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Anspruch Rezensionen/Leseeindrücke

Hallo zusammen,

Vermutlich gab es das Thema schon, aber ich wüsste nicht, wie danach suchen…
Mir fällt auf, dass andere Nutzer teilweise schon Rezensionen einstellen zu Büchern, die sie noch nicht gelesen haben können soweit ich weiß (Bücher noch nicht veröffentlicht und noch nicht versandt).
Ist das im Sinne des Erfinders?!
Ich dachte bisher, der Anspruch sei, die Bücher gelesen zu haben für eine Rezension, und fände es irgendwie billig, Rezensionen ohne lesen rauszuhauen, und: warum? Nur wegen der Punkte?
Auch bei den Leseeindrücken habe ich dann teilweise den Eindruck, die Leseprobe wurde noch nicht mal geöffnet…
Vermutlich zu kleinkariertes Denken durch mich, ja, aber wenn das der Anspruch wäre und ich das wüsste, dann könnte ich mir ja manche Mühe sparen (falls es mal keinen Spaß machen sollte irgendwann ;-))

Also: wie ist da Euer Anspruch eigentlich nun wirklich?

Schöne Grüße!

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Die Frage gibt es gefühlt 100x in diesem Forum und wurde auch schon genau so oft beantwortet.

Manche User beziehen ihre Bücher auch aus anderen Quellen und können deshalb auch gleich nach Freischaltung Rezensionen schreiben. Manche lesen sie auch auf englisch und schreiben dann eine Rezension.

Forumsbeiträge sind in Kategorien eingeteilt unter Fragen & Hilfe findest du bestimmt etliche Threads dazu.

Vorablesen gibt einen Leitfaden vor, jeder interpretiert ihn für sich selbst. :sweat_smile: Alles ist also möglich.

Lg

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Danke! Klar, wenn es noch andere Quellen gibt, ist es ja problemlos möglich so. Das beruhigt mich gewissermaßen:-)

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Wie strassenprinzessin schon sagte: Diverse der hier vorgestellten Bücher sind auch via anderer Portale erhältlich; ich habe das Gros meiner scheinbaren „Vorablesen-Rezensionsexemplare“ stattdessen auch von NetGalley. („Der Panzer des Hummers“ ist da z.B. aktuell ein Titel in deren Challenge-Katalog; das Buch war bei mir auch bereits auf dem Reader, als man sich hier grad erst dafür bewerben konnte.
„Instagrammatik“ kann man momentan auch schon dort anfragen, ebenso wie den Cain-Titel, für den hier übernächste Woche ja dabei sogar erst die Leseprobe online gestellt wird.)

Dass hier schon mitunter direkt nach einer Verlosung die ersten Rezensionen on gestellt werden, ist also definitiv noch nicht unbedingt auffällig. :wink:

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Das ist mir leider auch schon öfter aufgefallen - und dazu kommen die von anderen Usern abgeschriebenen Leseeindrücke, die sich oft nur minimal (wenn überhaupt) unterscheiden. Ich finde das auch schäbig, allerdings wundert es mich auch immer weniger, denn für jeden Leseeindruck gibts Punkte und jetzt auch noch „Geburtstagslose“… im Grunde also ein Selbstläufer.
Viele Leseeindrücke sind auch so 08/15, dass sie auf jedes Buch passen könnten.
Zu der Sache mit den Rezensionen wurde ja schon was gesagt.

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Ja, viele hier machen das nur wegen der Punkte. Das ist mir auch schon aufgefallen. Schade finde ich das. Da kommen 08-15-Rezensionen vor, die man zu jedem Buch posten könnte. Ich mache erst eine Rezension, wenn ich ein Buch gelesen habe. Gewünscht ist das hier offensichtlich nicht immer, denn bei sieben - in der letzten Woche geposteten - Leseeindrücken sprang dieses Mal nicht ein Buchgewinn raus. Vielleicht sind manchmal gute Rezensionen nicht gewünscht.
Nein, kleinkariertes Denken deinerseits (des Fragestellers) liegt hier nicht vor, finde ich. Man fängt halt nur an zu zweifeln, wenn bestimmte Sachen auffallen.
Viele Grüße und einen schönen Tag noch - adel69

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Vermutest du, dass die Bücher nicht gelesen sind oder kannst du es beweisen? Es gibt ja Experten, die ihr Vorablesen-Buch morgens im Briefkasten haben und abends die Rezension schreiben k ö n n t e n. Zurzeit kündigt Vorablesen ein Buch an, zu dem ich die Rezension vor 9 Monaten geschrieben habe.

