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10 Stunden tot


#1

Ich habe ja vor einigen Tagen eine nicht ganz freundliche Rezension zu diesem Buch abgegeben, weil mir trotz aller Spannung (ja, die war gegeben) jedwede Auflösung fehlte, die ich bei Krimis/Thrillern nun einmal erwarte. Interessantes Privatgedöns hin oder her - wobei ich persönlich dieses sowieso wieder einmal als typisch empfand: Alle gaaaanz furchtbare Probleme (Anschläge auf bzw. von den Kindern, Alkoholismus, häusliche Gewalt bis zum Äußersten, Probleme mit Rechtsextremen als Polizistin/Frau/Jüdin(?).

Aber darf ein Krimi praktisch keinerlei Fall aufklären - weder alte noch neue - und dann die Leser Ewigkeiten auf die Fortsetzung waren lassen? Denn ich habe einmal in der schwedischen Welt geguckt und dort ist nichts von einer geplanten nächsten Veröffentlichung zu lesen. Für mich ist das - in diesem Genre - unerträglich und unverschämt.

Aber an einer Stelle möchte ich die Leser aufklären, die sich fragen, was der Titel bedeutet: Molanders Ehefrau denkt über ihre Berlinreise nach und dass sie sich dort nach dem Essen und ihrer Übelkeit wie 10 Stunden tot fühlte.


#2

Hm, ich hab das Buch heute Morgen ausgelesen und fand es gut. Ja, es werden keine Morde aufgeklärt, aber ich glaube, dass ein Krimi, der Teil einer Serie ist, das darf … :slight_smile:
Ich fand den Weg spannend und bin jetzt sehr gespannt, wie es im nächsten Buch weitergeht. Natürlich dachte auch ich, dass der “Würfelmörder” gefasst wird, aber mich stört es nicht, dass er jetzt im nächsten Teil weiter sein Unwesen treibt. Und auch Fabians Ermittlungen in dem sehr persönlichen Fall gehen ja schon viel länger (waren ja auch schon im vorhergehenden Teil Thema). Darf ich dich fragen, ob du die vorherigen Bücher der Reihe gelesen hast? In meiner Rezension erwähne ich nämlich auch - und das ist meine überzeugte Meinung -, dass das Buch nichts für Quereinsteiger ist. :slight_smile:


#3

Bei allen anderen Serien, die ich in diesem Bereich kenne, wird wenigstens ein Verbrechen geklärt. Hier bleibt alles in der Schwebe. Ich bin und bleibe sauer. In einem Jahr, wenn frühestens der nächste Roman auf den deutschen Markt kommt, habe ich mindestens die Hälfte vergessen. Und noch einmal dieses Genre lesen, nur um auf dem Stand zu sein, - nein.
Bei “Herzsammler” war das noch so. Hier nicht. Mir können Herr Risk, sein Team und dessen insgesamt so furchtbares Dasein gestohlen bleiben (außer der Gerichtsmediziner, - der hat wenigstens etwas Spaß im Leben).


#4

Und genau hier muss ich einen Kritikpunkt anbringen! Weshalb schaffen es Verlage nicht, auf das Cover "Band 1 " oder “Band 4”…zu drucken? Weshalb muss ich, wenn ich irgendwo einen Krimi sehe, erst selbst per Madame Google nachsehen, ob das nun Band 12 oder Band 1 ist einer Reihe? Das nervt ! Hier muss ich auch vorablesen in den Topf werfen: @vorablesen: ist es möglich, auf der Bewerbungsseite klar zu deklarieren, wenn ein Buch, der xte Teil einer Reihe ist?
Auch die Reihenitis, die neuerdings den Krimimarkt überflutet nervt mich. Ich mag keine Reihen und offene Enden sind mir ein Gräuel, da das nächste Buch Monate später erscheint, und irgendwie der Zauber und / oder die Spannung weg ist aus dem vorderen Band. Oder ich die Hälfte der Details vergessen habe, da es zu lange her ist.
Zum Rest kann ich noch nix sagen, da ich das Buch zwar hier habe, doch noch nicht gelesen habe…ich kenne Band 3 (minus 18°).


#5

Kann Dir nur zustimmen. Wäre wirklich hilfreich, wenn zumindest hier irgendwo vermerkt würde, der wievielte Teil einer Reihe es ist. Wenn ich eine Reihe kenne, weiß ich natürlich Bescheid. Aber ich habe mich hier auch schon oft auf ein Buch beworben und merkte dann im Forum oder beim Lesen, dass mir (einige) Vorgängerbände fehlen und das ärgert mich.


#6

Das ging mir hier auch schon so. Da hat man den Eindruck, dass dies ein Einzelband ist und merkt dann, dass Vorwissen fehlt. Mittlerweile habe ich mir bei Krimis angewöhnt, erst mal zu recherchieren, bevor ich mich bewerbe. Doof ist, wenn ich erst mein Handy zücken muss in einer Buchhandlung, um nachzusehen…


#7

Das ging mir spätestens nach dem letzten Band bereits so, weshalb ich mich um diesen gar nicht erst gekümmert habe. Offensichtlich war das die richtige Entscheidung.

Ich sehe gerade, bei “Die stille Tochter” von Gard Sveen und “Unbarmherzig” von Inge Löhnig steht es dabei. Ist wohl schon früher mal bemängelt worden.


#8

Ah…okay. Aber bei “10 Stunden tot” stand nix, oder habe ich Tomaten auf den Augen?


