Wie bildet ihr die Sternewertung?


#21

Ich sag doch, da gehen die Geschmäcker und Empfindungen auseinander. Für mein Verständnis ist es nachvollziehbar, dass man chaotisch wird, wenn man mit diesem Gedanken lebt. Auch eine Fernbeziehung ist nicht einfach. Da verhält man sich dann eben anders als andere. Insgesamt fand ich auch nicht, dass sie sich komplett Mann und Tochter versklavt hatte - da spielte die Situation eine wichtige Rolle. Ihr Leben ist komplett nicht so “normal”, wie das der meisten Frauen. Alles ist anders, jetzt dann noch die Angst vor dem Krebstod. Das mit dem Unfall des schwulen Nachbarn ist da schon symbolisch für sie. Ganz viele kleine Momente, die für sie wie Puzzlesteine sind, die ihren Weg bestimmen. Aber - ich kann und will niemanden von diesem Buch (oder irgendeinem) überzeugen. Wenn es Dich nicht angesprochen hat und bei Dir nichts zum Klingen gebracht hat, war es eben einfach nicht “Deins”.


#22

So richtig gefällt mir das auch nicht mit den angezeigten Sternen. Ich fände es am besten, wenn beide Werte getrennt voneinander angezeigt würden (die durchschnittliche Sternewertung der Rezis vielleicht direkt auf der Seite Rezensionen?) Mir passiert das tatsächlich immer wieder mal, dass mir die LP gut gefällt, das ganze Buch dann aber enttäuscht.
Umgekehrt kommt es dagegen eher selten vor, denn wenn die Leseprobe mich nicht einfängt, dann bewerbe ich mich natürlich gar nicht erst. Einen Fall gab’s aber doch: Ich fand damals die Leseprobe zu Lennart Malmkvist und der seltsame Mops des Buri Bolmen gar nicht gut, bekam dann aber unangefordert ein Rezensionsexemplar direkt vom Verlag zugeschickt. Also habe ich es doch gelesen, und am Ende kamen vier Sterne dabei raus.

Aussagekräftig finde ich es auf gar keinen Fall, denn die Wertung der Rezensionen sagt in meinen Augen (aus den Gründen, die du schon genannt hast) wesentlich mehr aus, als die die sich nur auf den kurzen Abschnitt der Leseprobe beziehen.


Mir ging’s genau andersherum, der Abschnitt von Deloris war okay, aber mit jedem neuen Abschnitt habe ich mich mehr gelangweilt. Das hier hat mir dann völlig die Laune verhagelt (ich zitiere mal der Einfachheit halber aus meiner Rezension).

Was meinem Enthusiasmus schon auf den ersten Seiten einen gehörigen Dämpfer verpasst hat, war eine Grabsteininschrift. Eine im Jahr zuvor verstorbene Dorfbewohnerin lebte von 1947 bis 1983, verstarb also im jungen Alter von 36 Jahren und hinterließ eine 26-jährige Tochter. Wer findet den Fehler? Zu meinem Bedauern ganz offensichtlich weder die Autorin noch der Lektor.

Solche extremen Logikfehler gehen für mich gar nicht. Und da das Buch ja eindeutig als Krimi angepriesen wird, habe ich auch einen Krimi erwartet. Da wurde mit dem Alfred-Hitchcock-Vergleich vom Verlag eine enorme Erwartungshaltung aufgebaut, die dann einfach nicht gehalten wurde.

Ich denke, das habe ich auch :wink: Und darum geht es ja auch letztendlich, dass man seine Meinung, egal ob Lobgesang oder Verriss, gut begründet, damit andere Leser eine Entscheidungshilfe haben :wink: Deine Rezension hilft vielleicht, dass manche ihre Erwartungshaltung ändern (“Aha, eher Roman als Krimi”) und meine, dass diejenigen, die unbedingt einen Krimi lesen wollen, was anderes kaufen und sich die Enttäuschung ersparen.


#23

Irgendwo in den Tiefen dieser Seite gab es die Frage schon mal wegen der Sterne für LE und Rezensionen. Damals hieß es, es kann nicht anders gelöst werden, aber es hieß auch, dass die Anzeige sich aus beidem, also LE und Rezensionen, zusammensetzt.


#24

Da bin ich wohl noch nicht lange genug dabei, das habe ich dann nicht mitbekommen.
Danke für deine Nachricht!

Aber scheinbar ist es ja im Moment nicht zusammengesetzt. Seltsam.


#25

Ich denke doch. Es steht zwar nur “Leseeindrücke” dabei, aber das hat ja wenig zu sagen.

Bin mir auch nicht so sicher, ob ich mir merken könnte, wie der Stand in der Bewerbungsphase war und wie stark oder wenig sich etwas ändert nach einigen Rezensionen.


#26

ich kenne diesen Fehler aus dem Forum. Mir selbst war er beim Lesen gar nicht aufgefallen so dass ich mich nicht drüber ärgern musste. Ich hätte nur die Erklärung dafür, dass das Buch ja vor 30 Jahren spielt und bezogen auf heute das Geburtsdatum hinhauen könnte. Aber du hast Recht, es steht ja auch ein Sterbejahr dabei - es hätte auffallen müssen.
Ich kenne das auch, wenn mich bei einem Buch / einem Autor mal was richtig verärgert, gelingt es kaum, mich nochmal auf die positive Seite zu bringen.