Leseeindrücke


#41

Frage: wo fängt “Unmengen” denn eigentlich an?

Ich kenne Leute, die schaffen jeden Tag ein Buch. Das kann ich nicht. Aber deshalb ist das doch nichts, über das ich mir Gedanken machen müsste?

Jeder füllt seine Freizeit so, wie es ihm gefällt. Ein Teil meiner Bücher, die ich im Jahr konsumiere, sind Hörbücher. Die kann ich genießen, während ich etwas anderes mache. So “spare ich Zeit”. Ich seh selten TV - in der Zeit lese ich. Aber ich mache auch gern andere Dinge, die ein Lesen ausschließen. Also bleibt mir am Tag dennoch nur begrenzte Zeit. Viele fahren mit der Bahn zur Arbeit. Allein bei einer halbstündigen Fahrt kann man da ordentlich was weglesen. Das sind nur Beispiele.

Ich finde es gelinde gesagt merkwürdig, wenn hier spekuliert wird, wie man soooooo viel lesen kann, dass man “jede Woche” (was eindeutig Humbug ist) ein Wunschbuch einlösen kann. Es lösen jede Woche VIELE Leser Punkte ein, ja. Aber eben nicht immer die selben! Da muss man schon mal genauer hinsehen, wenn man schon “kontrolliert”.

Niemals von sich auf andere schließen! Wenn jemand alle Leseproben liest, ist das noch lange nichts Schlechtes. Ich selbst seh mir jede Woche erst mal die Cover und Titel der neuen Bücher an, dann lese ich die Kurzbeschreibungen und hin und wieder interessiert mich dann ein Buch tatsächlich, dessen Gene sonst nix für mich ist.

Momentan habe ich das Hörbuch zu “Die Charité”. Das Buch wurde hier vorgestellt und da historischer Roman, wollte ich nicht mal die Kurzbeschreibung lesen. Und jetzt? Bin ich vom Hörbuch hin und weg! Dennoch bin ich jetzt nicht Histo-Fan geworden, aber es gibt eben ein Buch dieses Genres mehr, das mir doch gefällt. Warum also soll es anderen nicht so gehen? Wer Zeit und Lust hat, die ganzen LP zu lesen, soll das doch gern tun.

Ich wiederhole mich gerne: wer mit LE Punkte sammeln möchte, hat viel zu tun. Dem sei das dann gegönnt, nach fast zwei Jahren (es gibt ja nicht jede Woche 8 Bücher oder mehr) ein Buch “abzugreifen”. Auch bei denen, die in den Augen einiger hier unfair bewerten mit ein, zwei Sternen. Denn ich glaube einfach nicht, dass diese User dann den Haken nicht herausnehmen und somit in den Lostopf wandern. Falls doch, dann müssen sie eben für dieses ungewollte Buch eine Rezension schreiben.

Es gab - auch wenn das nun schon länger her ist - schon Wochen, da hat mich tatsächlich jedes Buch interessiert und ich bin für jedes in den Lostopf gesprungen. Dann gibt es aber auch Zeiten, da schreibe ich wochenlang gar keine LE.

Ich bin ich, andere sind andere - jeder macht das so, wie es ihm gefällt.

Echte Abgreifer gibt es immer. Die haben hier aber schlechte Karten, denn auch für ein Wunschbuch muss man eine Rezension abliefern. Und sobald man mit einer Rezension überfällig ist und auch nach der netten Erinnerung nicht reagiert, ist man für weitere Bücher gesperrt. Auch hat das Team immer wieder bestätigt, dass sie sich die LE auch ansehen. Wo also ist denn nun das Problem? Wenn das Team kein Problem hat, sollten die User auch keins haben.


