Ich habe da mal nee Frage

Ich war mal auf einer Autorenlesung von Klaus-Peter Wolf, das war keine Autorenlesung, sondern eine Verkaufsveranstaltung, er hat ein paar Sätze gelesen und dann darauf hingewiesen, dass man das Buch kaufen kann und welche er alle geschrieben hat, dass man die selbstverständlich auch kaufen kann. Seine Frau war mit dabei und hat die Lesung musikalisch gestaltet, auch das konnte man kaufen, es gab auch Werbebroschüren. Man kam sich vor wie auf eine Kaffeefahrt. Klaus-Peter Wolf ist so gar nicht meines, obwohl es immer wieder als gut empfunden auftaucht, besser nicht.

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Shining solltest Du ruhig lesen und es gibt dazu noch eine Fortsetzung, „Doctor Sleep“, ist ja schon ein bisschen her, aber die ersten Stephen King Romane fand ich toll und ja auch gruselig, nach „Brennen muss Salem“ habe ich mal eine Nacht nicht schlafen können.

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Ich bin gestern Abend ein Buch angefangen und da war, „sie brachte ihren Kaffee von Tchibo mit“ und auf einer weiten Seite wurden „Gummibärchen von Haribo“ gegessen.

Ja, hier hast Du recht, machmal gehört es einfach in die Geschichte.

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Es gibt ja schon Bücher die ihre eigene Playliste mitbringen, da ist es schön ein Lied zum Geschehen zu haben.

Im Buch stand „Der Vater für den Mercedes aus der Garage“, es hätte ja auch heißen können „Der Vater für das Auto aus der Garage“. Gestern Abend bin ich ein Buch angefangen wo die Sätze „sie brachte immer ihren Tchibo Kaffee mit“ und „sie aßen Haribo Gummibärchen“ standen.

Klaus-Peter Wolf hat warum auch immer Erfolg, ich finde allerdings er schreibt runter und außer das seine Bücher andere Titel haben passiert irgendwie immer dass Selbe. Ich habe „Totenstille im Watt“ Dr. Sommerfeldt taucht auf gelesen, das Buch konnte man gar nicht nachvollziehen, er geht mal eben morden und kommt dann nach Hause und keinem fällt es auf??! Ich weiß gedacht zu haben Dr. Sommerfeldt kann eigentlich gleicht wieder abtauchen. :slight_smile:

Werbung ist das allerdings nicht, solange es auf keiner Bemühung beruht, den Absatz zu steigern. Sondern eben, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen oder einen “Lifestyle” darzustellen.
Einige Markennamen gehen ja auch in den regulären Sprachgebrauch über. Viele sagen nicht “Flüssigwürze”, “Papiertaschentuch” oder “transparenter Klebefilm”, sondern eben “Maggi”, “Tempo” und “Tesafilm”.

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Das erinnert mich an meine Kindheit. Ich hatte so viele Bücher, die Werbung für etwas gemacht haben. Ich erinnere mich an „Wer gewinnt die Ski WM“. Ein Buch in dem Werbung für die Ski-Wm in Österreich gemacht wurde. oder eine ganze Reihe an Büchern die in Zusammenarbeit mit dem Circus Roncalli entstanden sind. Und die defacto Werbung für den Circus gemacht haben. Aber am seltsamsten war das Bier-Comic. Ein Comic über die Geschichte der Bierbrauerei, die einfach eine schamlose Bierwerbung war. Weil Bier ja so rein ist…

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Die Lurchi-Hefte hab ich damals gern gelesen, aber das war wenigstens ganz offensichtliche Werbung und dann finde. Ich es ok. So, jetzt muss ich endlich mal diesen ominösen Autor Wolf googeln (äh, im Internet recherchieren), von dem hab ich nämlich noch nie was gehört. Aber wohl auch nichts verpasst.

Kann das eine österreichische Erscheinung sein? Würde man inzwischen nicht Kaffee aus dem Weltladen und Gummibärchen aus dem Bioladen mitbringen?

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Na ja, kommt vermutlich ganz auf das Setting an bzw. die Lebenswelt der Figur. Weltladen/Bioladen ruft ja andere Assoziationen hervor als Tchibo/Haribo.

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Wenn es offizielle Werbeträger sind wie auch zum Beispiel die Lurchihefte vom Schuster, oder die Knackhefte der Sparkasse ist das ja okay und etwas ganz anderen als wenn im Buch zum Beispiel steht, sie brachte immer ihren Kaffee von Tchibo mit und die Haribo Gummibärchen. Und da habe ich mich gefragt gibt es geziehlte Werbung in Büchern? Du siehst ja, wir sprechen drüber also hat die Werbung schon funktioniert.

