Cover und Titel

Ich weiß nicht wie es euch so geht, aber es tauchen im Moment sehr viele Bücher auf mit einem Fantasy Cover und meist englischen Titeln auf. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Bücher überhaupt keine Aufmerksamkeit widme, ich lese weder den Klappentext und auch keine Leseprobe. Habe nur ich da Berührungsängste, wie geht es euch?

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Was meinst Du mit Berührungsängsten? Mich interessiert das Genre einfach nicht, daher lese ich da auch weder Klappentext noch LP.

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Berührungsängste kenne ich da nicht, jedoch sind es fast immer Bücher aus dem Genre YA, das ich nicht lese.

Leider sind diese englischen Titel inzwischen auch bei Thrillern angekommen.

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Ich lasse diese Bücher auch links liegen, weil sie mich überhaupt nicht interessieren. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leser sich dafür bewerben bzw. die Wunschbücher schnell weg sind.

Ich verstehe nicht so richtig, was du meinst.

Ich finde es schlimm, dass Titel nicht mehr übersetzt oder gar englische Titel für original im deutschen verfasste Bücher genommen werden und die Cover dann eh alle gleich aussehen. Das hindert mich aber nicht daran interessante Titel trotzdem näher anzuschauen, zB In the Shadows we wait, was ich aus nostalgischen Gründen lesen wollte. Dann freue ich mich auch immer besonders über deutsche Titel in dem Genre wie zuletzt Zeitbrand: Genesis. Oder Lichterloh, das auch sprachlich oder in Bezug auf die Namensgebung m.E. ganz besonders war.

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Bei manchen Titeln klingt es auf englisch besser als auf deutsch, z.B. nur weil ich es letzte Woche gewonnen hab
Soulmates and other ways to die anstatt Seelenverwandte und andere Wege ins Gras zu beißen!
Da find ich den englischen Titel viel weicher und passt für mich besser zur dystopie mit Liebesgeschichte, die beim deutschen Titel nicht ganz so gut rüberkommt! Natürlich Geschmackssache und persönliches Empfinden!
Ich bin sonst auch eher Fan von deutschen Titeln, falls es mehr Sinn macht, besonders bei deutschen AutorInnen!

Mich stören englische Titel bei Kinderbüchern, z.B. zuletzt „Birds of Paris“. Ein deutsches Buch, dessen Handlung in Frankreich spielt, mit englischem Titel?! Fand ich doch reichlich seltsam.

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Das ist für mich auch das Paradebeispiel.

Zudem lassen sich deutsche und englische Ausgabe oft nicht mehr unterscheiden. Beim neuen Boyle „No way home“ bringt Hanser beide Versionen auf den Markt (die englische im Januar) und die Cover sind identisch. Ja klar, „No way home“ klingt „cooler“ als „Kein Weg nach Hause“ oder „Kein Weg zurück“, aber das ist irgendwie dem Zeitgeist geschuldet, dass englische Begriffe als „toller“ empfunden werden. Nervt mich auch in der Jugendsprache, wird sich aber leider nicht ändern.

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Aber manchmal sind Übersetzungen merkwürdig, z.B. „Versprich mir, dass du tanzt“ im Original „Always you and me“. Da hat die deutsche Übersetzung nichts mit dem Inhalt zu tun.

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Das ist bei Liedern ja oft genauso, würde auf Deutsch viel schlimmer als im Original klingen. Soulmates ist ein gutes Beispiel, aber es muss/sollte ja - genau wie der Text selbst - auch nicht wortwörtlich übersetzt werden. Bedeutet natürlich mehr Aufwand, da ist es einfacher das Original zu lassen. Generell ist es oft ausgefeilter, wenn die Originalsprache ausgereizt werden kann, und es gibt immer wieder Wörter oder Redewendungen, die nicht genau übersetzt werden können oder deren Bedeutung dabei etwas verliert.
Es gibt viele deutsche Bücher, bei denen ich mir schlecht vorstellen kann wie die englische Übersetzung gelingen kann oder das es dort dann ebenfalls holprig wird oder an Reiz verliert. Schwierig, aber der Trend ist (leider) eindeutig. Deshalb lese ich dann englische Titel auch lieber gleich im Original, wobei das auch zugegebenermassen nachgelassen hat weil ich hier oder in Leserunden an deutsche Versionen komme.

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Ach das ist halt so einer dieser Trends, die in gewissen Genren zurzeit vorherrschen - und ich kann dem allgemein nur begrenzt etwas abgewinnen. Als Aussenstehende mutet das merkwürdig an, aber die Zielgruppe spricht es halt an.
Ich würde dazu neigen, das als aufgesetzt zu belächeln. Aber vor ein paar Jahren habe ich einem Gespräch zwischen meinem (viel) jüngeren Bruder und seinem Freund (damals Anfang 20) zugehört und festgestellt, dass Englisch offenbar wirklich so sehr zu ihrem Alltag gehört :woman_shrugging:

Wenn dich das Genre (YA/Romantasy) anspricht, sind die Berührungsängste natürlich schade. Vielleicht solltest du dann einfach mal reinlesen und die versuchen abzubauen. So nach dem Motto ein Buch nicht nach dem Einband bewerten. Wenns dich aber eh nicht interessiert, verpasst du auch nichts :wink:

Ja, es ist ein Trend, der sich aber immer breiter macht, nicht nur bei bestimmten Genres. Mir gefällt das nicht.

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Mir auch nicht unbedingt… Ich finds auch etwas merkwürdig, dass der Masse offenbar ausgerechnet im Geschäft mit Texten die Worte in der eigenen Sprache fehlen … :crazy_face:

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Liebe Lesefreunde, vielen lieben Dank für euer Interesse an meinem Thema und die vielen Zuschriften dafür. Vielleicht kommt ja noch einmal der Tag, wo ich ein solches Buch in die Hand nehme und lese, oder mich daran gewöhne, bin gespannt. Wünsche allen Lesern eine tolle Herbst Lesezeit, freue mich schon auf die vielen Neuerscheinungen die demnächst auf den Markt kommen.

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Ich gucke über diese Bücher inzwischen einfach drüber weg. Ich habe entschieden, dass das garantiert keine für mich interessanten Bücher sind - völlig egal, ob Fantasy oder nicht. Ich gehöre einfach nicht zu deren Zielgruppe. :innocent:

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Fantasy Covern widme ich auch selten einen Blick, denn es ist absolut nicht mein Genre. Ich finde nicht dass das was mit Berührungsängsten zu tun hat, denn wir haben ja schließlich jeder bevorzugte Genre, die wir gern lesen und da gehört bei mir Fantasy und New Adult eben nicht dazu. Aber ja, es sind momentan echt viele Bücher dieses Genres… Schade.

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