Eigene Rezension durch KI überarbeiten lassen

Interessehalber: wie sah denn das Bild mit der Mutter alleine aus? Oder waren immer Familien abgebildet?
Gerade bei sowas bin ich eher kritisch, weil KI ja gerne Stereotype abbildet und ich „Angst“ vor einer Tradwife hätte.

Deutschen Kindern auch nicht mehr. Mein Jüngster wird morgen 21 und hat (wie seine Geschwister) eine handgeschriebene Druckschrift gelernt. Just for fun wurden mal ein paar Buchstaben in Schreibschrift geschrieben, das war es.
Das schlimmste war aber das Schreiben lernen nach Gehör. Wurde beim Ältesten an der Schule eingeführt (inzwischen wieder abgeschafft, warum wohl). Tja viele Kinder (gerade mit Rechtschreibschwäche) haben später nicht automatisch alles richtig geschrieben. Fata = Vater durfte nicht verbessert werden

Das ist in Deutschland ja abhängig vom Bundesland. Wir wohnen in Bayern. Mein Sohn ist 11 und hat in der Schule neben der Druckschrift auch eine Schreibschrift gelernt. Im Moment läuft allerdings in Bayern ein Modellprojekt, das die Abschaffung der Schreibschrift untersucht. Vermutlich wird auch hier bald die Schreibschrift abgeschafft. Finde ich sehr besorgniserregend. Schon bei meinem Sohn wurde im Unterricht relativ wenig Zeit auf das Erlernen einer sauberen Handschrift verwendet (zu meiner Zeit gab es im Grundschulzeugnis noch eine Note für das Schriftbild!), und seine Schrift ist ein Graus. Mittlerweile kann man es halbwegs lesen, aber das war ein echter Kampf. Er sieht auch gar nicht ein, wozu er das lernen soll, weil er natürlich mitbekommt, dass kaum noch jemand per Hand schreibt. Ich mache das regelmäßig, aber mein Mann zB gar nicht mehr. Nach Gehör wurde in seiner Schule zum Glück nie geschrieben. Dafür werden Fremdsprachen eher „intuitiv“ vermittelt, die Regeln lernen sie erst später. Tja, blöd nur, wenn man ein Mensch ist, der klare Strukturen braucht. Mit Intuition hätte ich mich auch schwer getan, ich will die Regeln kennen und mich daran orientieren, sonst fühle ich mich unsicher und sage überhaupt nichts mehr, aus Sorge, etwas falsch zu machen.

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Ich lasse mittlerweile jede Rezension von KI begutachten. Dabei gebe ich aber den Auftrag, dass mein Text nicht verändert werden darf. Mir geht es hauptsächlich um Tippfehler – Rechtschreibfehler mache ich keine. :crazy_face: Ich finde es wirklich sehr praktisch. Formulierungen umgestalten zu lassen, finde ich nicht gut. Man merkt es sofort, dass KI im Spiel war. Zugegebenermaßen sind die KI-Ausdrucksweisen top, aber da ich solche nie verwenden würde, wäre der Text einfach nicht mehr authentisch.

Nö. Und wenn mal ein Tippfehler oder ungelenkes Wort in der Rezi steht, dann gehört das halt dazu. In den Büchern selbst ist ja auch nicht immer alles perfekt :wink:

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So, habe jetzt mal aus Spaß meine letzte Rezi von CoPilot überarbeiten lassen mit der spezifischen Anweisung: bitte formuliere meine Rezension so um, dass sie eloquenter wirkt, aber ohne sie zu stark zu verändern.
Ich finde es zu 90% wirklich gut gelungen, jedoch hat er 2 kleine (kaum merkliche) Dinge verändert, die aber nicht zum Inhalt passen. Fällt wahrscheinlich nichtmal auf, selbst wenn man das Buch gelesen hat, aber MIR gefällt das halt nicht, bzw. hatte ich eben extra anders formuliert.
Trotzdem ist es nicht MEINE Sprache. Auch wenn es sich natürlich viel besser anhört :wink:
Ich bleibe trotzdem dabei, meine Rezis unverändert zu verwenden. Immerhin musste ich sie ja sowieso vorher schreiben, habe mir Gedanken gemacht, umformuliert etc… dann hätte ich mir dass Ganze (Arbeit und Zeit) ja gleich sparen können und die Rezi komplett ki-schreiben lassen… (ihr wisst, wohin das führt? :crazy_face: )

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Genau das denke ich auch. Der Weg von „nur mal kurz ein bisschen glätten lassen“ zu „ich geb der KI ein paar Stichpunkte und lass mir die Rezi ausformulieren“ ist kurz, und die Versuchung bei vielen sicher groß, v.a., wenn man damit durchkommt.

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Ich habe eine Korrekturen Seite und eine Thesaurus Seite und das muss reichen.

KI trauen, schnell mal benutzen etc. ich bin nicht so überzeugt davon.
Mein Mann hat sich letzte Woche ein Pprogramm schreiben lassen, um Dateien auszupacken und zu testen, ob sie kaputt sind. Er hat 5-6 Versionen des Programms bekommen, denn es waren immer Fehler drin und er fast mit der KI diskutiert, bis alles richtig funktioniert hat.
Hinterher schaute er mich an und meinte, ich wäre schneller gewesen, wenn ich es doch selbst gemacht hätte.

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Ich habe der KI gesagt dassnich gerne ein Bild einer christliche geprägt Mutter im 21 Jahrhundert hätte. Heraus kam eine Frau mitte fünfzig, mit Kreuzkette, mittellangen braunen Haaren und freundlichem Lächeln. Der Hintergrund (ein normales Wohnzimmer) war eher verschwommen dargestellt. Ich habe dann nochmal überarbeitet lassen und die Frau ca 10-15 Jahre jünger machen lassen.
Hätte auch jede andere Frau ohne Kinder sein können :sweat_smile: aber wie sieht man schon dass jemand Mutter ist oder nicht?:woman_shrugging:t3:

Spannend.
Deshalb hab ich gefragt. Hätte ja wirklich grundsätzlich jede Frau sein können. Ich hab befürchtet, dass die KI dir eine klassische Tradwife mit Schürze oder so ausspuckt :wink:.

Ich nutze ChatGPT, um mich zu verbessern, und zwar so: Ich schreibe meine Rezension allein und zu 100% von mir. Wenn ich zufrieden damit bin, veröffentliche ich sie auf vorablesen und mache auch Verlinkungen. Erst danach lasse ich von der KI eine Rezension schreiben mit einigen Vorgaben: Den Inhalt nur knapp wiedergeben, wenn es die Sichtweise unterstützt, ein Zitat aus dem Buch einfügen, einen besonderen Aspekt hervorheben, gegebenenfalls etwas zum Cover etc.

Ich finde es dann spannend, das Ergebnis zu lesen und ziehe für künftige Besprechungen Anregungen daraus, inhaltlich oder vom Stil. Ansonsten möchte ich meinen eigenen Stil gern behalten und authentisch bleiben.

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Das ist sooo toll! Ich finde auch, dass man von der KI viel lernen kann, wenn man weiß, worauf man achten muss bzw. exakte Vorgaben macht – was bei dir ja der Fall ist! Man darf nicht vergessen, dass neue „Medien“ schon immer sehr kritisch betrachtet wurden – sogar Bücher, nachdem der Buchdruck erfunden worden war. Als ich ein Kind war, war es der Fernseher bzw. die Sender, die Musikvideos zeigten und angeblich die Jugend verblödeten und verdarben …

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Ja, genau das meinte ich! Ich finde es nicht gut alles neue sofort zu verteufeln und als schlecht anzusehen. Nutzen wo es sinnvoll ist, die Ergebnisse immer kritisch hinterfragen und prüfen.
Die Eisenbahn, das Auto, die Waschmaschine, ein PC und das Internet. Alles wurde zu Beginn verteufelt und schlecht geredet. Und wo wären wir jetzt ohne diese ganzen „Neuerungen“?
Ein genereller Einsatz von KI ohne Prüfung und Regularien finde ich bedenklich, aber darum geht es hier ja eigentlich auch nicht…

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Hallo zusammen! Ich finde es nicht gut, eigene Texte mit KI überarbeiten zu lassen. Ich möchte gerne unterschiedliche Texte lesen mit jeweils individuellem Stil. Da darf es auch mal etwas hölzern oder ein wenig plump klingen, ich finde das nicht schlimm. Ich möchte doch noch etwas von der Persönlichkeit der/des Schreibenden erfahren. Schlimm finde ich, wenn zum Schluss alles ähnlich klingt. Darauf kann ich verzichten. Dann spare ich mir das Lesen.

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Genau! Bin der gleichen Meinung. Erstens macht es Spaß, eigene Worte zu finden und sich zu bemühen, möglichst genau zu sagen, was man meint( kann nicht schaden, das zu trainieren- wenn man redet sollte man das auch können und kann nicht Unterstützung bei KI suchen) und zweitens darf es auch mal holprig klingen- Hauptsache individuell.

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Das kann ich nachvollziehen! Ich finde, das ist eine kluge und sinnvolle Einstellung.

Ich nutze bei meinen Rezensionen deepL Write zum einen für die Prüfung von Rechtschreibung und Zeichensetzung (Word findet nun mal nicht alles), aber manchmal übernehme ich auch Vorschläge zum Satzbau. Häufig macht schon die Umstellung von ein paar Wörtern einen riesen Unterschied. Ich neige z.B. auch zur Verwendung von überflüssigen Füllwörtern. Im Gegensatz zu ChatGBT schreibt deepL aber nicht den Text neu, sondern die Absätze und Struktur bei.

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Ich habe gerade mal DeepL getestet mit Teilen meines fertigen Texts.

  1. Absatz: aus längeren Sätzen werden jeweils 2 kürzere gebildet, kann man so schreiben, entspricht nicht unbedingt dem Zusammenhang.
  2. Absatz: enthält Aussagen über zwei Personen in zwei Handlungssträngen: das Programm tauscht die Personennamen aus + macht eine Person daraus, so dass der gesamte Text nachkorrigiert werden muss.
  3. Absatz: das Programm macht aus Johannas Mutter „die Mutter von Johanna“, was keine akademische Ausdrucksweise ist.
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Naja, für mich ist KI, wie z.B. DeepL ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug, sollte man damit sorgfältig umgehen. Ich schaue mir die Änderungsvorschläge an und übernehme das, was für mich stimmig ist. Und ja manchmal klingen zwei kurze Sätze besser als ein langer. Ich finde, dass damit meine Rezi nicht grundlegend verändert wird.

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Ich bin 66 und seit März 2024 hier bei Vorablesen. Meine Motivation ist, mit den Rezensionen geistig fit zu bleiben.
In meinem Beruf als Steuerfachassistentin hat sich bei IT/EDV … in dieser Zeit sehr viel geändert, auch chatgpt hat inzwischen Einzug gehalten.