in diesem Thread könnt ihr eure Vorschläge für das Buchzitat des Monats im März teilen.
Ihr entscheidet, welches Zitat gewinnt. Liket einfach das Zitat, das euch am besten gefällt.
Damit ein Zitat zum Buchzitat des Monats gekürt werden kann, muss es aus einem Vorablesen -Buch stammen. (Zitate aus anderen Büchern könnt ihr natürlich trotzdem gern teilen.)
Für das Einreichen des Gewinnerzitats gibt es 500 Punkte .
Das Gewinnerzitat geben wir Anfang April in diesem Thread bekannt.
“Meiner (ein Hamster) ist mal hinter dem Kühlschrank verschwunden. Hab ihn dann wieder in den Käfig gesetzt. Aber weil er sich zwei Tage nicht vom Gitter wegbewegt hat, habe ich meinen Dad überredet mich mit dem Hamster zum Tierarzt zu fahren. Hat sich herausgestellt, dass er nur deshalb noch an derselben Stelle saß, weil er einen verdammten Kühlschrankmagnet in der Backe gehortet hatte, der ihn an die Metallstange gekettet hat.” (The Knockout Contract von Stefanie Santer)
Diese kurze Story die der Hauptprota zum Besten gegeben hatte, musste ich einfach mit euch teilen. Ich habe laut an Ort und Stelle lachen müssen als ich das lesen durfte!
»Kennen Sie die Bedeutung des englischen Worts ›present?‹«, frage ich Gibu. »Es bedeutet ›Geschenk‹ und gleichzeitig ›Gegenwart‹. Die Gegenwart ist unser größtes Geschenk!«
Gibu sagt nichts. Er schaut verträumt nach draußen, fast so, als würde er gerade wirklich etwas sehen. Keinen Termin, kein Ziel, nur die Straße – nur diesen Moment.
(Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück zeigt von Biyon Kattilathu)
“Manchmal braucht unser Herz einfach ein bisschen mehr, um sich lebendig zu fühlen. Mehr Farben, mehr Lächeln, mehr Musik, mehr Leichtigkeit, mehr Gefühl.”
(aus: “Der Rikscha-Fahrer, der dir das Glück” zeigt von Biyon Kattilathu, S. 9)
Ich habe ein etwas längeres, aber der Autor sprach mir so aus der Seele:
Das war ein Grund, warum Marlene irgendwann nicht mehr auf Partys gegangen war, sie ertrug es nicht, dieses lustvolle Gewälze im Seelenmorast, dieses exhibitionistische Herzeigen der Lebenswunden, diese permanente Selbstdiagnose, die natürlich auch etwas Beruhigendes hatte, weil man so sämtliche Probleme des Lebens quasi wissenschaftlich erklären konnte. Man war nicht faul, man prokrastinierte nur ein wenig, man war nicht unkonzentriert, sondern Opfer einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung, man war nicht nervig, sondern hochsensibel, man war im Job nicht inkompetent, man litt eben nur unter diesem verdammten Hochstapler-Syndrom.
Ich fand folgenden Absatz aus “Blue Sparrow Girls” total schön. Er passt vor allem so wunderbar zum Leben als auch zum Bücher lesen:
“Etwas wird heute beendet, und erst dann wird sich herausstellen ob es ein Kapitel oder ein ganzes Buch war. Zu gern würde ich heimlich ein paar Seiten vorblättern, einen Blick riskieren, was danach kommt oder eben nicht kommt. Aber so läuft das nicht. Es ergibt keinen Sinn, weil Geschichten so nicht funktionieren. Jede Seite, jedes Wort ist wichtig, deswegen können wir nicht zum Ende springen und dann zurück kehren. Wir nehmen uns sonst die Gefühlsachterbahn, die Essenz der Reise, den Weg, der irgendwie auch immer das Ziel ist. Also bleibt mir nichts übrig als abzuwarten. Die letzten Seiten zu genießen und möglichst nicht darüber nachzudenken, was danach kommt.”
Mein Highlight aus Abby Jimenez „The Night we met“ auf Seite 419 lautet:
„Vielleicht ist es eine Liebe, die keine Daseinsberechtigung hat.
Vielleicht ist es eine Liebe, deretwegen Kriege begonnen werden.
Eine Liebe, die Imperien stürzt und die die Welt niemals besser macht“
Ich möchte ein Zitat zum Thema Heilung teilen, das mich sehr berührt hat.
“Ich will nicht, dass es mir jemand zeigt. " Ich senke den Blick. Gott, wie verdammt gern wäre ich jetzt einfach weiterhin feige. Wie gern würde ich die Augen vor der Wahrheit verschließen und ihn bitten, mich zu wollen. Mich an die Hand zu nehmen. Mir seine Form von Heilung überzustülpen wie eine selbstgestrickte Wollmütze, bei der nicht so wichtig ist, ob sie akkurat passt. Hauptsache, sie hält schön warm. Aber das hier ist kein Fall von one size fits all.
("Fake Dates and Fireworks” von Kyra Groh, Seite 326.)
“Wer auch immer versucht, erwachsen zu werden und dabei nicht auf unlösbare Widersprüche zu stoßen, wird scheitern. Das Erwachsenwerden, das, wenn man ehrlich ist, vor dem Tod kein Ende findet, ist für unlösbare Widersprüche gemacht.”
Mir gefällt folgendes Zitat aus „Schwarzer September“ von Sandro Veronese, es nimmt ein wenig den Druck von Perfektionismus und dass es okay ist auch Mal zu scheitern:
„Und die schönste Botschaft der Welt war: Du kriegst es nicht hin, na gut, aber das macht nichts.“ (S. 172)