Freitagsfrage Nr. 176: Welches Buch hat euch verändert?


#1

Gibt es ein Buch (oder mehrere), dass euch immens geprägt, vielleicht sogar euer Leben verändert hat? :thinking:


#2

Als ich so ungefähr 15 Jahre alt war, habe ich mir Christiane F.'s “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” gewünscht und gelesen. Das Buch hat mich in Bezug auf Drogen so erschreckt, dass ich niemals in Versuchung war, wirklich selbst mal Drogen auszuprobieren, obwohl ich in der Verwandtschaft und im Freundeskreis und auch bei dem ein oder anderen Open-Air-Festival, wo ich damals war, jede Menge Gelegenheiten hatte. Vielleicht wäre ich auch ohne das Buch standhaft geblieben, aber ich glaube schon, dass die Beschreibungen im Buch - und mein Ekel dabei - mich dazu gebracht haben, Nein zu sagen.


#3

“Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” ist auch so ein Buch, was wir schon mehrmals durchgelesen haben, sehr packend und auch abschreckend :disappointed_relieved:


#4

Ja, ich habe es auch als Jugendliche gelesen und muss schon sagen, es hat mich sehr mitgenommen.


#5

Verändert ist ein starkes Wort, aber mich hat das Buch von Ruth Klüger “weiterleben”
ungeheuer stark beeindruckt. Denn wenn man wie sie nach dem KZ weiterleben und sich ein erfülltes Leben aufbauen kann, dann kann, das war meine Schlussfolgerung, mich nichts aus der Bahn werfen denn etwas Schlimmeres gibt es nicht.


#6

"Kai lacht wieder " von Hartmut Gagelmann hat meine Berufswahl entscheidend beeinflusst. Erst habe ich eine kopflastige Ausbildung gemacht, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich, ich will mit Menschen mit einer Beeinträchtigung arbeiten. Das Buch handelt von einem Jungen, der unter Autismus leidet und einen Zivildienstleistenden, der mit ihm arbeitet. Nach dieser Zweitausbildung arbeite ich nun schon 23 Jahre (glücklich) als Sozalpädagogin…unter anderem auch mit Jugendlichen, die eine Autismus- Spektrum- Störung haben. So gesehen hat mich dieses Buch nicht nur geprägt, sondern mein ganzes Leben entscheidend verändert!


#7

Ja das war mal eine Schullektüre von mir. Och habe es min. 5x gelesen. Sehr bewegend…


#8

Das Buch HEUTE ist mein bester Tag von Artur Lassen hat mein Leben sehr geändert und positiv beeinflusst. In dem Buch geht es um Achtsamkeit und im positiven Sinne sein Leben zu leben. Kann ich jedem ans Herz legen!


#9

Mich haben sehr stark die Bücher “Als die Tiere den Wald verließen” geprägt. Als ich sie gelesen habe, war ich in der 5. Klasse und ich fand es damals schon unglaublich traurig, was der Mensch durch seine Eingriffe in die Natur alles anrichtet.


#10

Ich habe dieses Gefühl eigentlich bei vielen Büchern. Letztes Jahr gab’s viele mit dem Thema Tod, wie “Und dann stand einer auf und öffnet des Fenster”, die hatten mir nochmals geholfen, einen Todesfall besser zu verdauen. Ich hatte eigentlich nicht mehr damit gerechnet, nach einigen Jahren weiter so betroffen zu sein, aber das war es. Diagnose und Behandlung. Neulich haben mich zwei Bücher dazu gebracht, über das Thema “Verzeihen” nochmals anders nachzudenken. Somit passiert das oft und immer wieder. F
Früher wollte ich dann nach der Lektüre eher Detektiv werden - sehr viel Enid Blyton :wink: Aber meine Einstellung aus der Zeit dazu, wenn jemand ungerecht behandelt wird, ist immerhin geblieben. Kein “großer” Einfluss, aber immer wieder viele kleine Änderungen.


#11

Bitte nicht lachen, mein Lebensänderungsbuch war ein Kochbuch.
Bevor ich es bekam, war Kochen nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber nachdem ich es durchgeackert hatte, war ich nicht mehr zu bremsen. Das ist bis heute so geblieben.


#12

Oh ja, das Buch hat mich auch sehr betroffen zurückgelassen. Und dazu passend brachte mein Sohn noch ein Lied aus dem Kindergarten mit: ‘Karl, der Käfer, wurde nicht gefragt, er wurde einfach fortgejagt…’. Obwohl das schon lange her ist, hat sich mir das sehr stark eingeprägt und mein Verhalten beeinflusst :beetle:


#13

Ein Buch, das nicht unbedingt gleich mein Leben verändert hat, mich aber schon nachdenklich gemacht hat war “Der Circle” von Dave Eggers.

Wer das Buch nicht kennt: Eine junge Frau beginnt ihren vermeintlichen Traumjob bei der Firma “The Circle”. Nach und nach stellt sich jedoch raus, dass es der Firma einzig um totale Überwachung im Internet und im realen Leben geht. Jeder Schritt von jedem Menschen soll erfasst und aufgezeichnet werden. Gegner und Kritiker dieses Konzepts werden nicht akzeptiert. Letztendlich hat dadurch die Masse Macht über jeden Einzelnen. Die Geschichte hat schon einen gewissen Gruselfaktor.


#14

So beeindruckende Geschichten wie manche von euch kann ich nicht bieten aber während meiner Jugend hat mich ein Buch sehr beeindruckt, weil es mir so realistisch vorkam: Bar Code Tattoo. Das ist eine Utopie, in der die Menschen im Jahre 2024(!) Einen bar Code tätowiert bekommen und darüber das ganze Leben (Einkaufen, Krankenkasse etc) geregelt wurde. Natürlich wurde damit von höheren Mächten Beeinflussung betrieben und Menschen sogar in den Ruin getrieben. Dies fand ich damals (Das muss so 2008 gewesen sein) so beängstigend aber gleichzeitig so realistisch dass es mich nachhaltig beeindruckt hat. Wenn man jetzt sieht wie weit die technik ist halte ich es durchaus für möglich dass es bald so oder ähnlich kommen könnte :see_no_evil:


#15

Mit 14 Jahren habe ich “Hexen in der Stadt” von Ingeborg Engelhardt gelesen. Das war bei mir der Urknall für mein historisches Interesse, das der Schulunterricht leider nicht wecken konnte.


#16

Hmm, also ein Buch fällt mir nicht direkt ein, dafür aber viele Zitate. Ich fotografiere mir öfters kleine Textperlen aus Büchern ab, notiere mir aber nie die Bücher dazu. Mittlerweile bereue ich das bei manchen Zitaten, besonders bei einem, welches für mich schon sehr prägend war.
:star_struck::heart_eyes: Aber alles in allem bin ich sooo vielen Büchern dankbar, einfach für ganz kleine Sätze die manchmal so viel mehr sagen!


#17

Oh, das Buch klingt ja toll. :bowing_woman: Da wird sich meine WuLi wohl wieder um ein paar cm verlängern.


#18

Mich hat “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green sehr beeindruckt. Es erinnert mich daran, dass man seine Zeit nutzen sollte und sich nicht unterkriegen lassen darf.


#19

Die Bücherdiebin von Markus Zusak hat mich sehr beeindruckt.


#20

Der Schwarm von Frank Schätzing
Kein Fleisch macht glücklich von Andreas Grabolle