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Diskussion zu "Schatten der Toten"? (Spoiler möglich)


#1

Hallo, möchte sich jemand hier mit mir ein bisschen über “Schatten der Toten” von Elisabeth Herrmann austauschen?

Wir verwenden hier natürlich zur Sicherheit die Spoiler (Menü über dem Schreibfenster -> ganz rechts das Rädchen-Icon -> Details ausblenden -> Text richtig reinschreiben, fertig.

Da ich vor allem über das Ende schreiben möchte, bitte nur melden, wenn du das Buch schon ganz durch hast.
Jeder ist eingeladen^^

Eine wichtige Frage zu Ende

Sagt mal, worauf soll denn das am Ende hindeuten? Zuerst wirkt es (auch im Nachwort irgendwie) als wäre das jetzt der letzte Judith-Kepler-Band, sie ist glücklich und sitzt am Feuer etc… dann die Sache mit dem Typen und dem Fernglas?

Wer soll das sein? Wir wissen: ein Mann, somit fällt aus, dass Isa irgendwie überlebt hat. Eine der anderen beiden überführten Leichen kann es auch nicht sein. Kam der Name, den der Fahrer da sagt, im Buch schon vorher mal vor? Bin mir da nicht mehr sicher, im gedruckten Exemplar nach einem kleinen Wort zu suchen, ist aber schwierig, gerade wo es so dick ist.

Soll das andeuten, dass Larcan doch noch lebt? Dann hätte er diesmal zum ersten Mal einen (falschen) Nachnamen, der nicht mit L beginnt. Aber das wäre schon eine krasse Wiederauferstehung… hoffe ich irgendwie nicht. Hat jemand eine Idee, wer ist das da am Ende? Oder ist das klar und ich hab etwas übersehen?


#2
Ende

Elisabeth Herrmann schreibt im Nachwort eindeutig, dass es der letzte Kepler-Band ist (und ich hoffe auch, es stimmt, denn ich finde es immer blöd, wenn jemand so etwas schreibt und dann doch, warum auch immer, einen Rückzieher macht). Aber ich habe das Ende auch so verstanden, dass es Judiths Vater ist.


#3
hmm

Ja dieses Nachwort hat mich dann unsicher werden lassen. Zuerst war das Ende hier eben ein typischer Cliffhanger, einer der eigentlich gar nicht sein kann. So etwas wo noch geklärt werden sollte wie zum Teufel… du verstehst schon :wink:

Ja und dann das hintenraus. Ich bin wirklich ratlos. Und irgendwie fühlt es sich so an, als müsste das auch in die Bewertung, in die Rezension einfließen, dieses Gefühl jetzt… das verändert “alles”. Und andererseits ist die Gefahr damit einfach gegeben, dass es ein riesen Spoiler wird in der Rezension. Hmpf. Wie hast du das gelöst? Oder hat es dich nicht bis zur Rezension verfolgt? :slight_smile:


#4
Rezifrage

Ich bin auf das Ende gar nicht eingegangen, sprich auf dieses Problem. Denn: Ich habe diesen Widerspruch (?) zwar wahrgenommen, aber nicht als Problem gesehen. Für mich ist und bleibt es der letzte Teil der Reihe. Ob Judiths Vater jetzt lebt oder nicht, ist für mich einerlei. Wichtig ist für mich, dass Bastide Larcan dafür verantwortlich war, dass die Familie Kellermann ins Unglück gestürzt wurde, und vor allem, dass am Ende klar wurde, weshalb Isa so eine Wut auf ihn hatte. Auch ihr Tod hat mich jetzt nicht wirklich mitgenommen, weil sie genauso Dreck am Stecken hatte und alle ausgenutzt hat, also ebenfalls über Leichen gegangen ist. Ergo ist das Ende für mich ein rundes.


#5
ein Schnörkel

Den Schluss habe ich als Abschlussschnörkel unter dem Manuskript aufgefasst. Judith hat als Kind geglaubt, was man ihr erzählt hat, ihre Mutter hatte ihrem Romeo geglaubt … Und was glaube ich nun, was dort beschrieben steht oder was ich in Gedanken weiterspinne …


#6

Das ist ein guter Gedanke.


