Liebe Vorableser:innen,
was macht für euch einen guten Schreibstil aus? Ist es die Wortwahl, der Rhythmus, der Humor, die Emotionalität oder etwas ganz anderes? Erzählt uns, woran ihr beim Lesen merkt: Dieser Stil ist genau meins!
Liebe Vorableser:innen,
was macht für euch einen guten Schreibstil aus? Ist es die Wortwahl, der Rhythmus, der Humor, die Emotionalität oder etwas ganz anderes? Erzählt uns, woran ihr beim Lesen merkt: Dieser Stil ist genau meins!
Ein guter Schreibstil übermittelt Emotionen und Spannung und liefert nur genau so viele Informationen, die notwendig sind, um mich neugierig auf die weiteren Seiten zu machen. Er muss für mich verständlich und lebendig sein. Langatmigkeit und verschachtelte Sätze lassen mich abschweifen.
Der Schreibstil muss flüssig sein und keine Formulierungen enthalten, über die ich nachdenken muss um deren Sinn zu verstehen. Mein Lesefluss darf auf keinen Fall gestört sein.
Dazu gehört für mich ein guter Erzählstil, es sollte ein gutes „Show, dont tell“ sein, wo mir der Autor nicht die Handlung erklärt, sondern ich an ihr teilhaben kann.
Ich möchte Menschen, Dinge, Stimmungen gezeigt bekommen, nicht erklärt, und im Fall eines Icherzählers mich in die Person hineinversetzen können. Der Unterschied zwischen Schriftsprache (Erzählstimme) und Umgangssprache (Dialoge, Icherzähler) sollte penibel eingehalten werden.
Eine gewisse Einheitlichkeit. Dialoge sollten nicht dominieren. Wenig Pathos.
Der Schreibstil den ich mag, muß einen schönen Rhythmus mit angenehmer Wortwahl haben. Humor, natürlich Genre abhängig, sollte dabei sein und ganz viel Emotion. Beim Schreibstil sollte man die Gefühlswelt des Autors/der Autorin, mit dem der Text geschrieben wurde, erkennen können, dann wirkt es echt und löst bei mir dann automatisch Emotionen aus
Ich mag keine Fäkalsprache. Es sollten allgemein eher gut ausformulierte Sätze sein, nicht zu schlicht, nicht umgangssprachlich.
In erster Linie sollte ein Buch flüssig zu lesen sein - wenn die Sprache so verschachtelt oder abgehoben ist, dass ich jeden Satz dreimal lesen muss, nimmt mir das die Freude am Buch. Das ist aber zum Glück sehr selten.
Ich mag Autorinnen und Autoren mit einem feinen Gefühl für Sprache, die präzise formulieren und auf relativ wenig Seiten dennoch alles Wichtige transportieren. Ich schätze daher zB Lize Spits “Der ehrliche Finder”, Manik Sarkars “Ochsenkopf” oder bei Jugendliteratur “Mika Mysteries” von Johan Rundberg. Geschwafel mag ich gar nicht, und poetische Sprache trifft selten meinen Geschmack. Wenn ich das möchte, lese ich Lyrik. Bei Romanen, die aus mehreren Perspektiven geschrieben sind, ist mir wichtig, dass die einzelnen Charaktere sich im Sprachduktus unterscheiden. Großartig in dieser Hinsicht ist für mich Jonathan Lees “Joy”, eines meiner Highlights 2023.
Einen ganz großen Bogen mache ich um Bücher, die besonders originell im Stil sein wollen und auf Absätze, Satzzeichen oder Groß- und Kleinschreibung verzichten. Vulgäre Sprache mag ich überhaupt nicht (wenn es zu einer Szene dazugehört, kann ich für ein paar Absätze darüber hinwegsehen, aber wenn es überhand nimmt, bin ich raus.)
Ich mag keine ellenlangen Beschreibungen, egal bei was. Der Autor sollte auch mit wenigen Sätzen, die Stimmung erzeugen, die es für das Buch braucht. Genau wie bei Personen. Die wichtigsten Details reichen doch aus, der Rest sollte in meiner Fantasie entstehen.
Der Stil kann kurz und kanpp oder verschachtelt sein - auf jeden Fall muss er mitreißen. Am liebsten den Stil, der wohl überlegt ist und doch so scheint, als wäre alles mit leichter Feder so dahin geschrieben. Meinen Vorschreiberinnen schließe ich mich bezüglich der Fäkalsprache an: Das mag ich überhaupt nicht leiden und dennoch gibt es Bücher, da passt es einfach. Zum Beispiel, wenn Jugendliche Dialoge führen oder es ins beschriebene Milieu passt. Ein gegenteiliges Beispiel sind für mich die berühmten Eberhofer-Krimis: Beim letzt erschienen Band hat es mich geschüttelt. Das war für mich einfach nur ordinär und ich habe darüber nachgedacht, ob es in den früheren Romanen bereits so war - zugegeben, nachlesen wollte ich nicht mal. ![]()
Ich mag es, wenn Geschichten mich mit den ersten Sätzen packen & mitreissen, Emotionen hervorrufen und ich mitfühlen kann. Das kann durch knappe & klare Sprache sein, aber auch durch ausführliche Beschreibungen & viele Details. Gerade schafft es Ruth-Maria Thomas, mich wieder mit ihrer Sprache & Ausdruckskraft zu fesseln.
Ich mag es wenn Emotionen transportiert werden. Wenn man bei Texten das Gefühl hat sie wurden nicht nur niedergeschrieben sondern die einzelnen Worte wurden da in diesem Satzt bewusst platziert.
Und ich mag es nicht wenn ein Text zu ausschweifend ist und dabei dann die uninteressanten Dinge langweilig ausgeschmückt werden.
Ich erkenne guten Stil daran, dass ich ihn erst einmal gar nicht bemerke. Er fällt mir erst auf, wenn ich schon eine Weile lese. Dann kommt so die Empfindung “ach das ist aber schön geschrieben”.
Da fällt mir so einiges ein, aber sehr wichtig sind mir folgende Dinge : Prägnante Sätze, lieber kurz, statt lang. Klare Leseabschnitte mit passenden Handlungssträngen. Sehr gern ein Perspektivwechsel und nahbare Protagonisten. Außerdem sollte ich am Ende des Buches irgendeinen Nutzen /Mehrwert darin erkennen. Nichts ist schlimmer als Seiten voller unbedeutender Aussagen.