#42

Genau so ist es. Ich lese viel, habe jedoch eine Freundin, die liest noch mehr. Es gibt immer irgendjemanden der noch mehr liest, noch mehr LE schreibt, noch mehr Rezensionen einstellt. Daran ist weder was Verwerfliches noch Schlimmes. Ich entdecke hier durch Leseproben Bücher, die ich mir auch kaufe, ertausche, ausleihe. Nehmen wir mal die Bücher von letzter Woche. Den Carter habe ich mit Punkten eingelöst. Tatsächlich hat mir die LP zu "Das andere Haus " auch gefallen, das habe ich mir vorgestern bei meinem Buchhändler bestellt. “Der Schmetterling” …ihr ahnt es schon…hat mir auch super gefallen. Den darf ich über netGalley lesen. Das macht also 3 vorab-Bücher, die ich lesen werde. Und wie ich meine Tauschfreundin kenne, wird sie sich auch noch “Slow Horses” kaufen. Das macht aber auch 4 vorab- Bücher, aus einer Woche, die ich hier rezensieren werde und für die ich Punkte bekomme.
Der springende Punkt ist doch, dass alle, die klagen, dass sie mühsam zu Punkten kommen, darauf warten, zu gewinnen um diese Bücher zu rezensieren und Punkte zu bekommen. Ich verlasse mich nicht darauf, da ich mir tatsächlich auch Bücher kaufe, leihe, ertausche. Wohlgemerkt, Bücher (vor allem beim Kaufen ), die ich haben will/muss.
Und was die LE angeht…da bin ich definitiv zu faul, um zu allen LP einen Eindruck zu schreiben. Es kommt oft vor, dass ich eine LP öffne, sie mir nicht zusagt und ich das Buch wegklicke. Die Zeit spare ich mir lieber um zu lesen und rezensieren. Doch jeder so wie er mag.


#43

Genau so mache ich es auch!! Da ist mir meine Zeit zu wertvoll, um das dann alles zu lesen, und dann auch noch einen LE zu schreiben, für nur 10 Punkte (weil den Buchgewinn klicke ich dann natürlich weg, weil ich will mich dann ja nicht durch das komplette Buch quälen müssen…


#44

Je mehr Zeit man zur Verfügung hat, desto mehr kann man lesen. Ich habe einen Job mit offiziell 50 Wochenstunden, meistens viele mehr, und schaffe demnach entsprechend “wenige” Bücher, oft muss ich auch noch Fachbücher in der Freizeit lesen. Wenn ich keinen Job hätte könnte ich auch mehrere Bücher pro Woche lesen, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert. Ich verstehe die Diskussion nicht, mit den “Unmengen”. Hätte ich die Zeit würde ich liebend gerne auch “Unmengen” lesen, bei welcher Zahl auch immer das anfängt. Ich beneide also höchstens Leute, die mehr lesen dürfen als ich. Komisch finde ich das auf keinen Fall.


#45

Die Woche hat bei allen Menschen 168 Stunden. Bleiben also auch bei Dir 118 Stunden neben der Arbeit. Du gewichtest Dinge eben anders, deshalb kannst Du weniger als andere lesen. Eine meiner Bekannten ist Schnellleserin und hat gar keinen TV. Das ergibt eben viele gelesene Bücher. Dennoch arbeitet sie mindestens so viele Stunden wie Du.
Vielleser sind nicht zwangsläufig Wenigarbeiter …


#46

Ich arbeite auch…nur, dass hier keine Missverständnisse aufkommen. Okay, ich habe einen Job in dem ich ab und zu lesen kann (Nachtdienst). Da um 6 Uhr morgens Arbeitsbeginn ist, bin ich zum Glück gegen 17.30 Uhr zu Hause. Abends lese ich statt TV(der steht bei uns und wird praktisch nie eingeschaltet) zu schauen, dh in der Regel 3 bis 4 Stunden und in der Mittagspause und auf dem Arbeitsweg kommen noch mal bis zu einer Std. Zusammen. Du siehst auch arbeitende Menschen können viel lesen. Das ist eine Frage der Priorität. Und Wochenende wirst du doch auch haben…oder?


#47

Eine Diskussion mit dem Wort “Unmengen” wollte ich wirklich nicht vom Zaun brechen, lediglich ausdrücken, dass mich die Menge an Büchern erstaunt, die einige Leser so wegschnurpsen. Ich lese gerade “Moby Dick” und das schon seit drei Wochen. :wink: Damit würde ich mich dann mal als Langsamleserin einstufen :grinning:


#48

HA! Bücher “wegschnurpsen” - was für ein herrlicher Ausdruck!! Den merke ich mir! :star_struck::rofl:


#49

es kommt auf das Buch an ob ich schnell oder langsam lese, bei Moby Dick eher langsam, bei den Büchern von Dan Brown eher schnell, anspruchsvoll langsam und Bücher zum “wegschnurpsen” schnell
Danke für den Ausdruck der wird meinem Mann gefallen, wenn ich wieder klage ich habe nichts mehr zu lesen ( obwohl ich mir schon wieder ein neues Bücherregal wünsche)


#50

Mir geht es ähnlich, nur dass ich leider im Bus nicht lesen kann, weil mir schlecht wird. Ich bin gg. 18 Uhr zu Hause und wenn nichts weiter anliegt, verschwinde ich gg. 19 Uhr ins Bett oder auf den Sessel und lese so 2-3 Stunden. Fernsehen gibt es auch kaum. Meine Kollegen gucken auch immer komisch wegen der Menge der Bücher. Die erzählen dann von irgendwelchen Fernsehserien, die ich komplett schwachsinnig finde. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und jeder soll seine Zeit so verbringen, dass es ihn glücklich macht :kissing_heart:


#51

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Auf Papier habe ich 50, in Aktualität meist 65 Wochenstunden. Ich lese trotzdem jede Woche, obwohl ich nicht 118 Stunden zur Verfügung habe wie du meintest. Sorry. TV habe ich auch keinen.


#52

Den Sinn meiner Aussage hast Du leider nicht erfasst. Schade.


#53

bei mir ist es ähnlich, die Kolleginnen sind meistens etwas pickiert weil ich über das Fernsehprogramm nicht mitreden kann
Drastisches Beispiel: es gab mal einen Bauern bei “Bauer sucht Frau” der mit meinem Mann eine gewisse Ähnlichkeit hat, darüber wurde diskutiert und ich hatte keine Ahnung, beim Einkaufen wurde er an der Kasse angesprochen ob der Bauer sein Bruder sei, daraufhin haben wir eine Folge geschaut ,
Ergebnis: ich lese weiterhin und er sitzt am Computer oder macht Rätsel


#54

Mich interessiert praktisch nie ein Film oder eine Sendung genug damit ich schaue. Ausserdem mag ich keine Filme, weder TV noch im Kino. Dieses vorgefertigte Zeug kappt meine Fantasie. Es kommt vor, dass ich einen Film beginne da ich davon gehört habe…meist ist es so, dass ich nach 20 Minuten mich entweder langweile, nerve oder denke, dass ich gerade dabei bin wertvolle Lesezeit, in der ich meinen Kopf mit eigenen Bildern füllen kann, verschwende. Die Folge ist, dass ich in den letzten Jahren praktisch keinen Film ganz gesehen habe. Das ganze aufgebauschte Bauer sucht …und Talkshows würde ich nie schauen, ist mir zu oberflächlich und zu sehr Berieselung. Eine Ausnahme mache ich bei News Sendungen, denn die dauern nicht stundenlang. Doch auch da informiere ich mich lieber lesend.


#55

Ich kann mich für beides absolut begeistern. Lesen und fernsehen. Alles zu seiner Zeit. Beim Buch und beim Film stehen aber Krimis ganz vorne. Und so vergeude ich auch keine Zeit mit Büchern, die mich nicht interessieren oder Filmen, die nicht meinen Geschmack treffen.


#56

Danke, das du die Unmengen geschrieben hast, konnte ich den Schwarzen Peter weiter geben - Nein, war ein Scherz, hätte aber auch von mir kommen können.
Meine Tochter “schnurpst” Bücher weg, wenn möglich zwei am Tag. Sie ist 8. Sie überliest viel. Wenn ich ihr Fragen zum Buch stelle, kann sie sie nicht beantworten. Im Grunde nicht wichtige, aber die Große macht es genauso, nur leider in Mathearbeiten und dann sind nur die hälfte der aufgabe gemacht, weil die ander weggeschnurpst wurde?

