Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis

Inzwischen sind die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis bekannt:

https://www.jugendliteratur.org/nominierungen-2025/c-103

Welche Bücher davon kennt Ihr, könnt ihr empfehlen oder würden Euch interessieren? Gibt es ein Buch, das 2024 erschienen ist und das Ihr gerne auf der Liste gesehen hättet?

Von den nominierten habe ich Elektrizität und HImmelsfische gelesen, und ich freue mich sehr, dass es auf die Liste gesetzt wurde. Es ist toll geschrieben, komisch und todtraurig zugleich, ein Flucht aus einem Kriegsgebiet als Road-Trip (Ukraine, auch wenn das Land nie genannt wird).

Mich interessieren besonders die nominierten Sachbücher. Läuse, Fahr Rad, Celeste und Hallo Plankton klingen alle sehr kreativ. Auch das Bilderbuch ab 12, Anna würde ich mir gerne näher ansehen.

Mein Bub ist 11, und ich muss sagen, dass er keines der Bücher für seine Altersklasse lesen würde, weil sie ihm alle viel zu ernst und problembeladen wären. Er liebt Kinderbücher, die vor allem abenteuerlustig, spannend und unterhaltsam sind, und das ist für mich völlig ok.

Mich wundert, dass R.J. Palacio mit einem Buch nomiert ist, ich kenne von ihr nur das inzwischen verfilmte White Bird und fand es furchtbar schlecht geschrieben (ganz klar aus amerikanischem Blickwinkel, nicht authentisch für eine Geschichte in Frankreich). Vielleicht sind ihre anderen Bücher besser, ich habe aber wenig Lust, es herauszufinden.

Alternative klingt für mich interessant, zumal der Autor heuer in meiner alten Schule für eine Lesung zu Gast war.

Wir haben „Die Gurkentruppe“ zu Hause und meine Tochter hat es auch schon gelesen. Das war ein schön gemachtes Kinderbuch, dass sich schon von üblichen Leseanfänger-Bücherb abgesetzt hat. Sie hat es gerne gelesen.

Wir sind (die) Weltklasse und ein paar der Sachbücher habe ich auf meinen Merkzettel gepackt. Ich finde aber auch, dass viele Bücher einen sehr ernsten Hintergrund haben, das ist sicher wertvoll und gut, dass es Bücher gibt, die Worte für schwere Themen finden, aber von selbst würde meine Tochter sich diese Bücher vermutlich auch nicht vornehmen.

Ich kenne Himmelwärts, hat mir gut gefallen, hatte es sogar hier gewonnen gehabt.
Das eine und andere kenne ich vom Titel her.

Ich kenne nur „Himmelwärts“ und freue mich sehr, dass es mit dabei ist. Das Buch finde ich wirklich großartig.
„Oma verbuddeln“ klingt vom Titel her makaber, aber der Inhalt macht mich neugierig.

Ich kenne Brubaker Bradley und finde die Nominierung verdient, weil durch die Beschränkung auf eine jugendliche Zielgruppe hier andere Aspekte vertieft werden können als in den bisher bekannten Romanen für Erwachsene zum Thema Evakuierung von Kindern in Pflegefamilien. Ich war bei dem Buch skeptisch, weil ich gefühlt 75 Jugendromane über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus gelesen habe und hier keine neuen Aspekte erwartet hatte.

https://www.amazon.de/Gras-unter-meinen-Füßen-Ausgezeichnet/dp/3423641142/

Generell ist es so, dass u. a. auf Nischenthemen durch Preise aufmerksam gemacht werden kann, selbst wenn die Wirkung sich nicht im Verkauf im Handel niederschlägt. Und die Kunden, die nach diesen Themen suchen, werden zufrieden sein …

Ich denke mit Nischenthemen z. B. an Krieg/Katastrophen/Pandemie runtergebrochen auf Fünfjährige. Oder an asiatische Länder als Roman-Schauplatz. Danach hat man sich vor 20 Jahren die Finger wund recherchiert und heute schreiben die Leute an EatReadSleep: stellt doch mal bitte Bücher vor, die außerhalb Europas spielen … die Nische wächst …

Das sehe ich auch so. Eine gewissen Effekt wird der silberne oder goldene Aukleber der nominierten/ausgezeichneten Bücher sicher auch im Absatz haben, aber dass deswegen Massen verkauft werden, denke ich nicht. Dazu lesen die meisten Kinder viel zu gerne leichtere Unterhaltung als Problemliteratur in der Freizeit. Vielleicht wird das eine oder andere Buch als Klassenlektüre herangezogen werden.

Durch die Globalisierung, Migration, Thematisierung von Diversität usw. rückt eine viel größere Bandbreite an Themen aus den Nischen in den Markt vor, und das ist ja auch gut so. So findet jede:r das Passende. Bei mir wechselten sich in der Kindheit und Jugend immer Phasen, in denen ich nur zum Spaß (Karl May, Blyton) gelesen habe, ab mit Zeiten, in denen ich Lütgen, Pausewang, Othmar-Franz Lang usw. verschlungen habe. Mit 14 wechselte ich dann vermehrt zur Erwachsenenliteratur, vielleicht auch, weil es damals wenig für die Altersgruppe gab oder mir zumindest nicht bekannt war (philosophische Bücher a la Jostein Gaarders Sofies Welt und Endes Momo mochte ich nicht). Da ist es schön, dass heute auch die 14-16-Jährigen ein größeres Angebot finden.

Ich kenne kein einziges der dort genannten Bücher.

(Karl May lese ich übrigens heute noch gern)

„Himmelwärts“ hat uns nur mittelmäßig gefallen. „Wir sind Weltklasse“ hat meine Tochter gelesen, hat für ihre Verhältnisse unheimlich lange gebraucht, sie fand es nicht fesselnd genug, um länger am Stück dranzubleiben.
Ich möchte mir die Sachbücher näher ansehen, vor allem „Celeste“.

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