#9

Nee, da steht nix. Oder ich brauch ne neue Brille :wink:


#10

Ich denke mal, vorablesen übernimmt die Angaben der Verlage. Wenn die es nicht mitteilen, dann steht es da nicht. Ist ja schon mal auffällig, dass Ullstein das bei Inge Löhnig vermerkt hat, bei Ahnhem aber nicht. Die Gründe werden wohl nur sie selbst kennen.

Aber es stimmt, es gibt immer mehr Reihen/Serien. Besonders nervig finde ich aber Trilogien.

Für Vielleser ist das immer besonders doof. Da rutscht man in die “Serienfalle” (man “muss” an vielen Serien dranbleiben) und da es ja meist ein gutes Jahr dauert, bis der nächste Band kommt, hat man dazwischen ewig viel anderes gelesen und weiß nur noch wenig von den Ereignissen vom Vorgängerband (oder noch schlimmer - von fünf, elf, zwanzig Vorgängern).


#11

Da kann ich dir nur beipflichten. Und für mich war es das mit Herrn Ahnhem. Diese Enttäuschung am Ende brauche ich nicht noch mal.

Das kann er vielleicht in seinen Drehbüchern machen, wenn jede Woche eine Folge ausgestrahlt wird (keine Ahnung, ob das so ist), aber eben nicht, wenn man ewig auf die Fortsetzung warten muss.

Dass man die Vorgänger von 10 Stunden tot kennen muss, würde ich nicht sagen, da das Wichtigste noch mal erwähnt wird, aber ohne die Nachfolger ist das Buch Humbug.


#12

ach Minus 18 war ein 3. Band? :see_no_evil: ist mir glaube ich damals gar nicht aufgefallen. Bin unbedarft an die Sache ran und ich kam zurecht, vielleicht, weil man das schon gewohnt ist wegen der vielen Reihen. Ich hab mir schon ein bisschen abgewöhnt, da allzu genau zu sein, sonst kann man ja gar nichts mehr lesen :wink:


#13

Ich habe bis jetzt nur Thriller Reihen gelesen, wo es eigentlich egal ist, in welcher Reihenfolge man liest.
Klar, die privaten Entwicklungen sind dann viell verwirrend, aber die Fälle pro Roman sind abgeschlossen.
Maximal, dass viell eine große Sache ist, die in quasi jedem Band vorkommt, aber erst dann irgendwann bei Band 20 oder so aufgelöst wird. Das stört dann aber auch nicht. Aber ‘DER’ Fall, in dem es im jeweiligen Band geht, ist abgeschlossen.
Ein komplett unaufgelöstes Ende würde mich auch narrisch und sauer machen.


#14

Mich nervt das auch total. Nicht mal so die Sache mit Molander, das finde ich schön, wie es sich weiterzieht. Aber wenn ich auf dem Klappentext von einem Mörder schreibe, dann sollte DER Fall auch geklärt werden.
Ein Strang ist ja gelöst: mit dem Flüchtlingsjungen. Immerhin.


#15

Selbst bei diesem Teilstück bin ich mir nicht ganz sicher. Erstens faselt der Pädophile im Stjärnan mit dem Mädchen von seiner “Entjungferung” und zweitens fand ich die dirigierenden Anrufe schon ein bisschen seltsam. Möglicherweise ist er mit einem Anruf dorthin geschickt und ihm der Mord an dem Jungen untergeschoben worden.


#16
Ja, ich bin bei dem Flüchtlingsjungen

auch nicht sicher, ob der Verdächtige dafür verantwortlich ist. Das wurde ja so deutlich nie gesagt. Dass seine Fingerabdrücke gefunden wurden, ist ja kein Beweis. Zugegeben hat er die Tat nicht.


#17

Ich habe das Buch auch gelesen und bin maßlos enttäuscht davon. Selbst wenn es irgendwann eine Fortsetzung geben sollte, werde ich damit nicht meine Zeit verschwenden. Vielleicht wird einer der vielen Fälle im nächsten Buch aufgeklärt, vielleicht auch erst im übernächsten oder gar nicht. Ich finde es auch unverschämt.


#18

Ich habe das Buch heute auch beendet und bin - obwohl ich einige Kritik hier sehr wohl nachvollziehen kann - doch recht zufrieden.
Aber müsst ihr nicht auch etwas schmunzeln, wenn ihr euch den Klappentext jetzt nach dem Lesen noch mal durchlest?
“Wird dieser Fall ungelöst bleiben?”


#19

Mir ging es damals genauso, aber da ich den Band nicht gewonnen habe und die LP so toll fand, habe ich mir die CDs später aus der Bücherei geholt. Letztens hatte ich wieder eine und da merkte ich, dass ich einiges verpasst habe. Aus diesem Grund habe ich mich auch nicht auf Inge Löhning beworben. Zuviel Privates bei den Hauptpersonen, da braucht man nicht mehr einzusteigen.


#20

Da kann ich mal sehen. Ich habe das Buch gestern beendet. Zum Schluss musste ich mich zwingen, es weiterzulesen, weil es mir einfach zu viele Handlungsstränge waren, die ja offensichtlich nicht mehr gelöst werden. Damit war für mich dann die Luft raus aus dem Buch. Deshalb ist mit entgangen, dass tatsächlich an einer Stelle aufgeklärt wurde, warum der Titel 10 Stunden tot heißt. Danke für den Hinweis!:heart_eyes: