mich bisher so gar nicht aufraffen weiter zu lesen/hören)

Ja, es passiert im zweiten Teil nichts Neues. Es geht um das Leben der Erzählerin hinter der Wand und wie wichtig die Tiere für sie sind.
Ich weiß nicht warum, aber mich fasziniert der Schreibstil. Diese beklemmende Stimmung und ihre Resignation, obwohl ich diese absolut nicht nachvollziehen kann. Nur einmal kurz kommt ihr der Gedanke, dass sie unter der Wand durch graben könnte, aber er wird nicht weiter verfolgt.
Ich teile mittlerweile den Gedanken von @desiree1, dass sie eine Depression hat und zwar schon in ihrem vorherigen Leben. Nur so kann ich mir ihr Verhalten erklären.

Sie scheint sich mit den Tieren alleine wohl zu fühlen, von diesen scheint sie sich nicht so bedroht zu fühlen wie von Menschen. (In den letzten Jahren schien es mir allerdings oft, als wären meine engsten Angehörigen zum Feind übergelaufen, und das Leben wurde wirklich grau und trüb. Seite 181)
Ihr neues Leben scheint für sie einfacher zu sein.

Das Erscheinen des Mannes ist mir auch ein Rätsel. Was hatte er vor? Hatte er gute oder böse Absichten? Wo war er die ganze Zeit?

Das Ende gefällt mir sehr, wenn auch einige Fragen offen bleiben.

Ich für mich kann nur sagen, dass „Die Wand“ für mich nach wie vor ein 5-Sterne-Buch ist.

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Puh, dieses Buch ist so gar nichts für mich und ich fand es furchtbar zäh und langweilig. Die Begeisterung von Klaus Antes im Nachwort kann ich nicht nachvollziehen. Haushofer muss ein zutiefst unglücklicher Mensch gewesen sein, und ich musste beim Lesen immer ein bisschen an Sylvia Plath denken.

Was das Auftauchen des Mannes sollte, ist mir ein Rätsel. Da hätte man so viel draus machen können, aber das wird für mein Empfinden total platt abgefertigt. Mann tötet (warum???) Stier, Luchs will auf ihn losgehen, sie pfeift ihn zurück (nochmal warum???) und erschießt den Typen. Leider zu spät, vorher erschlägt dieser Luchs, der den Mann gar nicht angreift - drittes Warum. Ich hätte verstanden, wenn der Mann versucht hätte, die Tiere zu stehlen, denn er muss ja selbst auch ein Überlebender sein, der irgendwie über die Runden kommen muss, oder wenn er gegenüber der Protagonistin zudringlich geworden wäre. Aber Stier töten, ein in dieser Situation so wertvolles Tier? Völlig unverständlich. Was will die Autorin damit sagen? Dass Männer grundlos gewalttätig sind? Wäre ein bisschen sehr simpel.

Für mich sieht es so aus, als hätte Haushofer die Welt wie durch eine Glasscheibe wahrgenommen, unfähig, ein tiefe Bindung zu Menschen einzugehen. Tiere standen ihr offenbar näher. Das geht ja einigen so, ich finde mich da allerdings nicht wieder. Mir blieb die Protagonistin sehr fremd, und da ich selbst ziemliche Angst vor großen Hunden und zumindest ein Unbehagen in der Nähe von Katzen habe, war mir das mit den Tieren auch etwas zu viel. Die Kuh war mir noch an sympathischsten, obwohl ich keine Milch trinken kann, da wird mir schlecht (und es hat mich jedes Mal gegruselt, wenn sie im Buch Milch trinkt).

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Ich habe gestern wieder gemalt und wollte dazu das Hörbuch weiter hören, aber nach nicht einmal fünf Minuten habe ich es wieder aus gemacht. Das Buch passt aktuell so rein gar nicht zu mir und meiner Stimmung. Derzeit werde ich wieder von starken Schlafproblemen gequält und bin dadurch quasi permanent sehr müde. Da hellt “Die Wand” nicht gerade meine Stimmung auf.

Dennoch glaube ich, dass es mir in einer anderen Stimmung durchaus so wie @beavielleser gehen könnte, dass das Buch eine gewisse Sogwirkung auf mich haben könnte. Ich hatte im ersten Teil schon immer wieder gedacht, dass die Atmosphäre total langweilig ist, ich aber doch irgendwie davon angezogen werde. Schwer zu beschreiben. :sweat_smile:

Ich habe zwar nicht zu Ende gelesen, aber das, was ihr zu dem plötzlichen Erscheinen des Mannes schreibt, scheint mir doch etwas dünn.

Liegt da jetzt das Feministische? Die Frau, für die das Geschlecht in ihrer Situation gar keine Rolle mehr spielt und die im Einklang und Ruhe in der Natur lebt, wird nun von einem Mann bedroht. Es gibt für diese Bedrohung keinerlei Kontext, seine Anwesenheit und sein Auftritt sind von vorneherein eine brachiale Gefahr. Sie, die nun frei, stark und emanzipiert ist, erschießt ihn kurzerhand. :thinking:

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@beavielleser Wo du den Stil so mochtest: Kennst du “Portrait einer Ehe” von Maggie O’Farrell? Protagonistin ist hier Lucrezia de Medici, die früh verheiratet wird und in ihrer Ehe gefangen ist. Wir sind das ganze Buch über in Lucrezias von Gedankenwelt, denn sie befürchtet, dass ihr Mann sie töten wird.

Ich fand Buch mega gut!! Ich glaube das wäre auch was für dich.

Nein, kenne ich nicht, werde es mir aber mal genauer anschauen. Danke für den Tipp.

Ich hab’s jetzt endlich auch fertig gelesen, aber habe ehrlicherweise im zweiten Abschnitt viele Passagen zu Arbeit, Gemüseanbau etc. nur überflogen, sonst hätte ich mich gar nicht aufraffen können weiter zu lesen. Ich finde es schade, weil es viele Stellen mit interessanten, philosophischen Gedanken gab, die mir gefallen haben, aber der Großteil des Buches ist doch sehr repetitiv und zäh und für mich persönlich leider eher langweilig. Das mit dem Mann am Ende war auch sehr antiklimaktisch. Ich dachte, endlich passiert irgendwas und dann war es nach einer Seite vorbei und man wusste ja schon die ganze Zeit, dass der Hund sterben wird. Insgesamt finde ich wirklich, dass es einfach viel kürzer hätte sein können. Eine kürzer Version hätte mir deutlich besser gefallen und hätte meiner Meinung nach nichts an der Geschichte verändert.

Irgendwie war es insgesamt ziemlich enttäuschend für mich, aber ich kann mir vorstellen, dass es zu seiner Zeit ein besonderes Buch war und obwohl ich das Lesen nicht wirklich genossen habe, hat es mich doch zum Nachdenken gebracht. Ich denke aber ohne diese Leserunde hätte ich es wahrscheinlich nie zu Ende gelesen.

Ich find auch interessant, dass es oft mit “Der Report der Magd" und “Ich, die ich Männer nicht kannte” verglichen wird und das waren beides 5 Sterne- Bücher für mich. Obwohl bei “Ich, die ich Männer nicht kannte" auch nicht wirklich viel passiert, fand ich es so viel besser, aber es ist auch nur halb so lang, vielleicht auch deshalb.

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Diese beiden Textstellen haben mir besonders gut gefallen und ich finde, sie zeigen auch noch mal, dass die Wand für die Protagonistin scheinbar wirklich eine Erleichterung oder Befreiung aus ihrem alten Leben war, wo sie auch sehr unglücklich war, was ihre Apathie und seltsame Akzeptanz der ganzen Situation gegenüber erklärt.

“Seit meiner Kindheit hatte ich es verlernt, die Dinge mit eigenen Augen zu sehen, und ich hatte vergessen, daß die Welt einmal jung, unberührt und sehr schön und schrecklich gewesen war. Ich konnte nicht mehr zurückfinden, ich war ja kein Kind mehr und nicht mehr fähig, zu erleben wie ein Kind, aber die Einsamkeit brachte mich dazu, für Augenblicke ohne Erinnerung und Bewußtsein noch einmal den großen Glanz des Lebens zu sehen. Vielleicht leben die Tiere bis zu ihrem Tod in einer Welt des Schreckens und Entzückens. Sie können nicht fliehen und müssen die Wirklichkeit bis zu ihrem Ende ertragen. Selbst ihr Tod ist ohne Trost und Hoffnung, ein wirklicher Tod. Auch ich war, wie alle Menschen, immer auf der eiligen Flucht und immer in Tagträumen befangen.” (S. 263)