Auffällig ist allerdings, wenn unter den ersten Rezensionen bereits Plagiate sind oder Fehler, die einem/einer echten Leser/in nicht passieren würden. Wenn z. B. der fette Fehler aus dem Klappentext als Fakt übernommen wird. in diesen Fällen könnte Vorablesen gern etwas fixer aktiv werden, da Plagiate die Verfasser der Originaltexte am Teilen ihrer Rezensionen hindern. Wo schon ein geklauter Text hochgeladen wurde, kann die betroffene Person schlecht noch selbst veröffentlichen …

Für welches Buch hast du vor 9 Monaten schon eine Rezension geschrieben?
Wie soll vorablesen ein Plagiat erkennen, wenn jemand als erstes seine Rezension hier postet? Sie vergleichen ja nicht, ob es die Rezension schon auf anderen Seiten gibt. Da sind doch dann wir als Community gefragt. Das kann man gleich an sie melden, dafür sind sie sehr dankbar. Genauso, wenn man deutlich erkennt, dass jemand bei den Rezensionen seinen Leseeindruck postet. Da wird nach Meldung auch zügig reagiert.
Ich finde es auch nicht verwerflich, wenn ich morgens ein 200 Seiten Buch im Briefkasten habe, es ist Samstag, man hat Zeit zum lesen und hat es bis abends rezensiert. Wenn mich ein Buch richtig fesselt, dann kann es auch passieren, dass ich 500 Seiten auf einmal lese.

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Im konkreten Fall war unter den ersten Rezensionen schon ein Plagiat der danebenstehenden Vorablesen-Rezension.

Für einige. Rezensionen zu Originalausgaben habe ich schon mehrfach geschrieben, deren deutsche Ausgaben 1 bis 2 Jahre später erschienen. Inzwischen kann man häufig das ebook früher kaufen und rezensieren als die Printausgabe. Da ich die Diskussion müßig finde, woher ein Buch stammt, schreibe ich inzwischen auf anderen Plattformen dazu: die ebook-Ausgabe ist schon erschienen.

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Ah, an die Originalausgaben habe ich natürlich nicht gedacht. :wink:
Ich dachte, dass das Buch von Tessa Randau schon mal da war. Habe aber gerade gesehen, dass es wohl eine neue Geschichte ist. Gerade bei netgalley hat man ja die Möglichkeit, Bücher als Ebook schon Monate vor Erscheinen zu lesen und da ist es auch klar, dass man am Erscheinungsdatum seine Rezension fertig hat.

Bei NetGalley wünschen inzwischen viele Verlage „keine Rezensionen auf anderen Plattformen vor dem Erscheinungstermin“.
Ich denke, @kalli vermischt hier verschiedene Probleme, die jedes für sich gelöst werden müssen: zu frühe Rezensionen, Rezensionen allein aufgrund der Leseprobe und „sonstige“ Zweifel daran, ob ein Buch überhaupt gelesen wurde. Wer die Leseproben schon nicht liest, läuft natürlich eher Gefahr, sich ein Buch an Land zu ziehen, das ihn/sie nicht glücklich macht …

Sorry, ich steh vermutlich auf der Leitung.

Aber wie soll das gehen? Das Plagiat kommt doch immer NACH dem Original. Also kann der Urheber doch problemlos sein Original teilen. Oder hab ich einen Denkfehler?

Ja hast du.

Wenn Plagiate auf andere Plattformen kopiert werden, kann der ursprüngliche Verfasser nach dem Datum des Plagiats selbst den Ursprungstext nicht mehr einstellen, ohne blöd dazustehen. Konkreter Fall: Das Hörbuch erscheint Wochen vor dem Print, jemand stellt die Rezension bei amazon schon beim Hörbuch ein, wird um Mitternacht des Erstverkaufstages plagiiert, sein Text wird sofort beim Printexemplar auf 10 anderen Plattformen geteilt = der Urheber des Texts kann nur noch nach dem Plagiator seine Rezensions-Kopien einstellen. Verschärft wird das dadurch, dass einige dieser Abwurf-Plattformen keine Mails beantworten und keine Plagiate löschen.

Findest Du das jetzt nicht selbst ein klitzekleines bisschen … extrem?

Das mag MAL vorkommen, aber doch sehr selten.

Ich schreib schon ewig Rezensionen, wie Du weißt. DAS ist mir noch nie vorgekommen, aber plagiiert wurde ich auch schon. Zudem ist der Urspungstext ja ganz leicht nachzuweisen, notfalls (wenn man es denn so oft erlebt) nimmt man sich einen Anwalt und dann geht das sehr schnell (und bringt sogar ein paar Piepen).

Wenn ich ein Buch gewonnen habe, habe ich auch den Anspruch eine gute Rezension zu schreiben. Ich finde das bin ich dem Autor schuldig, der ja schließlich und immerhin mein Buch bezahlt hat.