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Ich lese gerade Annette Byford „Tanzende Spiegel“, da ist vorne im Buch ein Hinweiß auf Organspende, das ist ja nun keine Werbung, habe ich bisher aber auch so noch nicht gelesen finde ich gut. Ab und an ist im Buch ein Hinweis auf Trigger und ich hatte schon einmal angeregt dann auch Hilfesorganisationen zu benenne, an die man sich dann wenden kann.

Ich bin Autorin - ich verwende Marken, um die Personen in bestimmte gesellschaftliche Schichten oder Haltungen einzuordnen (der Unsympathler in meinem letzten Krimi trägt Fendi/Gucci usw. - die Hauptfigur fährt einen alten Renault Kastenwagen und eine Vespa.) Das funktioniert ja auch, da wir alle durch Stereotypen und Klischees „vorstrukturiert“ sind.
Ich habe noch nie gehört, dass jemand von uns (also den Autor*innen) dafür bezahlt worden wäre, bestimmte Marken zu nennen - das würde sich für die Firmen auch gar nicht lohnen, da viel zu wenig gelesen wird; da ist eine geschickt platzierte Bierflasche im deutschen Vorabendfernsehen wesentlich lukrativer.
Soweit ich weiß, wirbt nicht einmal Herr Rossmann in seinen Romanhandlungen für seine Firma.
Zu Wikipedia: „Bücher“ ist da vielleicht ein etwas zu großer Begriff … alles was bedrucktes Papier zwischen zwei „Deckeln“ hat ist ab einer bestimmten Seitenanzahl ein Buch.
Wenn jemand behauptet, im Krimi „Ein Espresso für den Commissario“ gäbe es product placement für Kaffee und Kaffeeautomaten … kann ich nur antworten: es geht um einen gern Espresso trinkenden Kommissar - wird etwas schwierig, die Story zu schreiben, ohne Kaffee oder Herstellungsmaschinen zu erwähnen …

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Würde ich auch schreiben, wenn ich zeigen möchte, dass „Kaffee Marke Massenware“ konsumiert wird und „nicht-ökologische“ Gummibärchen.
Möchte ich andere Menschen zeigen, sind es viellkeicht „Genuss-Berlin“-Gummibärchen oder Baghira Royal Cafe.

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Es hat sicher niemand etwas dagegen, wenn das Ermittlerteam in einem Krimi den neuen luxuriösen Kaffeeautomaten feiert oder sich eine Tüte Haribo holt. Es darf nur nicht zu oft sein; wenn die Marke zum dritten Mal in 250 Seiten genannt würde, wäre ich leicht angenervt.

Wir hatten hier in der Diskussion schon mehrmals das Summenproblem: Bei 30% des Buches warte ich darauf, dass die Spannung anzieht oder im Krimi die Ermittler eine Theorie haben. Wenn mir evtl. wegen dieser fallenden Kurve auffällt, die Autorenperson kann keine Adjektive (nutzt nur 6 Stück), keine Verben (nutzt nur 6 Stück), die Fehlerquote insgesamt steigt und die Kommissarin wirft sich eine Ray Ban in die Haare und Manolo Dingens an die Füße, könnte es sein, dass ich von diesem Autor kein Buch mehr lese. Evtl. ist ja die nicht vorhandene Spannungskurve schuld und der Rest ist Beifang … :wink:

Wenn die Oswald ewig über Stricknadeln einer bestimmten Marke und einer bestimmten Art schwadroniert und diese dann in fiktiven Strickjreisen ausgiebig testet und bewirbt, dann frage ich mich schon, was die Firma Addi ihr dafür bezahlt.

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Bei „22 Bahnen“ hat es mich sehr gestört, Markenprodukte, Handelsnamen usw. Den Zweck dahinter habe ich nicht verstanden, es geht ja auch neutral.

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Vielen Dank für Ihre Antwort, Sie haben Recht, manches gehört einfach in die Zehne im Buch, das sich absichtliche Werbung in einem Buch nicht lohnt sehe ich auch so, wie Sie schreiben wird ja leider zu wenig gelesen. Es gibt ja auch viele Filme die direkt oder indirekt Werbung vermitteln, da könnte es allerdings echt Absicht sein, wenn zum Beispiel Frau Klemm im Tatort Münster eine Sinn Uhr trägt. Liebe Grüße :blush: