Diskussion: E-Books als Leseexemplare


#41

Ganz wenige Bücher behalte ich, wenn sie mir richtig, richtig gut gefallen haben. Sonst wüsste ich zu Hause auch nicht mehr wohin damit. Die anderen werden vertauscht (so wird der SuB nie kleiner!), verkauft, verschenkt.
Daher michte ich halt auch noch nie einen Reader kaufen. Ist durchaus eine, wenn auch kleine, Investition.
Ja, es ist schade, wenn ich ein interessantes Buch nur als eBook bekommen könnte. Da werde ich nächster Zeit dann noch weiter drauf verzichten müssen.


#42

Ich auch…


#43

Na ja, für jemanden, der sich ebook komplett verweigert und das einfach nicht nutzen will, ist das schon doof, dass knapp ein Viertel der Bücher nur noch als ebook zu haben ist und man nicht die Wahl hat. Von daher kann ich die Enttäuschung schon ein bisschen verstehen.
Überrascht mich tatsächlich auch ein bisschen, dass das schon so viel ist. Hätte da mit viel weniger gerechnet, obwohl ich in den letzten 1 -2 Jahren schon merke, dass immer mehr Leute einen Reader haben. Ich habe so ein Teil ja schon, seit es die Dinger gibt. Anfangs wurde ich gefragt, ob das Teil ein iPad wäre und alle waren dann echt enttäuscht, wenn ich denen erzählt habe, dass man damit “nur” Bücher lesen kann. :smiley:


#44

Klar, unter Umständen gewinne ich nicht, aber ein Print kann ich ggf. auch später noch ertauschen oder eben kaufen. Bei einem ebook hingegen kann ich ersteres nicht und würde ich letzteres vermutlich nicht tun.

Aber so sind die Geschmäcker/Vorlieben halt verschieden und jene, die auch ebooks lesen, haben hier weniger Konkurrenz :slight_smile:


#45

Ja, das alles sind auch Wege, die ich nutze.

Dennoch hab ich im Laufe der Jahre so viele Bücher angesammelt (etwa 300 “normale” und vermutlich um die 500 aus der Katzenbuchsammlung davon sind ungelesen).

Es bezog sich ja auch auf die Aussage, dass Printbücher so wunderschön anzusehen sind und im Regal stehen.

Tun sie. Aber eben nur bis zu einer gewissen Menge / Schmerzgrenze, auch wenn man Bücher noch so sehr liebt.

Solange ich keine echten Bücherreiregale habe (werde ich nie haben, die sind zu teuer und noch dazu sähen die in meinem Bücherzimmer dann wirklich nicht so toll aus), werde ich eben weiterhin Bücher in großen Stückzahlen abgeben. Darum ging es.


#46

@ele
@ forti

Ich hab die von den Autoren signiert bekommen. Wie die das gemacht haben, weiß ich nicht genau, ist mir aber irgendwie auch egal. Jedenfalls sind es persönliche Zeilen plus Autogramm.

Das wird sicher auch mit eBooks gehen. Warum auch nicht? Jede Buchhandlung hat einen Computer und die Signatur geht über den Computer (wie auch sonst). Also dürfte das am Ende sogar für alle viel einfacher sein. Die Reader haben ja Zugang zum Internet.

Finde ich auch - aber der Mensch neigt naturgemäß dazu, es anders zu empfinden, wenn er ausgerechnet eines dieser wenigen haben möchte, aber nicht kann.

So sehr ich lieber Print lese, genau so ging es mir auch schon oft! :penguin:

Dann muss Du Dir mal die neuen Modelle ansehen - ein riesen Unterschied. Sie werden tatsächlich immer komfortabler. Wie eben alle Elektronikgeräte. Allein der Unterschied zwischen meinen beiden Readern ist enorm.

Wobei die hier verlosten eBooks zum größten Teil sehr preiswert (wesentlich günstiger als Printbücher) zu kaufen sind und man das dann schon mal riskieren könnte.


#47

Keine Sorge, mittlerweile hab ich mir auch schon mal einen neuen Reader gegönnt. Habe mittlerweile auch einen mit Hintergrundbeleuchtung. Trotzdem Danke für den Tipp. :wink:


#48

Mir ist das eigentlich egal. Ich habe aber das Gefühl, dass die ebooks literarisch jetzt nicht sooo hochwertig sind. Kann es sein, dass die Verlage Seichtes lieber elektronisch publizieren? Was meint ihr?


#49

Meinst du die Ebooks hier oder Ebooks allgemein ?


#50

die ebooks, die in letzter Zeit hier verlost wurden.


#51

Die Vermutung hege ich ebenfalls. Alles, was nicht sofort zum print taugt wird als EBook vermarktet, weil die Herstellung vermutlich nur einen Bruchteil kostet.


#52

Das stimmt und deswegen habe ich z. B. “Veilchens Feuer” von Joe Fischler auf dem reader, aber ich kann bzw. mag mich einfach nicht dazu durchringen, den reader in die Hand zu nehmen und greife dann doch lieber zu einem Printexemplar. Und die ebooks “versauern” hier …


#53

Kommt drauf an, was man unter seicht versteht.
“Die Akte Zodiac” fand ich zwar nicht sooooo toll, aber Linus Geschke schreibt meiner Meinung nach sehr gut (die anderen Bücher hab ich geliebt).

Je nach Sichtweise ist ja alles seicht, was nicht verschwurbelt und depressiv ist … :wink:

Ich tendiere zu “nein”, denn es finden sich alle Genre in den eBooks.


#54

Ich begleite morgen meinen Dad wieder zu einer länger dauernden Untersuchung. Da nehme ich lieber den Reader mit. So lese ich dann immer mal wieder ein eBook - denn oft fesselt es mich dann so, dass ich ganz schnell “vergesse”, dass ich den Reader in der Hand habe, und das Buch dann doch noch zu Ende lese (ich lese immer mehrere Bücher parallel).

Diesmal nutze ich die Zeit, um ein Leseexemplar, das mich arg nervt, evtl. doch noch zu Ende zu lesen. Die Autorin weiß schon, dass mir das Buch von Seite zu Seite weniger gefallen hat und wäre wohl froh, wenn ich nicht zum Ende käme (denn dann kommt ja die Rezension). Normalerweise breche ich auch ab, wenn mich ein Buch dermaßen nervt. Da sie aber eine fürchterlich nevige Art hat, mit Kritik umzugehen, fühle ich mich gereizt. :sunglasses:

Ansonsten kam es schon oft vor, dass ich durch ein eBook auf eine/n Autor/in aufmerksam geworden bin, den/die ich sonst übersehen hätte.


#55

Also ist das dann ja keine richtige Signatur sondern eine digitale, die zudem auch noch auf 1500 EBooks kopiert werden kann. Finde ich nicht sehr persönlich.
Bei einer Lesung hat der Autor das Buch persönlich unterschrieben, wenn man daneben steht und evtl. noch eine Widmung zugefügt (worauf ich meist verzichte). Ob das mit einem EBook geht?

[quote=“wortschaetzchen, post:46, topic:1396”]
Wobei die hier verlosten eBooks zum größten Teil sehr preiswert (wesentlich günstiger als Printbücher) zu kaufen sind…[/quote]
Gerade das Geschke-Buch (dem ich immer noch hinterher trauere) fand ich nun überhaupt nicht preiswert - schließlich muss man sämtliche Teile addieren, denn nur 1 Teil machte ja wohl keinen Sinn, da es lediglich ein Teilbuch war. Da wäre ein TB u. U. billiger zu kaufen gewesen.

Das Argument mit der Urlaubsbibliothek hat was für sich - das gebe ich gerne zu. Aber was ist, wenn das Teil am 3. Urlaubstag den Geist aufgibt? Dann sitze ich die restlichen zweieinhalb Wochen ohne Lektüre da oder muss im Ausland deutsche Bücher suchen gehen? Oder mal eben einen neuen Reader vor Ort kaufen? Und wie komme ich dann an die Bücher auf dem kaputten Reader ran? So ganz alleine nutzt mir der Reader ja auch nichts.
Die Teile scheinen aber echt leicht zu sein. Ich hätte ja nur ein Tablet, was ich als Reader nutzen könnte. Aber das Ding wäre mir für unterwegs (Wartezimmer etc.) viel zu schwer im Vergleich zu einem Taschenbuch. Und größer ist es auch noch. Noch dazu muss man damit viel mehr aufpassen, denn wenn die Tasche fällt, ist so ein Gerät ja auch gerne mal im Elektronikhimmel - ein Buch höchstens etwas angeschmutzt. Vor allem funktioniert es auch ohne Strom - aber leider nur bei brauchbarer Beleuchtung. Da ist der Reader/Tablet wieder im Vorteil.
Was für mich aber das größte Gegenargument ist: Wenn man mit 2 oder 3 Personen (oder noch mehr) in Urlaub fährt oder zusammenlebt, dann braucht jeder so ein Teil oder es kann immer nur 1 lesen. Und bei ca. 100 € Anschaffungskosten hat man bei 3 Familienmitgliedern schon 300 € Kosten ohne ein einziges Buch. Wie viele Bücher könnte ich dafür anschaffen und vor allem hinterher auch wieder verkaufen?
Mich stört am meisten, dass ich nicht das Buch sondern nur eine Leselizenz erwerbe. Und das für kaum weniger Geld als das Printbuch. Solange das so ist, werde ich EBooks verweigern! Entweder muss ich das auch weitergeben (gebraucht verkaufen) dürfen oder aber für die Lizenz zahle ich nur 1/3 des Printpreises. Wenn ich ein Buche leihe (was ja einer Leselizenz entspricht) zahle ich in unserer Bibliothek 1 oder 2 €. Bei einem Buch was 15 € als Print kostet wäre ich noch zu 5 € bereit - zu mehr aber definitiv nicht!


#56

Nein, eben nicht, ich sage doch, meine Signaturen sind absolut persönlich und definitiv hat die niemand anderes bekommen. Wenn man soooo dringend ein “echtes” Autogramm will, kann man das auch auf einem Blatt Papier bekommen, meinetwegen ein Autogrammbuch.

So ein Reader geht nicht soooo leicht kaputt und die Bücher sind nicht auf dem Reader, sondern auf der Cloud. Sprich: Du kommst immer und jederzeit an Deine Bücher, ganz ohne Probleme. Du brauchst nur einen Internetzugang.

Ein Reader wird selten “nackt” benutzt. Ist er in einer Hülle, geht der nicht so leicht kaputt.

Ja, man erwirbt Lizenzen. So what? Keiner, den ich kenne, hat bisher eine Leselizenz verloren.

Aber ich habe eine Freundin, deren Haus abgebrannt ist. Mitsamt ihren Büchern. Die bekommt sie nie wieder. Die Bücher von ihrem Reader hat sie noch - da auf der Cloud gelagert.

Du kannst auch eBooks ausleihen, gar kein Problem. Dazu gibt es ja die Onleihe.

Man kann die Reader zu Weihnachten und Geburtstag verschenken. Solange sie auf ein Konto laufen, kann jeder alle Bücher lesen. Sogar gleichzeitig. Mach das mal mit einem Printbuch.

Eine Datei verkaufen geht schon deshalb nicht, weil Du dann diese Datei vervielfältigst. Und das ist nun mal nicht erlaubt, war es noch nie, auch nicht bei Schallplatten, Cassetten, CDs usw.

Du musst kein eBook-Fan werden, aber lass doch anderen die Freude daran. Ich lese nach wie vor (wie ich immer wieder sage) lieber Print, kann aber eBook-Fans verstehen und nutze die Vorteile auch gelegentlich.

Vor allem finde ich es immer sehr unkonstuktiv, wenn jemand vehement Dinge behauptet, die so nicht stimmen.


#57

Man darf ja ein Ebook nicht verkaufen. Ich habe bei ebay einen privaten Verkäufer gefunden, der sämtliche aktuellen Bücher als Ebook verkauft und das zu Spottpreisen. Ich habe das ebay schon mehrmals gemeldet, weil ich das unverschämt finde, aber da passiert überhaupt nichts. Wie kann man denn dagegen vorgehen?


#58

Hier kann ich nur zustimmen. Der einzige reader, der mir kaputt gegangen ist, da war ich selber schuld. Der ist mir in die Badewanne gefallen.
Und wenn man den Reader vor dem Urlaub auflädt, dann geht der Akku auch nicht leer. Höchstens Hintergrundbeleuchtung vlt weg lassen, aber dann hält der Akku 6-8 Wochen


#59

Den Verlag anschreiben? Den Autor? Die kümmern sich dann bestimmt darum.


#60

Mein oller Kindle hat gar keine Beleuchtung, aber auch beim Tolino hält der Akku mit eingeschalteter Beleuchtung mehr als einen Urlaub lang. Und wenn nicht: man hat Steckdosen im Hotelzimmer und man kann eine Powerbank nutzen. Die hab ich eh immer in der Handtasche.