Manchmal habe ich sogar Sorge, dass meine Rezension zu lang wird, insbesondere auch weil ich die Mindestwörterzahl meistens weit überschreite.

Ich habe aber bestimmte Kriterien, die ich unbedingt in der Rezension auch erwähnen möchte. Dazu gehört, dass ich kurz auf den Inhalt eingehe allerdings nur kurz, denn der Leser soll das Buch ja auch noch lesen und es soll ja auch noch für ihn spannend sein😉. Wichtig finde ich auch, dass ich kurz auf die Charaktere eingehe wie sie mir gefallen haben und ob sie meinen Ansprüchen für das Buch genügt haben.

Und dann gucke ich auch, ob ich irgendetwas über den Autor erfahre, wie sein Schreibstil ist, ob sein Schreibstil mich fesselt, ob er lebendig schreibt und was er für eine Geschichte hat und warum er vielleicht das Buch geschrieben hat?

Und ganz zum Schluss ziehe ich ein Fazit warum es sich lohnt das Buch zu lesen😉

Bei vorablesen bekommt man das Buch meist vor dem Erscheinungsdatum und so wie ich es verstanden habe, soll man dann auch sofort eine Rezension schreiben egal, ob das Buch schon veröffentlicht wurde oder nicht es sei denn es gibt einen Sperrvermerk. Aber vielleicht habe ich das ja auch falsch verstanden🤔

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Das hast du ganz richtig verstanden :slight_smile:

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Mir ist auch schon aufgefallen, dass ich Teile meiner Rezension in anderen Rezensionen wiedergefunden habe. Ich sehe das dann eher als Kompliment das demjenigen meine Rezension gefallen hat😉

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Das sehe ich absolut anders - denn es ist nichts anderes als Diebstahl des geistigen Eigentums des ursprünglichen Verfassers.
Ich war bedauerlicherweise schon mehrere Male Opfer von Rezensionsdiebstahl (komplett und auch in Teilen) und empfinde das als bodenlose Unverschämtheit, die unbedingt sanktioniert gehört!

Das Ganze blieb jedenfalls nicht Folgenlos: die Plagiate wurden vom Betreiber der jeweiligen Seiten gelöscht, da erwarte ich aber auch nichts anderes.
Die jeweiligen Nutzerprofile wurden übrigens auch gesperrt!

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Du hast schon Recht, ich sitze mindestens 2 Stunden an einer Rezension und wenn das jemand komplett abkupfert ist das echt frech. Bei mir war es eher so, dass ich Teile meiner Rezension in der anderen wieder gefunden habe.

Ich sage ja man muss es auch als Kompliment sehen auch wenn es natürlich ziemlich frech ist!

Ich frage mich allerdings, was derjenige davon hat eine Rezension abzukupfern ohne das Buch jemals gelesen zu haben. Er bringt sich selber um den Genuss das Buch zu lesen und läuft auch noch Gefahr von der Plattform verbandt zu werden. Und mal ganz ehrlich die 100 Punkte für eine Rezension entsprechen ungefähr 50 Cent. Da man 4000 Punkte benötigt um ein Wunschbuch zu erhalten. Hinzu kommt, dass das abkupfern und verlinken der Rezension ja auch noch Zeit kostet. Beinahe ist es unvorstellbar, dass jemand für 50 Cent so viel kriminelle Energie und Zeit aufwendet😉

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Es geht dabei aber nicht nur um die Rezension hier auf Vorablesen, für die es 100 Punkte gibt. Gestreut wird von den Rezensenten auch auf anderen Plattformen, in Buchcommunities und bei Online-Buchhandlungen. Da ist so ein (Teil-)Plagiat ganz schnell überall verbreitet.
Zudem vergeben Verlage auch direkt Rezensionsexemplare an Rezensenten - die im Falle solcher „Scheinrezensionen“, die aus mehreren fremden zusammengestückelt oder ganz geklaut werden, gar nicht gelesen werden sondern gleich auf Portalen wie Ebay landen. Dafür wird die kriminelle Energie nämlich aufgewendet: um kostenlose Bücher ohne eigene Gegenleistung abzugreifen.

Ich weiß von einigen Usern, deren Rezensionen ebenfalls ganz oder in Teilen geklaut wurden - Rezensionsdiebstahl wird leider immer populärer und wenn diejenigen, bei denen geklaut wird, dann nichts machen, machen die schwarzen Schafe munter weiter.

Natürlich freut es einen, wenn jemand anderem die eigene Rezension gefällt. Das kann man aber auch anders zum Ausdruck bringen. Beim Abkupfern sehe ich nur, dass sich die betreffende Person an anderer Leute Eigentum bereichert, und das hat in meinen Augen überhaupt nichts mit Wertschätzung zu tun, im Gegenteil!

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