"Pflegeleichte" Buchcover im Abwärtstrend?

Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass viele moderne Cover zumindest für Leute wie mich, die schnell feuchte Hände bekommen, eher ungeeignet sind, weil sie nicht wasserabweisend sind. So sehen die Erinnerungsfotografen und auch Cato nach einem Mal lesen schon ziemlich ramponiert aus, weil die Farbe aussen abgeht, vor allem an den Kanten. Auch viele Schutzumschläge sind heute nicht mehr wasserabweisend (etwa Kein guter Mann, Wir werden jung sein), und wenn ich ein Buch mit Buchschnitt lese, habe ich auch oft farbige Finger. Gerade über Kinderbücher wische ich gerne auch mal feucht drüber, und normalerweise auch über ein neues Buch vor dem ersten Lesen, das geht bei vielen Büchern heute gar nicht mehr. Das führt bei mir dazu, dass ich nur noch Bücher kaufe, die eine pflegeleichte Oberfläche haben, also klasssische Taschenbücher oder Hardcover mit folierter/glänzender Oberfläche (oder meistens gleich lieber das ebook, jedenfalls bei Erwachsenenliteratur)). Habt ihr ähnliches beobachtet, oder bin ich da speziell?

Nein, Du hast schon recht. Ich würde mir auch "pflegeleichte " Bücher wünschen. Vorallem wenn man bedenkt wie teuer Bücher geworden sind.

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Ich vermute, dass insbesondere die Print-Exemplare aus der Masse hervor stechen sollen, durch farbige Buchschnitte und/oder besonders beschaffene Einbände.
Leider empfinde auch ich das als größtenteils unangenehm, weil ich dadurch noch vorsichtiger mit den Büchern umgehen muss. Einen Schutzumschlag kann man zum Lesen entfernen, aber der Einband bleibt.

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Mir ist das beim neuen Murakami aufgefallen und dabei ist das Buch so teuer (34€). Ich hatte es zuhause liegen als Geburtstagsgeschenk, der Geburtstag hatte sich dann aber leider verschoben und als ich das Buch einpacken wollte, habe ich einen kleinen Fleck entdeckt. Da der Buchumschlag beschichtet wirkte, wollte ich den Fleck ganz vorsichtig abtupfen, mit dem Ergebnis, dass jetzt an der Stelle des Buchumschlags keine Farbe mehr ist (sondern nur noch eine helle Stelle), weil die direkt mit dem minimal feuchten Küchentuch runterkam :weary: Ich habe mich so geärgert.

ja, genau! Ich war so begeistert von „Cato und die Dinge die niemand sieht“, das ich zunächst als ebook gelesen hatte, dass ich es unbedingt als Hardcover besitzen und im Bekanntenkreis kräftig weiterempfehlen wollte. Tja, nachdem das Hardcover einmal von meinem Sohn gelesen worden war (und mein Sohn geht sorgsam mit seinen Büchern um!), sieht es furchtbar aus. Durch Handschweiss ist die Farbe ab bzw. wirkt „marmoriert“, an den Kanten fusselt der Einband und ist ganz weiss anstatt blau. Das ist sooo schade, denn ich kann es jetzt nicht guten Gewissens weiterempfehlen, und im Bücherregal verstecke ich es auch besser in der zweiten Reihe…

Habt ihr mal ein Foto? Ich hatte scheinbar bisher kein solches Problem…

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Ich habe mal zwei Bilder angehängt. Mein Sohn und ich neigen beiden zu schwitzigen Händen. Ich möchte klarstellen, dass ich nichts reklamieren will oder ähnliches, sondern es nur schade finde, dass diese Papp-Hardcover leider recht empfindlich auf Feuchtigkeit sind. Wer nicht leicht schwitzt, hat damit vermutlich kein Problem, und ich bin mir dessen bewusst, dass wir da eher ein spezieller Fall sind.
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Ich habe das Buch dann leider mit Schaden verschenkt, kann also leider kein Foto davon hochladen.