#7
glauben

:smiley: interessant, ja das gibt es ja oft. Ist für mich manchmal okay, aktuell, wenn hier die Serie endet, sind das ein bisschen zu viele “glaube”. Das Ende hätte ja einfach ein guter solider Schluss sein können, warum denn ein “nie aufzulösender” Cliffhanger, warum muss man da noch grob weiterspinnen? Und das tut man doch irgendwie automatisch so wie das nun zu lesen ist.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch kein Serienende im Spannungsbereich erlebt habe, vielleicht ist das ja so üblich? :see_no_evil:


#8

Zu: Eine wichtige Frage zum Ende

Zusammenfassung

Ich habe heute das Buch ausgelesen. Abgesehen davon, dass ich die ersten beiden Bände nicht kenne, bin ich am Ende des sehr umfangreichen Buches ganz gut in die Geschichte reingekommen. Für mich ist

die Sache mit dem Typen und dem Fernglas

eindeutig Larcan, der seine Tochter Judith Kepler mit Frederik Meißner beobachtet und zufrieden damit ist, dass es ihr gut geht. Ich bin mir auch deshalb sicher, dass er es ist, weil er die Spuren der starken Verletzung im Gesicht hat. Ihm wurde ja ins Gesicht geschossen! Er hat es also überlebt und die Identität des Hotelgastes vom Londonskaya angenommen. Jedenfalls war dort jemand dieses Namens eingetragen. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er wegen seinem Gepäck einen ziemlichen Aufriß veranstaltet. Larcan alias Körber beginnt ein neues Leben in Paris, so wie er es eigentlich zuletzt für sich wollte.

Ich hoffe, ich konnte eine zufriedenstellende Erklärung für deine Frage geben!


#9
Danke sehr

Danke, dass du hier nun extra noch reingesehen hast :slight_smile:

Ich dachte mir ja, ich kannte den Namen aus dem Buch aber bei so vielen Seiten analog lässt sich das nicht so einfach nachblättern.
Hm. Das war also der Typ. Das würde ja (ich hab zu viele Krimis gelesen) ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Was wäre, wenn Körber tatsächlich Körber ist und einfach deshalb in Odessa war, weil er da auch involviert war in die Aktion, vielleicht von anderen Auftraggebern? Nun hat er durch die Sache dort Judith “kennengelernt” und heftet sich auf ihre Spuren… :smiley:

Aber auch deine These hat was für sich - auch wenn ich bei so Wiederauferstehungen immer skeptisch bin, das nimmt doch einen Batzen Realismus weg. :confused:


#10

so hatte ich das auch für mich verstanden. Super erklärt


#11

Ende:

Zusammenfassung

Also ich hätte es auch so verstanden, dass Larcan überlebt hat :slightly_smiling_face:

Elisabeth Herrmann hatte im Februar eine Umfrage auf ihrer Facebook Seite gestartet, für welche Serie sie das nächste Buch schreiben soll.
Es gab auch Judith Keppler zur Auswahl (kam allerdings nur auf Platz 3). Von daher denke ich, ein 4. Band wäre wohl möglich…


#12

Da muss ich aber sagen, dass ich es schon wenig gut, wenn nicht sogar doof finde, laut zu verkünden, es sei der Abschluss einer Reihe, nur um dann doch ein neues Buch erscheinen zu lassen. Aber ok, wenn’s gewünscht ist …


#13

Das ist also das nächste Mysterium hier… :face_with_raised_eyebrow:


#14
Zusammenfassung

Für mich war auch klar, dass das Larcan sein muss. Er ist eben ein Stehaufmännchen und einfach nicht unterzukriegen. Ich habe da ein gewisses Augenzwinkern herausgelesen.

Außerdem denke ich, dass Herrmann hier auch noch einmal zeigen wollte, dass er nicht nur böse ist, sondern ihm tatsächlich etwas an Judith liegt.