“Wenn die Zeit aber nur in meinem Kopf existiert und ich der letzte Mensch bin, wird sie mit meinem Tod enden. Der Gedanke stimmt mich heiter. Ich habe es vielleicht in der Hand, die Zeit zu ermorden. Das große Netz wird reißen und mit seinem traurigen Inhalt in das Vergessen stürzen. Man müßte mir dafür dankbar sein, aber niemand wird nach meinem Tod wissen, daß ich die Zeit ermordet habe. Im Grunde sind diese Gedanken ganz ohne Bedeutung. Die Dinge geschehen eben, und ich suche, wie Millionen Menschen vor mir, in ihnen einen Sinn, weil meine Eitelkeit nicht gestatten will, zuzugeben, daß der ganze Sinn eines Geschehnisses in ihm selbst liegt. Kein Käfer, den ich achtlos zertrete, wird in diesem, für ihn traurigen Ereignis einen geheimnisvollen Zusammenhang von universeller Bedeutung sehen. Er war in dem Augenblick unter meinem Fuß, als ich niedertrat; Wohlbehagen im Licht, ein kurzer schriller Schmerz und Nichts. Nur wir sind dazu verurteilt, einer Bedeutung nachzujagen, die es nicht geben kann. Ich weiß nicht, ob ich mich jemals mit dieser Erkenntnis abfinden werde. Es ist schwer, einen uralten eingefleischten Größenwahn abzulegen. Ich bedaure die Tiere, und ich bedaure die Menschen, weil sie ungefragt in dieses Leben geworfen werden. Vielleicht sind die Menschen bedauernswerter, denn sie besitzen genausoviel Verstand, um sich gegen den natürlichen Ablauf der Dinge zu wehren. Das hat sie böse und verzweifelt werden lassen und wenig liebenswert. Dabei wäre es möglich gewesen, anders zu leben. Es gibt keine vernünftigere Regung als Liebe. Sie macht dem Liebenden und dem Geliebten das Leben erträglicher. Nur, wir hätten rechtzeitig erkennen sollen, daß dies unsere einzige Möglichkeit war, unsere einzige Hoffnung auf ein besseres Leben. Für ein unendliches Heer von Toten ist die einzige Möglichkeit des Menschen für immer vertan. Immer wieder muß ich daran denken. Ich kann nicht verstehen, warum wir den falschen Weg einschlagen mußten. Ich weiß nur, daß es zu spät ist.” (297)

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Oh je, Du Arme! Schlafprobleme sind furchtbar, das kenne ich selbst leider nur zu gut. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es bald wieder besser wird.

Ich hatte auch gehofft, dass durch das Auftauchen des Mannes das Buch noch eine neue Richtung nimmt, ein Konflikt ausgearbeitet wird o.ä. Aber nach ein paar Zeilen ist der Typ auch schon tot :frowning:

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Danke dir! Die Schlafprobleme sind aktuell wirklich extrem. Ich habe schon seit Jahren immer mal wieder Probleme damit, aber so schlimm wie derzeit war es noch nie. Ich versuche jetzt abends etwas Yoga zu machen, um vom Kopf her besser runterzufahren. Mal sehen ob es hilft.

Ich hab das Hörbuch nun zu Ende gehört und kann auch gar nichts mehr zu Diskussion beitragen. Das, was ich schon beim ersten Abschnitt gefühlt und gedacht habe, hat sich mit der zweiten Hälfte nicht geändert. :woman_shrugging:t4:

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Vielen Dank für die vielen Gedanken zum Buch. Auch ich habe den Roman gelesen und kann vielem zustimmen. Das Buch hat zum einen eine Sogwirkung auf mich gehabt, da die Situation so surreal ist und der Umgang der Protagonistin bemerkenswert ist (ohne Wertung). Von Beginn bis zum Ende wurde zudem Spannung aufgebaut – erst mit Luchs und später mit Stier und dem Mann. Gleichzeitig haben sich viele Elemente wiederholt, und so kam eine gewisse Monotonie auf, auch wenn diese sicherlich sehr gut zum gleichbleibenden Alltag der Protagonistin passt und die Situation auch lyrisch darstellt. Des Lesens willen hätte ich mir da auch eine etwas andere Balance gewünscht, in der die ungewöhnlichen Ereignisse mehr Raum bekommen hätten.

Alles in allem fand ich die Idee genial, und auch die angeschnittene Biografie der Autorin, die in meinem Exemplar enthalten war, war bereichernd. Dennoch würde ich das Buch nicht noch einmal lesen.

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