Vielleicht liegt es daran, dass die Verlage mittlerweile fast alle auf wasserlösliche und umweltfreundliche Farben umstellen :woman_shrugging:

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Das habe ich mir auch schon gedacht, allerdings ist es auch nicht nachhaltig, wenn Bücher dadurch weniger haltbar sind.

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Ich kenne insbesondere Hardcoverbücher des magellan-Verlages, die damit beworben werden. Allerdings habe ich damit noch nie Schwierigkeiten gehabt.

Möglicherweise gibt es wie überall hier auch Qualitätsunterschiede. Mir ist es noch nie passiert. Weder bei Büchern für Erwachsene, noch bei denen für Kinder. Magellan-Bücher haben wir hier auch :slight_smile:

„Passiert“ ist mir bisher auch nichts, vielleicht hatte ich einfach Glück?
Und ja, ich bin sicher, dass die Qualität bzw. das Material eine große Rolle spielt.

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Dieses konkrete Problem ist mir bisher nie aufgefallen, lediglich dass bei Softcover-Ausgaben die Kanten sehr empfindlich sind. Am schlimmsten ist es bei Self Publishing, wo das Cover als glänzende Folienschicht auf der Pappe klebt und sich an den Ecken und Kanten schnell ablöst.

Cato konnte ich zum Glück auch als ebook lesen, daher ist mir das Problem bei diesem Buch gar nicht aufgefallen. Dabei finde ich bedruckte Cover ohne extra Schutzumschlag viel schöner, da kann ich den Ärger gut nachvollziehen.

Ich nutze schon seit Jahren Stoff-Buchhüllen zum Schutz der Bücher, das sieht hübsch aus und fasst sich gut an.

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Das geht mir auch so, ich mag keine Schutzumschläge. Die glänzenden sehen irgendwie billig aus, finde ich, und die modernen matten sind recht empfindlich auf feuchte Hände. Am besten gefallen mir Hardcover, die direkt bedruckt sind, aber eine unempfindliche Oberfläche haben (ganz dünne Folie?), so wie die meisten Kinderbücher.

Das werde ich mir auch überlegen, die Idee ist toll, und ich nähe sowieso leidenschaftlich gerne (warum bin ich da bisher noch nicht draufgekommen :thinking:).

Ansonsten bestärkt es mich, im Erwachsenenbereich weiter auf ebooks zu setzen.

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Mir ist nur aufgefallen, dass bei Covern mit Golddruck die goldene Farbe runtergeht, wo man das Buch in der Hand hält.
Und bei glänzenden Oberflächen sieht man halt immer die Fingerabdrücke.

Die Schutzumschläge von Hardcovern geb ich schon mein Leben lang beim Lesen runter, weil die soo empfindlich sind und extrem leicht einreißen.

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Ich kann mich erinnern, dass ältere Verwandtschaft die Schutzumschläge meist weggeworfen haben, da standen die Bücher immer „nackt“ im Regal. Keine Ahnung warum - ob es so einheitlicher/edler aussah oder die Schutzumschläge nach dem Lesen durch waren. Jedenfalls sehr merkwürdig.

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So merkwürdig finde ich das gar nicht, ich mache das auch so, wenn mir der Schutzumschlag nicht gefällt oder er durchs Lesen in Mitleidenschaft gezogen ist. Ich schütze damit lieber das Buch und werfe ihn im Zweifel weg, als dass ich ihn zum Lesen abnehme und das Buch direkt anfasse.

So unterschiedlich sind die Gewohnheiten :slight_smile: Ich mag es lieber bunt im Regal.

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Das kenne ich leider auch und vermute, dass die in Leinen gebundenen Exemplare edler im Bücherregal aussehen sollten. Auf mich wirkte das eher oberflächlich, fast so, als wenn man sich Bücher aufgrund der Farbe des Einbandes gekauft hatte.

Ich habe das von Kindesbeinen an so gelernt, dass der Schutzumschlag entfernt und während des Lesens ein Buchumschlag verwendet wird. Kein Abnutzen, kein Einreißen, kein Abfärben (obwohl Letzteres früher auch nicht vorkam). Bei Taschenbüchern funktioniert das mit den Umschlägen natürlich nicht, aber da stören mich leichte Gebrauchsspuren auch nicht so sehr.

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