Ja, jeder liest anders, ob in Beruf, Freizeit oder Mittagspause. Ich beneide Schnellleser, weil sich meine Bücher stapeln. Ich beneide Menschen mit gut eingeteilter Freizeit, denn ich suche meine meistens und wenn ich sie gefunden habe, weiß ich nicht, was ich als erstes tun soll :slight_smile:
Genießt eure Bücher!


#57

Bei mir stapeln sich die Bücher auch - gelesene und ungelesene.

Seit meiner Kindheit bin ich eine Leseratte. Lesen gehört für mich einfach dazu. Ich muss mir aber auch gar nicht alles merken, was im Buch stand - zumindest nicht über lange Zeit darüber hinaus. Es gibt Tage, da komme ich zu höchstens 20 Seiten zum Lesen, dann wieder lese ich ein halbes Buch am Stück. Wie ich schon erwähnt habe, habe ich auch andere Hobbys. Dazu gehört u.a., dass ich 2 - 3 x die Woche schwimmen gehe. Jede Woche. Das ganze Jahr über.

Bei mir kommen in einem schlechten Lesejahr ca. 50 Bücher zusammen, bei einem sehr guten bis zum Vierfachen. I.d.R. sind es um die 100 Bücher im Jahr. Das ist für mich normal, für andere wenig, für wieder andere viel. Aber man muss sich doch nicht mit anderen vergleichen! Es gibt doch keinen Wettbewerb!

Trotzdem und gerade deshalb ist das System hier ja so klasse. Wer viel liest und noch dazu viel verlinkt, der bekommt eben viele Punkte und kann sich entsprechend oft ein Buch sichern. Das schont den Geldbeutel und gibt neuen Lesestoff.

Ich bin niemandem neidisch, der sich die Punkte erarbeitet. Letzten Monat hatte ich Glück, dass es doppelte Punkte gab - dadurch habe ich ein schönes Polster zusammenbekommen. Das haben andere auch getan und vermutlich sogar noch intensiver. Auch kann man immer mal einige Punkte bei Gewinnspielen und beim Zitat der Woche und bei den Edelfedern gewinnen. Das gönne ich jedem - ich mach da äußerst selten aktiv mit und somit ist das meine eigene Schuld, diese Punkte nicht zu bekommen.

Ich bleib dabei - hier gibt es kein “Abgreifen”.


#58

Ich finde ja auch, jeder der “viele” Bücher verschlingt und sich die Mühe für eine Rezi macht (zumindest kostest mich das immer einiges an Zeit) der hat auch jeden Punkt verdient. Ist doch okay, der der viel liest kann das auch weiterhin machen und jeder der nicht so viel liest muss kein schlechtes Gewissen wegen seinem stätig wachsenden SuB haben.
Was mich hingegen ein wenig ärgert sind User, keine 24 Tage dabei aber schon 47 Rezis und überall die gleichen(!) 3(!) Sätze, teilweise zu Büchern die heute erst von anderen Usern empfangen wurden. Tut mir leid aber diese Pünktchen finde ich dann doch etwas unverdient.


#59

Wenn du das dem Team meldest (mit User-Namen usw.), dann kümmern sie sich darum. Hab das auch schon öfter mal gemeldet, weil ich so was auch überhaupt nicht leiden kann


#60

Ich habe soeben jemanden gemeldet. Das ist einfach nicht zu glauben, was bei dem User abgeht. Jede der bis jetzt 47 Rezensionen, die die Bezeichnung nicht verdienen, besteht aus denselben vier Sätzen. Schön noch mit Abständen zwischen den Sätzen geschrieben. Das habe ich bis jetzt noch nicht gesehen! Der User ist seit 24 Tagen dabei. Die 8 Leseeindrücke sind ebenso nichtssagend und inhaltslos. Vielleicht ist es der User, den @oink meint. Also, wenn es so ist, wäre das dann mit meiner Meldung erledigt.